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Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop drückt Kaltmiete auf 8,50 Euro
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop drückt Kaltmiete auf 8,50 Euro
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16:26 22.02.2019
8,50 Euro soll die Kaltmiete je Quadratmeter für die sechs Wohnungen in dem neuen Haus in der Fulge betragen. Quelle: Timo Richter
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Ahrenshoop

Unterboten haben die Ahrenshooper Gemeindevertreter das Amt Darß/Fischland. Für die Vermietung der sechs Wohnungen in dem Neubau in der Fulge war ein Mietpreis zwischen neun und zehn Euro je Quadratmeter vorgeschlagen worden, zuzüglich drei Euro je Quadratmeter als Betriebs- und Nebenkostenvorauszahlung. Am Donnerstagabend haben die Gemeindevertreter einstimmig eine Kaltmiete von 8,50 Euro je Quadratmeter beschlossen – allerdings vorbehaltlich dem Ergebnis einer rechtlichen Prüfung. Dabei wird es auch um den Einbezug des Grundstückswerts in die Mietpreisberechnung gehen. Zur Miete kommen noch Kosten in Höhe von 20 Euro je Wohneinheit für einen Stellplatz für das Auto.

Laut Beschlussvorlage aus dem Amt würde laut Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Positivbetrag ergeben. Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) hatte im Vorfeld der Zusammenkunft einen Quadratmeterpreis von 9,30 Euro für das Erreichen der Wirtschaftlichkeit ins Spiel gebracht (die OZ berichtete). Seitens des Amtes wurde ein Quadratmeterpreis von bis zu zehn Euro vorgeschlagen. Die Gemeindevertreter hatten sich dann aber auf 8,50 Euro verständigt, wie Sitzungsleiter Benjamin Heinke (CDU), stellvertretender Bürgermeister, sagte.

Roland Fischer (Interessengemeinschaft Gastgewerbe) betonte, dass die Kommune auch einen höheren Mietpreis erzielen könnte, „wir wollen aber keinen Gewinn machen“. Andreas Wegscheider (Förderkreis Ahrenshoop) zeigte sich überzeugt, dass „wir bei 8,50 Euro auf die berühmte schwarze Null kommen“. Die sechs Wohnungen in dem Neubau sind zwischen 49 und 59 Quadratmetern groß und werden ohne Einbauküche angeboten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für September/Oktober dieses Jahres geplant. Die Kommune will die Wohnungen nur an Mieter vergeben, die entweder ihren Arbeitsplatz oder ihren Hauptwohnsitz beziehungsweise Lebensmittelpunkt in Ahrenshoop haben.

Ausgleich für Alarmeinsätze

Einstimmig haben die Mitglieder der Gemeindevertretung einen Dringlichkeitsbeschluss zum Finanzausgleichsgesetz beschlossen. Benjamin Heinke bezeichnete die Vorlage als Petition, mit der Druck auf die Landesregierung mehr Förderung für finanzschwache Kommunen beim Bund herauszuholen. Um angesichts der geringen Finanzkraft der Kommunen gleichwertige Lebensverhältnisse sichern zu helfen, ergibt sich aus Sicht des Bundes ein Finanzbedarf von 229 Euro je Einwohner in den betroffenen Kommunen. Ahrenshoop, so die einhellige Auffassung in dem Gremium, werde von diesem Geld nichts bekommen, dank der Finanzkraft des Ostseebades. Gleichwohl wollten die Gemeindevertreter den Beschluss zugunsten anderer Kommunen unterstützen.

In Sachen Unterstützung der Feuerwehr hat Ahrenshoop nachgezogen. Zuletzt hatten die Wustrower Gemeindevertreter jedem an einem Alarmeinsatz beteiligten Feuerwehrmitglied eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro zugestanden. In Ahrenshoop hatten sich die Gemeindevertreter auf einen Betrag von zehn Euro verständigt, wie Benjamin Heinke, zugleich Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrenshoop, am Donnerstag sagte.

Nach der Ersteigerung der einstigen Apotheke am zentralen Parkplatz haben die Gemeindevertreter schon konkrete Vorstellung einer künftigen Nutzung: Es wird eine medizinische Einrichtung, so Benjamin Heinke. Erste Gespräche mit Interessenten liefen bereits.

Timo Richter

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