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Ribnitz-Damgarten „Bürger für Barth“ wollen Freilichtbühne beleben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten „Bürger für Barth“ wollen Freilichtbühne beleben
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13:51 06.05.2019
Michael Schossow (l.) und Mario Galepp treten für die Wählergruppe Bürger für Barth an. Sie sind der Meinung, dass sich an der Freilichtbühne endlich etwas tun muss. Quelle: Anika Wenning
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Barth

 „Das ist ein trauriger Anblick“, sagt Mario Galepp, als er im Zuschauerraum der Freilichtbühne in Barth steht und sich umschaut. „Es kann doch nicht sein, dass hier lediglich zwei Veranstaltungen im Jahr stattfinden und das Gelände sonst leer steht und vor sich hin gammelt.“ Dabei sei die Lage der Freilichtbühne für Veranstaltungen optimal. „Hier stört man niemanden.“

Der 44-Jährige steht mit acht weiteren Kandidaten auf der Liste der Wählergruppe „Bürger für Barth“, die alle bei der Wahl zur Stadtvertretung am 26. Mai antreten. Mario Galepp, der lange als Einzelbewerber in der Stadtvertretung saß, hat sich im Februar der Wählergruppe angeschlossen. „Der Name ist für mich Programm. Ich bin Bürger und möchte etwas für Barth tun. Als Einzelkämpfer hat man es in der Stadtvertretung allerdings schwer, deshalb habe ich mich der Wählergruppe angeschlossen und ich hoffe, dass wir mehrere Sitze bekommen und gemeinsam für unsere Ziele kämpfen.“

Mehr Sauberkeit in der Stadt

Die Kandidaten beschreibt der 1. Vorsitzende der Wählergruppe, Michael Schossow, so. „Wir sind ein bunter Haufen und keine Politikprofis. Aber genau das macht uns aus. Wer eine Veränderung in der Stadt möchte, muss sein Kreuz auch mal woanders machen.“ In der kommenden Wahlperiode wollen sich die Kandidaten der Wählergemeinschaft unter anderem für Sauberkeit in der Stadt einsetzen. „Es kann nicht sein, dass wir nur eine öffentliche Toilette haben. Außerdem ist es wichtig, dass die Müllbehälter oft geleert werden“, meint Mario Galepp, der bei Thema Sauberkeit aber auch nicht nur die Verwaltung in der Pflicht sieht. „Jeder kann einen Beitrag leisten und zum Beispiel vor seinem Haus für Sauberkeit sorgen. Wir müssen die Bürger bei dem Thema mitnehmen.“

Gerade für den Bereich Tourismus sei der Ausbau des Radwegenetzes zudem ein wichtiges Thema. „Außerdem brauchen wir mehr Fahrradständer in der Stadt und Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos“, meint Michael Schossow. Und auch das Thema Darßbahn stehe auf der Prioritätenliste der Wählergruppe ganz oben. „Wir werden weiter den Finger in die Wunde legen und an dem Thema dranbleiben“, erklärt Mario Galepp.

Bürger sollen mitgenommen werden

Wichtig sei den Mitgliedern der Wählergruppe, dass die Bürger mitgenommen werden. „Wir müssen im Vorfeld mit ihnen reden, früh genug informieren und die Meinung der Bürger anhören“, sagt Mario Galepp. Schließlich würden in Barth viele engagierte Menschen leben, die sich auch einbringen möchten. „Wir haben über 70 Vereine in Barth“, meint Michael Schossow. „Es ist schön, dass wir uns als Stadt die Vereinsförderung noch leisten können. Und das muss auch in Zukunft unbedingt so bleiben.“

Schade sei, dass bei vielen guten Ideen, bei vielen Stadtvertretern häufig das Argument komme, dass der Stadt dafür das Geld fehle. Doch das wollen die Mitglieder der Wählergruppe nicht akzeptieren. „Es gab von uns beispielsweise in der Vergangenheit einen Antrag an einer Studie zur Belebung der Langen Straße teilzunehmen, aber das ist am Geld gescheitert. Dabei wäre das eine sehr gute Chance gewesen. Bei der Studie wäre untersucht worden, welche Probleme es gibt und wie diese gelöst werden können“, berichtet Michael Schossow. „Man muss doch auch vorausschauend denken und kann nicht immer sagen: Dafür haben wir kein Geld.“ Der 1. Vorsitzende gehört zu den Gründungsmitgliedern der Wählergruppe „Bürger für Barth“, die vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Bei der anstehenden Wahl am 26. Mai hoffen die Mitglieder auf eine hohe Wahlbeteiligung.

Das sind die Kandidaten

Am 26. Mai wird in Barth eine neue Stadtvertretung gewählt. Auf der Liste der Wählergruppe „Bürger für Barth“ stehen neun Kandidaten: Mario Galepp, Michael Schossow, Jens Uwe Gundermann, Bärbel Schuldt, Dirk Freiberg, Cornelia Müller, Achmed Klein, Wolfgang Gürtler, Bernd Sierleja.

Mehr zum Thema: Bauruinen verschandeln Stadtbild, Bummel-Meile und Barther Geschichte fördern, 67 Kandidaten treten in Barth an

Anika Wenning

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