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Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop legt bei Wohnungsbau drauf
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop legt bei Wohnungsbau drauf
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00:00 20.10.2018
Die Kosten für ein Wohngebäude, das Ahrenshoop im Ortsteil Niehagen errichtet, sind um 425 000 Euro auf 1,2 Millionen Euro gestiegen. Quelle: Foto: Timo Richter
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Ahrenshoop

Die Sätze für Grund- und Gewerbesteuer sollen in Ahrenshoop auf einem Level unterhalb des Landesdurchschnitts bleiben. Am Donnerstagabend haben die Gemeindevertreter des Ostseebades einmütig einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr beschlossen. Trotz höherer Ausgaben für verschiedene Bauprojekte schließt der Etat des Künstlerortes unterm Strich deutlich im Plus. War im ursprünglichen Haushalt noch mit einem Überschuss in Höhe von 119000 Euro gerechnet worden, stehen im Nachtragshaushalt rund 534000 Euro als Ergebnis.

Wohnungsbau wird teurer

330 Prozent beträgt in Ahrenshoop der Hebesatz für die Gewerbesteuer. Damit rangiert das Ostseebad unter dem Landesschnitt. Die übrigen Kommunen im Bereich des Amtes Darß/Fischland haben den Landesdurchschnitt von 360 Prozent.

1,2 Millionen Euro soll der Neubau in der Fulge kosten. Die Kommune schießt 425000 Euro für den Wohnungsbau nach.

Der Saldo des Haushalts übersteigt die Summe, die für die Tilgung des Kredits erforderlich ist. Damit stehen die Chancen gut, dass Ahrenshoop zum Ende kommenden Jahres schuldenfrei sein wird, wie der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende des Finanzausschusses der Gemeindevertretung, Benjamin Heinke (CDU), ausdrücklich betonte.

Immerhin sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer bis jetzt um 230000 Euro im Vergleich zum ursprünglichen Haushaltsansatz gestiegen. Der Hebesatz liegt im Vergleich mit den übrigen Kommunen im Bereich des Amtes deutlich niedriger: 330 Prozent. Die anderen Gemeinden haben mit 360 Prozent einen Hebensatz auf Landesdurchschnitt. „Wir wollen die Steuern nicht hochtreiben“, sagte Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) während der Sitzung. Ahrenshoop lässt sich das etwas kosten. Denn den geringeren Einnahmen aus der Gewerbesteuer stehen höhere Abgaben der Kommune entgegen.

Die wird einnahmemäßig so eingestuft, als würde sie Steuern in Höhe des Landesschnitts erheben.

Einer der Hauptgründe für den Nachtragshaushalt sind steigende Kosten beim Wohnungsbau. Nach dem Abriss des Gebäudes an der Fulge im Ortsteil Niehagen will die Kommune an der Stelle einen Neubau mit sechs Wohnungen errichten. Die Kosten für das Projekt schnellen nun nach oben. Rund 425000 Euro will die Kommune nachlegen, um das Projekt zu bewerkstelligen. Die geplanten Baukosten summieren sich damit auf rund 1,2 Millionen Euro, wie es seitens des Amtes Darß-Fischland hieß.

Außerdem ist es die Absicht der Kommune, die einstige Apotheke am Parkplatz am Einkaufszentrum zu ersteigern. In den Nachtragsetat ist darum eine Ermächtigung für den Erwerb des Apothekengebäudes eingepreist. Die Gemeinde will den seit vier Jahre währenden Leerstand beenden und das Gebäude selbst für eine infrastrukturelle Nutzung verpachten. Die Immobilie auf einem Erbbaupachtgrundstück solle nicht zu einem Spekulationsobjekt werden, wie der Bürgermeister auf Nachfrage sagte.

Auf ein „nettes Polster“ aus der Amtsumlage wies Roland Fischer (Interessengemeinschaft Gastgewerbe) hin. Sein Wunsch: Das überschüssige Geld solle an die Kommunen zurückgegeben werden. Das bestätigte der Bürgermeister. Mit der Dezember-Rate sollte das geschehen, sodass die Zahlung an die Verwaltung in dem Monat sehr gering ausfallen werde. Der Weg sei während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses des Amtsausschusses verabredet worden.

Entschieden warb Hans Götze für einen Anschluss an das schnelle Internet. Derzeit sei die Quote von Anträgen für den kostenlosen Anschluss noch so gering, dass es Probleme mit der Förderung des Projekt geben könne.

Timo Richter

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