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Ribnitz-Damgarten Bad Sülze: Bei der Tafel regnet es rein
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bad Sülze: Bei der Tafel regnet es rein
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15:25 13.09.2019
Mitarbeiter der Bad Sülzer Tafel sortieren Obst. Rund 600 Menschen nehmen die Tafel in der Dahlienstadt wöchentlich in Anspruch. Quelle: Volker Stephan
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Bad Sülze

Bei der Tafel in Bad Sülze regnet es rein. Am Dienstag, während der starken Regenfälle, tropfte es plötzlich durch die Decke. Die Auswirkungen seien laut Kerstin Dauer, Leiterin der Tafel, noch nicht allzu gravierend. An der Decke sei lediglich ein Wasserfleck mit einem Durchmesser von etwa 35 Zentimetern zu sehen. Dennoch stellt sich einmal mehr die Frage nach der Zukunft des Standorts der Tafel. Mit dieser Frage beschäftigte sich am Donnerstagabend auch die Stadtvertretung Bad Sülzes.

„Es hat zum ersten Mal reingeregnet, aber bestimmt nicht zum letzten Mal“, meint Kerstin Dauer. Der Grund für das Nass im Aufenthaltsraum sei eine verstopfte Regenrinne, die schnellstmöglich gereinigt werden soll. Bekanntlich sind die Bedingungen, unter denen die größtenteils ehrenamtlichen Helfer der Tafel täglich arbeiten, jedoch schon längst nur noch schwer tragbar. Schimmel an den Wänden, eine in die Jahre gekommene Heizungsanlage, kaputte Toiletten: „Es muss definitiv etwas passieren“, so die Chefin.

Zuletzt war ein Umzug der Tafel ins Gespräch gebracht worden. Die Möglichkeiten seien jedoch begrenzt, unter anderem auch aus finanziellen Gründen. Auch ein Wegzug der Tafel nach Ribnitz hatte Dauer in Betracht gezogen. „Das ist aber die letzte Option“, so Dauer, auch weil die Möglichkeiten in der Bernsteinstadt begrenzt sind.

Umzug in den Hort

Innerhalb des Bad Sülzer Stadtgebietes sehe es jedoch nicht besser aus. Es gebe keine leer stehenden Gebäude, die der Stadt gehören, sagt Bad Sülzes Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer. In der Stadtvertretung sei am Donnerstag zumindest eine mögliche Übergangslösung diskutiert worden. Sobald der Hort aus dem Grundschulgebäude ausgezogen ist, könnte die Tafel diese Räume nutzen. Im Zuge des geplanten Schulneubaus sollen die Hortkinder übergangsweise in Container umziehen. Diese werden derzeit für den Umzug vorbereitet. „Das ist aber keine Dauerlösung“, so Doris Schmutzer, auch weil das Schulgebäude mit Fertigstellung des Grundschulneubaus nebenan abgerissen werden soll. Ähnlich sieht es Kerstin Dauer: „Wir können nicht ständig umziehen.“

Eine dauerhafte Lösung muss also her. Eine Möglichkeit wäre auch eine Sanierung des Gebäudes in der Kastanienallee, in dem die Tafel derzeit untergebracht ist. „Wir müssen alles prüfen“, so die Bürgermeisterin. Am Ende sei es jedoch vor allem eine Kostenfrage.

Mehr zum Thema: Tafel Bad Sülze: Umzug nach Ribnitz?

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Von Robert Niemeyer

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