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Ribnitz-Damgarten Anwohner wollen ehemaligen Konsum retten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Anwohner wollen ehemaligen Konsum retten
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07:48 24.03.2015
Katja Koch-Randel wirft einen Blick an das leerstehende Gebäude in der Mecklenburger Straße  Klockenhagen. Zu DDR-Zeiten war hier der Konsum. Jetzt will die Stadt das Haus abreißen, weil hier der Radweg von Klockenhagen nach Neu Hirschburg entlang gehen soll und die Stelle zu schmal sei.
Katja Koch-Randel wirft einen Blick an das leerstehende Gebäude in der Mecklenburger Straße  Klockenhagen. Zu DDR-Zeiten war hier der Konsum. Jetzt will die Stadt das Haus abreißen, weil hier der Radweg von Klockenhagen nach Neu Hirschburg entlang gehen soll und die Stelle zu schmal sei. Quelle: Anika Hoepken
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Klockenhagen

Schon vor Jahren hat die Stadt Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) die ehemalige Mehrzweckhalle in der Mecklenburger Straße im Ortsteil Klockenhagen gekauft. Spätestens Ende des Jahres soll das Gebäude, in dem zu DDR-Zeiten ein Konsum und später ein Feier-Saal war, abgerissen werden.

Denn genau an dieser Stelle soll der schon seit Jahrzehnten geplante Radweg von Klockenhagen nach Neu Hirschburg entlang gehen. Ohne den Abriss des Gebäudes sei der Radwegebau nicht möglich, da die Stelle zu schmal sei.

Katja Koch-Randel und ihr Mann Olaf Randel, die direkt gegenüber wohnen, können nicht nachvollziehen, dass das Haus abgerissen wird. „Das Gebäude ist erhaltenswert. Es hat eine Geschichte und steht zentral im Ort“, sagt die 47-Jährige.

2012 haben sich die beiden freischaffenden Künstler zum ersten Mal mit einem Schreiben an die Stadt gewandt, weil sie das Haus kaufen oder mieten wollten. Damals hätte das Paar, das auch im Dorfverein Klockenhagen aktiv ist, bereits konkrete Pläne gehabt. Sie wollten dort ortsansässigen und jungen Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Werke auszustellen. Zudem könnten sich der Dorfverein oder auch andere Vereine des Ortes dort treffen. 

„Wir wollen nicht stänkern“, sagt die 47-Jährige. „Aber unserer Meinung nach gibt es immer einen Weg.“ So hätten die beiden auch Vorschläge gemacht, dass man das Gebäude etwas zurückbauen könnte, um den Weg zu verbreitern. „Ein Rückbau würde sich nicht lohnen“, sagt hingegen Bauamtsleiter Heiko Körner. „Der Eingriff wäre zu massiv, das würde in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.“



Anika Hoepken

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