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Ribnitz-Damgarten Ahrenshooper erhält Deutschlands höchste Feuerwehr-Auszeichnung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ahrenshooper erhält Deutschlands höchste Feuerwehr-Auszeichnung
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13:14 09.07.2019
Günter Stechow (3. v. li.) hat die höchste Ehrung erhalten, die ein Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr in Deutschland erhalten kann - das silberne Ehrenkreuz. Quelle: privat
Ahrenshoop

Die Feuerwehr begleitet Günter Stechow schon sein ganzes Leben. Jetzt hat er die silberne Ehrennadel bekommen. Das ist die höchste Auszeichnung in Deutschland, die ein Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr erhalten kann. Ein Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes hat die Auszeichnung jüngst in Ahrenshoop überreicht.

Für den 75-jährigen Ahrenshooper ist die Ehrung Vollendung eines Lebens für die Brandschützer. Begonnen hat das selbstlose Engagement allerdings als Opfer. Gerade einmal sechs Jahre alt war Günter Stechow, als das Elternhaus in Althagen niederbrannte. „Das hat mich nicht nur in Kindertagen geprägt, sondern für das ganze Leben“, erinnert sich der gelernte Elektriker.

Neubau des Gerätehauses

An den Brand kann sich Günter Stechow noch sehr gut erinnern. Schon als Jugendlicher machte er bei der Feuerwehr mit, in einer Jugendwehr, die es damals offiziell eigentlich gar nicht gab. Im Laufe der Zeit absolvierte er Lehrgang um Lehrgang und übernahm ab 1980 die Position des Wehrführers in Ahrenshoop. 25 Jahre lang soll er der freiwilligen Feuerwehr des heutigen Ostseebades vorstehen. Mit 61 Jahren wollte er sich dann nicht mehr der Wiederwahl stellen.

Größtes Projekt unter seiner Ägide war der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses. Einst war an der Stelle eine alte Koppel. Auf der errichtete ein Tischler eine Holz-Baracke, die dann erst einmal als Jugendtreff genutzt wurde. Erst später zog die Feuerwehr in die Unterkunft. Die Adresse sollte dann dauerhaft zur Freiwilligen Feuerwehr Ahrenshoop gehören. Am Ausgang in Richtung des Ortsteils Niehagen existiert noch ein kleines Spritzenhaus, das die Kameraden auch heute noch als Gerätelager nutzen.

Erinnerung an Einsätze

Größter und schwierigster Einsatz war der Brand einer Hofstelle in Niehagen. Das war im Jahr 1991. Gut in Erinnerung hat Günter Stechow auch das Hochwasser im Jahr 1995. Damals schwappte das Wasser bis in das Dünenhaus am Grenzweg hinein. In der Folge wurde der Wellenbrecher in Ahrenshoop aufgeschüttet.

Ein bisschen Glück hatte Günter Stechow mit der Bildung von Stützpunktfeuerwehren nach der Wende. Für die Ahrenshooper Kameraden wurde der Schwerpunkt auf die Wasserrettung gelegt. Wenigstens teilweise kam der heute 75-Jährige um Einsätze bei vielen Verkehrsunfällen mit Todesopfern herum, denn diese Einsätze waren damals der Feuerwehr Wustrow zugeordnet worden, so Günter Stechow.

Seitdem er 65 Jahre alt ist, kümmert sich Günter Stechow um den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr. Das tut er als Mitglied des Seniorenbeirates des Kreisfeuerwehrverbandes. 15 langjährige Feuerwehrmitglieder sind in der Ehrenabteilung vertreten. Während der Verbandsversammlung in Güstrow hatte auch Lothar Plietz von der Freiwilligen Feuerwehr Velgast das silberne Ehrenkreuz erhalten.

Timo Richter

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