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Ribnitz-Damgarten Altlasten verzögern Breitbandausbau
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Altlasten verzögern Breitbandausbau
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17:05 24.07.2018
Mitarbeiter einer Berliner Tiefbaufirma verlegen am Freitag in der Lindenstraße in Wustrow Leerrohre, in die später Glasfaserkabel eingezogen werden. Quelle: Richter Timo
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Wustrow

Nachdem jüngst in der Fischlandgemeinde der Ausbau des Breitbandnetzes mit Glasfaserkabeln mit einigermaßen viel Brimborium begonnen hat, machen sich in der Nachbarkommune Ahrenshoop Zweifel an einer angemessenen Qualität der Arbeiten breit. Während der Sitzung der Ahrenshooper Gemeindevertreter am Donnerstag vergangener Woche kam nach Ende der offiziellen Sitzung die Frage nach dem Beginn des Breitbandausbaus in dem Künstlerort auf.

Überprüfung gefordert

Geplant ist der im Anschluss an den in Wustrow. Aber: Einen Ausbau so wie in Wustrow wollen wir nicht, konstatierte der Ahrenshooper Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber). An die Verantwortlichen richtete er den Forderung, die Auftragnehmer müssten durch die Auftraggeber gründlich überprüft werden.In Wustrow, so die Einschätzung des Ahrenshooper Gemeindeoberhaupts sei das wohl nicht erfolgt. Die Arbeiten seinen an Subunternehmer vergeben worden. Deren Qualität lasse zu wünschen übrig, es sei viel kaputt gemacht worden, Arbeiten seien aus diesem Grund gestopppt worden. Und schon stünden viele Regressforderungen im Raum.

Harte Vorwürfe

Harte Vorwürfe, doch noch am Freitag vergangener Woche wurde beispielsweise in der Lindenstraße in Wustrow gearbeitet. Für die Leerrohre, in denen künftig die Glasfaserkabel verlaufen sollen, wird mit einem Mini-Bagger ein Schacht ausgehoben. In Handarbeit wird die Rinne anschließend wieder verfüllt. Drei Kolonnen, heißt es seitens der ausländischen Bauleitung, seien in Wustrow an verschiedenen Orten gleichzeitig aktiv.

Versäumnisse der Vergangenheit

Der Wustrower Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) schätzt die Situation ganz anders ein. „Es geht richtig gut voran.“ Ganz problemlos geht es dann aber doch nicht vonstatten. Denn es sei schwierig „bei der Wiederherstellung der Gehwege“, wie Daniel Schossow zugibt. Das aber sei nicht in Verantwortung des Baubetriebs, sondern sei mit einer mangelhaften Sanierung in den 90er-Jahren begründet. Damals wurden Gehwegplatten augenscheinlich ohne jeglichen Untergrund aufgelegt. Ein Frostschutz fehlte ebenso wie ein Unterbau, sodass Gehwege überfahren werden könnten, sagt der Wustrower Bürgermeister. Verzögerungen bei den Arbeiten seien mit Versäumnissen der Vergangenheit begründet.

Kein kurzfristiges Abstellen von Mängeln möglich

Diese Mängel sollen nun, wenn möglich, abgestellt werden. Und das ist kurzfristig kaum möglich. So müssten Beschlüsse für Extra-Kosten beispeilsweise für den Ersatz gebrochender Gehwegplatten gefasst werden. Schossow will sich solche Ausgaben ausdrücklich nicht nachträglich von der Gemeindevertretung legalisieren lassen.Rund 30 Kilometer Glasfaserkabel werden in Wustrow und dem Ortsteil Barnstorf verlegt. Dazu kommen 21 Verteilstationen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen die Bewohner des Ostseebades – und die des gesamten Kreises – mit Hochgeschwindigkeit durchs Internet surfen können, das sind in Wustrow rund 1100 Haushalte. Mit dem Glasfaserkabel ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich. Dabei sind die Nutzer nicht auf die Telekom als Anbieter festgelegt. Es handele sich um einen „diskriminierungsfreien“ Anschluss. Die Nutzer könnten auch andere Anbieter wählen – vorausgesetzt, die haben Leitungskapazitäten bei der Telekom gebucht, wie Holger Schmidt vom Infrastrukturvertrieb für die Region Ost erklärt.

Richter Timo

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