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Ribnitz-Damgarten A20-Auffahrt Tribsees wieder frei – Vollsperrung in Langsdorf ab 3. Juni
Vorpommern Ribnitz-Damgarten A20-Auffahrt Tribsees wieder frei – Vollsperrung in Langsdorf ab 3. Juni
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16:53 24.05.2019
Die Ortsdurchfahrt Langsdorf ist durch den Umleitungsverkehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Quelle: Robert Niemeyer
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Langsdorf

Der erste Teil der Sanierungsarbeiten an der Landesstraße 19 vom Kreisverkehr bei Langsdorf bis zur A20-Anschlussstelle Tribsees ist am Freitagnachmittag abgeschlossen worden. Das teilte das Straßenbauamt Stralsund mit. Seit 14 Uhr ist der Abschnitt wieder vollständig für den Verkehr nutzbar. Damit sind aus und in Richtung Richtenberg die Auf- und Abfahrt zur Autobahn wieder möglich.

Und es ging schneller als geplant. „Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt konnten wir fast eine Woche vorm geplanten Fertigstellungstermin abschließen“, sagt Manfred Borowy, Dezernatsleiter im Straßenbauamt Stralsund, der die Arbeiten betreut. Er dankte der beauftragten Baufirma, den Mitarbeitern im Straßenbauamt und allen weiteren Beteiligten, „die außerordentliches Engagement gezeigt und auch Sonderschichten nicht gescheut haben“. Darüber hinaus habe die überwiegend trockene, milde Witterung zum Vorankommen der Arbeiten beigetragen.

Das A-20-Loch bei Tribsees und auch die Behelfsbrücke haben zwei Jahre lang für Negativschlagzeilen gesorgt. Nun beginnt der Wiederaufbau.

Enorme Belastung für Anwohner

Nach dem Zusammenbruch der Autobahn im Herbst 2017 diente die Landesstraße von Oktober 2017 bis zur Freigabe der Behelfsbrücke im Dezember vergangenen Jahres als Umleitungsstrecke für die abgesackte Autobahn Tribsees. Vor allem die Anwohner des Ortes Langsdorf hatten während dieser Zeit unter enormen Verkehrsbelastungen zu leiden.

Fahrbahn hat gelitten

Die Folgen werden nun Schritt für Schritt behoben, da die Straße unter den Fahrzeugmassen gelitten hat. Aufgrund des schlechten Zustands der Strecke wird nun in insgesamt zwei Streckenabschnitten eine neue Asphaltdeck- und Binderschicht aufgetragen. Nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts an der Autobahnauffahrt wird es ab Anfang Juni nun erneut zu Verkehrseinschränkungen kommen.

Voraussichtlich vom 3. bis 21. Juni wird die Ortsdurchfahrt Langsdorf unter Vollsperrung erneuert. „Wir versuchen auch hier, die Erneuerung der Straße so zügig wie möglich durchzuführen. In jedem Fall sollen die Arbeiten vor Beginn der Sommerferien - auch im Nachbarbundesland Brandenburg und in Berlin - abgeschlossen werden“, so Manfred Borowy.

Die Geschichte des A20-Lochs

Der Bau der Autobahn 20 von der A1 zur A11 ist die Nummer 10 der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Sie wurde 2005 fertiggestellt.

Die ersten Setzungen des Damms sollen schon 2014 festgestellt worden sein. Sie wurden dann durch die Autobahnmeisterei regelmäßig überwacht.

Am 9. Oktober 2017 wurde ein sogenannter Grundbruch festgestellt. Sie A20 brach auf 40 Meter Länge, später etwa 100 Meter, ein. Zunächst war eine Spur noch befahrbar. Nachdem auch hier Sackungen auftraten wurde die A20 zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Bad Sülze am 27. Oktober 2017 voll gesperrt.

Nach Ostern 2018 begann der Rückbau des Straßendammes für etwa 1,5 Millionen Euro. Die Behelfsbrücke, die am 12. Dezember in Betrieb genommen wird, ist 773 Meter lang und schließt an die vorhandene Brücke an. Die Kosten liegen bei etwa 50 Millionen Euro.

Frühestens 2021 soll die neue Betonbrücke stehen, die an die vorhandene anschließt. Die Baukostenschätzung liegt bei 100 Millionen Euro für den Bund. Das Land muss die Planungskosten (18 Millionen Euro) tragen.

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Robert Niemeyer