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Bad Sülze soll wachsen

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17:57 08.01.2020
Klaus-Dieter Nagel (l.) und Jens Gunert wurden von Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Quelle: Robert Niemeyer
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Bad Sülze

Bad Sülzes Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer zog am Dienstagabend anlässlich des Neujahrsempfangs der Dahlienstadt ein positives Fazit des vergangenen Jahres. „Die Bilanz kann sich sehen lassen. Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Schmutzer in ihrer Begrüßungsrede.

Schulneubau: Baubeginn im Februar

Einer der wichtigsten Fortschritte sei die finale Zusage der Behörden zum Schulneubau. Die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau der neuen Grundschule hätten bereits begonnen. Derzeit wird unter anderem das Baufeld freigeräumt. In dieser Woche findet die Submission für den Rohbau statt. Die eingegangen Angebote der Baufirmen werden dann geprüft. Liegen die Kosten im Budget, sollen die Aufträge in der letzten Januarwoche erteilt werden. Baustart wäre dann je nach Witterung Mitte/Ende Februar. Im Herbst 2021 sollen die Grundschüler und der Hort in die neue Grundschule einziehen. Rund 4,9 Millionen Euro soll der Schulneubau kosten. Etwa 4,5 Millionen Euro werden mit Fördermitteln finanziert.

In vielen kleinen Bereichen hätte es ebenfalls positive Entwicklungen gegeben. Durch den Breitbandausbau des Landkreises konnten beispielsweise etliche Bürgersteige erneuert werden. Derzeit wird der erste Abschnitt der Straße Am Mühlenberg saniert. Der zweite Abschnitt soll 2021 folgen. Eine Million Euro kostet das Gesamtvorhaben. Davon trägt die Stadt 350 000 Euro, 750 000 Euro sind Fördermittel. Zwischen Langsdorf und Bad Sülze wurde ein neuer Fahrradweg entlang der L 19 gebaut. Ziel müsse sein, so die Bürgermeisterin, den noch fehlenden Abschnitt entlang der Tribseeser Straße zu realisieren. Hier sei jedoch die Finanzierung noch nicht geklärt.

Schandflecken und Kurparksanierung

Ein Problem, dem sich die Stadt annehmen wolle, seien die zahlreichen leer stehenden Häuser in der Stadt. „Wir sind bemüht, die Schandflecken zu beseitigen“, sagte Schmutzer. Das sei jedoch vor allem bei Privatgrundstücken schwierig. Oftmals herrschen hier komplizierte Eigentumsverhältnisse. „Aber wir führen laufend Gespräche mit den Eigentümern“, so die Bürgermeisterin. Ein weiteres Problem ist das oftmals wilde Parken in der Stadt. Ein Parkplatz wurde erstellt. Unter anderem sollen hinterm Amtsgebäude neue Parkflächen geschaffen werden.

Bad Sülze solle sich künftig stärker als gesunde Kommune positionieren. Ein entsprechendes Konzept wurde dafür bereits erstellt. Bestandteil ist unter anderem die Sanierung des Kurparks. Dafür seien bereits Fördermittel beantragt. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn sei möglich. Der Kurpark soll zum Solepark erweitert werden. Unter anderem wird derzeit ein Gradierwerk am Salzmuseum errichtet. War das abgerissene Gradierwerk zuvor noch ein Modell, ist das neue funktionsfähig. Es gebe weitere Ideen, den Kurpark zu erweitern.

Und Bad Sülze soll wachsen. Jedoch würden im Stadtkern kaum noch Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Deshalb plant die Stadt, südlich der Umgehungsstraße bzw. der L 19 neue Baugrundstücke auszuweisen. „Die Umgehungsstraße muss eine Durchfahrtstraße werden. Das geht in Sanitz, das geht in Dettmannsdorf, warum nicht auch in Bad Sülze“, so Doris Schmutzer. Östlich der Kleingartenanlage gebe es Flächenpotenzial. Mit dem Landkreis und dem Straßenbauamt wurden Gespräche aufgenommen, um zu ergründen, ob und was an der Stelle möglich ist.

Ehrung verdienter Bürger

Tradition beim Neujahrsempfang in Bad Sülze ist außerdem, zwei verdiente Bürger der Stadt zu ehren. Das waren in diesem Jahr Klaus-Dieter Nagel und Jens Gunert.

Der 69-jährige Klaus-Dieter Nagel engagiert sich seit Jahrzehnten in der Kirchengemeinde Bad Sülze, hält unter anderem Lesegottesdienste oder veranstaltet Kirchenführungen. Auch im Förderverein der Kirche sowie im Kirchengemeinderat ist Nagel aktiv. Zudem hilft er seit mehr als 20 Jahren bei der Bad Sülzer Tafel. „Ich habe nichts von der Ehrung gewusst, eine schöne Überraschung“, so Nagel.

Jens Gunert ist seit September 1985 Mitglied der Bad Sülzer Feuerwehr und seit Februar 2001 stellvertretender Wehrführer. „Zuverlässig, akkurat, besonnen – ein Vorbild für alle Kameraden“, so Doris Schmutzer. Außerdem gehört der 50-Jährige dem Organisationskomitee des Dahlienfestes an, das in diesem Jahr zum 40. Mal gefeiert wird. „Das ist eine schöne Anerkennung für das Ehrenamt“, sagt Gunert zu seiner Auszeichnung.

Von Robert Niemeyer

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