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12:58 14.05.2019
Jürgen Kube tritt als Einzelbewerber bei der Wahl zur Stadtvertretung an. Quelle: Anika Wenning
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Barth

Jürgen Kube tritt am 26. Mai bei der Stadtvertreterwahl in Barth als Einzelbewerber an. Für den 57-Jährigem habe von Anfang an festgestanden, dass er sich keiner Partei oder Wählergruppe anschließe. „Ich möchte nur für meine Sachen einstehen“, sagt der Barther. Seit fünfeinhalb Jahren wohnt der gebürtige Niedersachse, der die ersten 50 Jahre seines Lebens im Raum Braunschweig verbracht hat, in Barth. „Nach der Heirat meiner Frau war das die beste Entscheidung meines Lebens. Wir sind hier ganz toll aufgenommen worden. Die Menschen sind hier sehr hilfsbereit. Ich wohne sehr gerne in Barth.“ In Zukunft will er sich durch die Arbeit als Stadtvertreter mehr in seiner neue Heimat einbringen. „Ich möchte mitgestalten und meine Ideen mit einbringen.“

Sein politisches Interesse sei durch ein Ereignis ausgelöst worden. „Alles fing mit der neuen Parkgebührenordnung an“, erinnert sich Jürgen Kube. Anwohner der Baustraße wehrten sich im Juni vergangenen Jahres gegen diesen Beschluss der Stadtvertreter. Denn ab Herbst sollten sie plötzlich 3,50 Euro täglich zahlen, wenn sie auf ihrer Straße parken wollen. Die Anwohner forderten stattdessen einen Anwohnerparkausweis. Gemeinsam mit seiner Frau Iris sammelte Jürgen Kube, das Paar wohnt selbst in der Baustraße, Unterschriften. „Das Ganze hat mein Interesse geweckt und mir gezeigt, dass man nicht nur meckern sollte, sondern auch tätig werden muss und damit auch etwas erreichen kann, wenn man vernünftige Argumente hat. Politisch interessiert war ich schon immer, aber bisher habe ich noch kein politisches Amt gehabt.“

Sein Vorteil sei die Bürgernähe. „Ich bin ein ganz normaler Bürger. Ich bin nicht selbstständig, sondern angestellt und würde als Stadtvertreter keine eigenen Interessen vertreten“, sagt Jürgen Kube. Durch die Unterschriftensammlung habe er Kontakt zu vielen Menschen in Barth gehabt, sei mit ihnen ins Gespräch gekommen und habe von ihren Problemen erfahren.

Touristische Infrastruktur ausbauen

Eine große Herausforderung sieht der 57-Jährige vor allem in der touristischen Infrastruktur, die in den kommenden Jahren dringend ausgebaut werden müsse. „In den nächsten fünf Jahren sollen hier über 2000 Gästebetten entstehen. Da habe ich Bedenken. Denn schließlich müssen wir den Touristen auch etwas bieten. Außerdem brauchen wir qualifizierte Fachkräfte.“ Durch seinen Beruf – Jürgen Kube ist als Sachverständiger in ganz Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und überprüft unter anderem Hotels – kenne er die Touristen-Hotspots in der Region. Da habe Barth auf jeden Fall noch Nachholbedarf.

Doch nicht nur der Tourismus müsse in Barth gefördert werden. „Wir müssen Barth auch als Gewerbe- und Handwerkerzentrum stärken.“ Um die Innenstadt zu beleben, könne man Start-Up-Unternehmen die Ladenlokale anbieten und die Stadt könne ein Jahr lang die Kaltmiete übernehmen. In anderen Städten funktioniere dieses Modell schließlich auch.

Mehr zum Thema: Barther Hafen mit Leben füllen, „Bürger für Barth“ wollen Freilichtbühne beleben, Bummel-Meile und Barther Geschichte fördern, Bauruinen verschandeln Stadtbild, 67 Kandidaten treten in Barth an

Anika Wenning

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