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Ribnitz-Damgarten Achtung Tierbesitzer: Verdacht auf Giftköder in der Nähe von Damgartener Kinderspielplatz
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Achtung Tierbesitzer: Verdacht auf Giftköder in der Nähe von Damgartener Kinderspielplatz
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12:15 13.11.2019
Mit solchen Zetteln in der Damgartener Kastanienallee werden Hundehalter gewarnt. Quelle: Edwin Sternkiker
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Ribnitz-Damgarten

Der Hinweis eines Damgartener Einwohners ließ die Mitglieder des Landwirtschaft- und Umweltausschusses der Stadtvertretung Ribnitz-Damgarten in ihrer jüngsten Sitzung aufhorchen. Der Damgartener berichtete, dass angeblich in unmittelbarer Nähe des Kinderspielplatzes in der Kastanienallee Giftköder ausgelegt worden sein sollen.

Hundebesitzer hätten mit Warnzetteln an Bäumen darauf aufmerksam gemacht: „Bitte aufpassen! Es könnte sein, dass hier fressbare Dinge liegen, die bei Ihrem/Eurem Hund zum Tode führen könnten!“, steht auf diesen Hinweisen geschrieben.

Keine Anzeige bei der Polizei erstattet

Die OZ fragte im Polizeirevier Ribnitz-Damgarten nach. Dort teile man mit, dass keine entsprechende Anzeige vorliege. Eine Nachfrage im Ordnungsamt der Stadtverwaltung ergab, dass auch hier keine Anzeige erstattet worden sei.

Es habe aber den Hinweis einer Damgartenerin auf Giftköder in unmittelbarer Nähe des Kinderspielplatzes in der Kastanienallee gegeben, informierte Ingo Woyczeszik. „Wir sind sofort rausgefahren und haben das Gelände abgesucht, konnten aber keine Giftköder finden.“

Da es sich bei einem Spielplatz um einen besonders sensiblen Bereich handle, werde man auch weiterhin ein sehr aufmerksames Auge darauf haben, kündigte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes an. Es gebe damit zwar keinen akuten Fall, aber man wolle die Einwohner sensibilisieren, sagte Woyczeszik weiter. Seine Bitte: Wer etwas Auffälliges beobachtet, wird gebeten, sich im Ordnungsamt zu melden.

Bisher in keinem Fall Giftköder nachweisbar

In den vergangenen Jahren habe es bisher zwei weitere Hinweise gegeben, wonach angeblich Giftköder ausgelegt worden sein sollen, erläuterte der Ordnungsamtsmitarbeiter weiter. „Es konnten jedoch auch in diesen beiden Fällen keine Giftköder nachgewiesen werden.“

Am Ententeich in der Ribnitzer Klosterwiese sollen im November 2018 auch Giftköder ausgelegt worden sein. Quelle: Edwin Sternkiker

Erst im November 2018 waren in Ribnitz im sozialen Netzwerk Facebook Einträge aufgetaucht, die Hundehalter in Ribnitz-Damgarten aufschrecken ließen. Der Grund: Auf der Ribnitzer Klosterwiese sollen Giftköder ausgelegt worden sein. „Ein Hund liegt jetzt schon in der Tierklinik“, hieß es in einem Eintrag. In einem weiteren Eintrag wurde davor gewarnt, dass auch auf der Gänsewiese etwas „rumliegen“ und in der Buxtehuder Straße „schon ein Hund an einer Vergiftung gestorben“ sein soll.

 Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

  Unabhängig davon ob, wie im aktuellen Fall in Damgarten, tatsächlich Giftköder ausgelegt worden sind oder nicht, macht Kreispressesprecher Olaf Manzke darauf aufmerksam, dass das Vergiften von Tieren oder auch das Auslegen anderer Köder ein Verstoß gegen den Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes sei und einen Straftatbestand darstelle. Nicht immer bleibt es bei der Androhung, Giftköder auszulegen. Erst im Juli dieses Jahres hatten Unbekannte im Kreis Vorpommern-Greifswald auf einem Grundstück drei Hunde vergiftet.

Laut Fachdienst Veterinärwesen- und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen kann die Zufügung erheblicher Schmerzen oder Leiden bei einem Tier oder das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund mit Freiheitsentzug bis zu drei Jahren bestraft werden.

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Von Edwin Sternkiker

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