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Ribnitz-Damgarten Barth: Stadt will weniger Rosenrabatten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barth: Stadt will weniger Rosenrabatten
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00:00 14.01.2016
Auch sie soll weg: Rosenrabatte in der Barther Hafenstraße. Quelle: Detlef Lübcke
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Barth

Wenn im Juni die Rosen wieder erblühen, sollen sich Einwohner und Gäste der Stadt Barth nicht mehr über Unkraut in den Blumenrabatten ärgern müssen. Im vergangenen Jahr hatte das Erscheinungsbild besonders im Hafenbereich sehr gelitten und für Unzufriedenheit in der 8000 Einwohner-Stadt gesorgt. Mehrfach war das hohe Unkraut zwischen den Rosen in Stadtvertretersitzungen und Einwohnerversammlungen kritisiert worden. Der hohe Pflegeaufwand der vielen Rabatten hatte die wenigen dafür von der Stadtverwaltung eingesetzten Mini-Jobber offenbar überfordert.

Die Stadt hat daraus nun ihre Schlussfolgerungen gezogen. Auch weil die Kosten stetig steigen, soll die Grünflächen- und Rabattenpflege ab diesem Jahr neu organisiert werden. Der städtische Bauausschuss hat sich am Dienstagabend nochmals sehr, sehr lange mit diesem bereits im Herbst angeschobenen Vorhaben befasst.

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Die Bauausschussmitglieder gingen die lange Bestandsliste an Rabatten und Grünflächen in der Boddenstadt akribisch durch. Sie legten fest, welche Fläche bleiben soll und welche nicht.

Ein Fachunternehmen hatte der Stadtverwaltung den Hinweis gegeben, dass es durchaus möglich wäre, die Aufwendungen für die Rabattenpflege nachhaltig erheblich zu reduzieren. Voraussetzung wäre die Umgestaltung einzelner Pflanzflächen. Diese Umgestaltung sollte sich sowohl auf die Art der Bepflanzung als auch die Reduzierung der Pflanzflächen beziehen. Mit akzentuierter Bepflanzung ließe sich nach Ansicht der Fachleute ein gleicher, wenn nicht sogar besserer Effekt erzielen.

Einige Rabatten in Barth sollen nun zurückgenommen oder umgestaltet werden. Dazu zählen zum Beispiel die Rosenrabatten zwischen dem Hafenplatz und Holzerlandplatz.

Nicht alle Bauauschussmitglieder waren für eine Minimierung der Rabattenflächen. „In den Jahren davor hatte es mit der Rabattenpflege in Barth doch auch geklappt. Nur weil die Verwaltung das im letzten Jahr nicht richtig hinbekommen hat, gleich Flächen platt zu machen, das geht doch nicht an“, protestierte Lothar Wiegend (Die Linke). Die Rosen hätten Jahre gebraucht, um so prächtig heranzuwachsen. „Außerdem sind wir im vergangenen Jahr staatlich anerkannter Erholungsort geworden. Über Blumen würden sich Gäste freuen“, sagte Wiegand.

Laut Empfehlung des Bauausschusses soll die Rabatten- und Grünflächenpflege an ein Fachunternehmen vergeben werden. In den Pflegevertrag einfließen soll auch die Umgestaltung von Rabatten. Die Vergabe des Auftrages soll laut Auskunft des Stadtbauamtes am 27. Januar in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses erfolgen. Ziel soll es sein, die vorhandenen Rabatten und Pflanzflächen im Stadtgebiet so herzurichten, dass der Pflegeaufwand auf ein Minimum reduziert werden kann.

Die Verwaltung hatte zuvor die Möglichkeit geprüft, die Rabattenpflege komplett in städtischer Eigenregie auszuführen. Wie sich erwies, wären dafür jedoch zusätzliches Personal und mehr Arbeitsgeräte nötig. Doch mehr Geld in die Pflege zu stecken, ist für die Stadt angesichts der desaströsen Finanzsituation nicht drin.



Detlef Lübcke

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