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13:41 25.11.2019
Künstlerin Ellen Haufe mit dem Porträt ihrer Enkelin. Im Galerie Café in Barth sind ihre maritimen Bilder ausgestellt. Quelle: Anika Wenning
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Barth

Seitdem sie denken kann, malt Ellen Haufe. „Schon von klein auf. Schon meinen Kindergärtnerinnen ist es aufgefallen, dass ich sehr gut malen kann“, sagt die 51-Jährige. Angefangen hat sie als Kind mit Bleistiftzeichnungen und Kohle. „Ich habe mir Bücher über den menschlichen Körper geholt, zeichnete Knochen, Körperteile, Augen.“ Das Talent sei ihr in die Wiege gelegt worden, den Rest lernte sie autodidaktisch dazu.

Mit Anfang 20 sparte sie auf ihren ersten Ölmalkasten und fing mit der Ölmalerei an. „Irgendwann habe ich dann die ersten Auftragsarbeiten gemacht. Das waren Porträts und die sind immer noch mein Steckenpferd“, berichtet Ellen Haufe. Erst kürzlich hat sie ein Porträt ihres Enkelkindes gemalt, eine Überraschung zu Weihnachten.

Aufgewachsen ist Ellen Haufe im Kreis Löbau in Sachsen, von 2008 bis 2015 lebte sie in Bünde in Ostwestfalen, zog dann zunächst nach Dabitz und lebt seit Mai 2019 in Barth. Die Liebe zum Meer war der Grund für ihren Umzug nach Vorpommern. „Die Ostsee ist ein Stück Heimat für mich, ich war schon als Kind oft bei meinen Großeltern auf Rügen“, sagt Ellen Haufe, die den Künstlernamen Helena trägt. 2007 fuhr sie mit ihrer Freundin in den Urlaub nach Prerow und kam immer wieder. „Ich habe immer geweint, wenn ich wieder wegmusste. Das war richtig schlimm“, berichtet Ellen Haufe.

Maritime Motiven haben es ihr angetan

Zeesboote malt Ellen Haufe besonders gern. Quelle: Anika Wenning

Neben den Porträts liebt die Künstlerin maritime Motive. Einige ihrer maritimen Werke werden derzeit im Galerie Café in Barth gezeigt. Auch in der Barther Galerie „kunstvoll“ wurden schon Werke von ihr ausgestellt. Immer wieder ist auf ihren Bildern der Prerower Strand zu sehen. „Den Strand mag ich ganz besonders. Wenn ich unterwegs bin, mache ich Fotos und male die Bilder dann in meinem Atelier“, berichtet die 51-Jährige. „Mit jedem Bild verbinde ich eine Situation. Einmal war ich beispielsweise mit meiner Freundin in Prerow am Strand und da saß ein Paar mit seinen Liegestühlen. Das war eine richtige Chill-out-Stimmung“, erinnert sich die gebürtige Sächsin. Gleich sei ihr klar gewesen, dass sie diese Szene im Atelier malen möchte. „Ich hab sofort ein Foto davon gemacht“, berichtet Ellen Haufe.

Eines ihrer Lieblingsmotive sind auch die Zeesboote. Schon bei vielen Regatten in der Region ist Ellen Haufe mitgesegelt. Beim Malen der Boote hat sie eine ganz besondere Technik entwickelt. Aquarell auf Leinwand, denn so könne sie die Stimmung am besten zum Ausdruck bringen. Überhaupt experimentiere sie gerne und probiere Neues aus.

Die Jahre in Ostwestfalen haben sie künstlerisch sehr geprägt

Seit 2018 gibt es "Helenas Strandeier". Die Künstlerin Ellen Haufe bemalt Enteneier mit maritimen Motiven. Quelle: Anika Wenning

Dabei haben sie die sieben Jahre in Ostwestfalen künstlerisch sehr geprägt. „Ich hatte Kontakt zu vielen anderen Künstlern, habe das erste Mal mit Pastellkreiden gearbeitet und meine ersten Tonskulpturen gemacht.“ Die Arbeiten mit Pastellkreiden seien mittlerweile immer mehr geworden. Die Ostseestimmung könne sie so am besten rüberbringen. Auch viele Porträts zeichnet die Künstlerin mit Pastellkreiden. Eine Spezialität von ihr seien auch „Helenas Strandeier“, das sind mit maritimen Motiven bemalte Enteneier.

In all den Jahren habe es bei ihr natürlich auch den Wunsch gegeben, ihr Hobby zum Beruf zu machen, aber letztendlich sei die Familienplanung dazwischengekommen. „Ich habe mit 20 Jahren mein erstes Kind bekommen, da blieb kein Raum, um Kunst zu studieren“, berichtete Ellen Haufe. Der Kunst sei sie aber dennoch immer treu geblieben.

Wer Kontakt zu der Künstlerin aufnehmen möchte, kann ihr eine E-Mail an ellen-haufe@t-online.de schreiben. Ihre Kunstwerke sind noch bis Ende des Jahres im Galerie Café am Barther Markt zu sehen.

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Von Anika Wenning

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