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Ribnitz-Damgarten Speicherball: 4100 Euro für Seenotretter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Speicherball: 4100 Euro für Seenotretter
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10:53 12.11.2018
Jana und Klaus-Dieter Nitz (vorn) erwerben von Laura-Charlotte Syniawa und Kathrin Ebert Tombolalose. Quelle: Susanne Retzlaff
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Barth

Über mehrere Stunden befanden sich am Samstagabend im Osthafen fast 100 Personen in Piratenhand. Die Freibeuter hatten mit Matrosen und Smutjes das Restaurant des Barther Hotels „Speicher“ gekapert, um die Gäste des 5. Speicherballs mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Hummer für alle, Shrimp-Cocktails, Jakobs- und Miesmuscheln, Matjes, einem ganzen Stör, Räucherlachs, Roastbeaf, Pralinés und Kanapés, Kichererbsen, Kürbis und Süßkartoffeln, bunten Möhren, rotem Reis, Pasta, Pastinaken, Pommes frites und vielem mehr an die Teller zu fesseln und ihnen den Erwerb von Tombolalosen schmackhaft zu machen. Auf jeden Gast warteten zwei Gewinne, darunter Fahrrad, Fernseher, Rundflüge mit Hubschrauber und Flugzeug, Tandemsprünge mit dem Fallschirm, Kamera, Grill, edle Tees und Tropfen.

Nicht nur Jana und Klaus-Dieter Nitz, die Wassersportler aus Barth, waren zum vierten Mal auf dem Ball, griffen tief in die Schatzkiste von „Glücksfee“ Laura-Charlotte Syniawa und füllten den Spendenbeutel der Piratin Kathrin Ebert. „Wir mögen das Klima hier. Es ist doch super, wenn man feiern und dabei auch etwas Gutes tun kann!“ Der diesjährige Erlös der „Kaperfahrt“ kommt nämlich den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zugute.

Fast 100 Personen feierten am Wochenende im Barther Hotel „Speicher“.

Ganz in Rot, der Farbe der Retter, stellte Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums MV in Warnemünde, seine Organisation vor, die ganz bewusst auf staatliche Unterstützung verzichtet und sich seit über 150 Jahren aus Spenden finanziert. Und er räumte mit einem Mythos auf: Ihre Boote seien zwar nicht unsinkbar aber unkenterbar, demonstrierte er mit einem spannenden Video, erläuterte technische Fortschritte bei Rettungswesten, die inzwischen fast 1000 Euro pro Stück kosten, und präsentierte einen Rettungsring, der tatsächlich einen Menschen vor dem Ertrinken bewahrt hat.

Für rot, die Farbe der Hummer und der Seenotretter, hatten sich auch einige Damen bei der Wahl ihrer Roben entschieden und hoben sich von der eher dunklen „Meerheit“ ab. Hotel-Direktorin Heike Sommer (54, in Nachtblau) hatte den Coup geplant, das Restaurant dekorieren und den Chefs ihrer Küche Christian und Manfred Oehlckers freie Hand gelassen, die feine Meeresfrüchte mit ungewöhnlichem Gemüse und Fleischgerichten kombinierten. „Schade, dass man das gar nicht alles schafft“, seufzte Dörte Schröter (58) aus Brieselang (nahe Berlin) ihren gefüllten Teller an - dabei hatte sie die Desserts noch gar nicht gesehen.

„Visuelle Verbalcomedy“ aus Berlin

Mit im Boot, wie auf jedem Speicherball, Schauspieler Dr. Patrick Diemling (35). Dem Fernsehpublikum vor allem als „Commissario Brunettis“ Sohn „Raffi“ bekannt, manövrierte der Geisteswissenschaftler und psychologischer Berater sicher durch den Abend. Als „Glücksfee“ hatte er seine Serienschwester „Chiara“ mitgebracht, seit 1999 steht er mit Laura-Charlotte Syniawa (33) in Venedig vor der Kamera. „Beim Film hat man auch mit sondersamen Leuten zu tun“, verriet die Diplom-Psychologin, die im Januar zum zweiten Mal Mutter wird. „Sich mit den eigenen, unabänderlichen Eigenschaften anfreunden aber das ändern, was sich ändern lässt“, ihr Tipp für mehr Zufriedenheit. Und wie schafft es Dr. Patrick Diemling, im Film noch so unverschämt jung auszusehen? „Ich werde gründlich rasiert und schlafe mit einem Plastesaurier auf dem Nachttisch!“ Am 25. November ist er um 18 Uhr im Ki.Ka zu sehen (“Ein Fall für die Erdmännchen“).

Zur Minderheit der Erst-Besucher des Speicherballs gehörte Havard Horde, der Norweger lebt seit sechs Jahren in Berlin. „Leckeres Essen, gute Musik“, fasste er seinen Eindruck zusammen, letztere kam einmal mehr von der Liveband „TanzBar“ aus Greifswald. Während die einen sich noch nicht vom Dessert trennen mochten, wagten die anderen bereits schwungvolle Drehungen auf dem Parkett.

Schließlich hatte Speicher-Eigner Hans Hermann Johnson (83) schmunzelnd bei Heike Sommer interveniert, um zu erreichen, dass sich tapfere Tänzer auch später noch am Büffet stärken konnten. Krass: Mit „visueller Verbalcomedy“ überraschte Diplom-Pantomimin und Comedienne „Bartuschka“ aus Berlin, die Überraschung begeisterte mit Tanz und Schnellzeichnen, entlockte nicht nur Lehrer Lutz und Anwalt Axel zahllose Aaahs und Ooohs und demonstrierte sehr plastisch, warum man mit Matrosen keine Liebe anfangen sollte.

Nachdem Heike Sommer in genügend lächelnde Gästegesichter geschaut hat und die Piraten ihre Beute an die DGzRS übergeben haben, denkt die Hotel-Direktorin schon wieder weiter: „Nach dem Ball ist vor dem Ball“.

Susanne Retzlaff

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