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Ribnitz-Damgarten Barther Bodden Bühne startet Proben für neues Stück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Bodden Bühne startet Proben für neues Stück
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13:52 22.05.2019
Martin Schneider (r.), Intendant der Vorpommerschen Landesbühne, Regisseur und Autor des neuen Stücks erklärt Ausstatterin Ulrike Gehle, wie die Figur des Haldor (Henning Wolff) angelegt ist. Quelle: Simone Hamann
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Barth

Mystischer Nebel liegt an diesem Nachmittag über dem Hafen der Vinetastadt Barth. Die perfekte Kulisse für das neueste Stück der Barther Bodden Bühne. „Die Wikinger kommen“ wird in diesem Sommer im Theatergarten der vorpommerschen Kleinstadt aufgeführt. Die Premiere ist am 13. Juli. Bis zum 30. August sind drei Vorstellungen pro Woche geplant.

20 Darsteller müssen eingekleidet werden

Nur wenige hundert Meter vom Hafen entfernt, ruft Ausstatterin Ulrike Gehle heute zur Kostümprobe. Auf mehreren Metern Kleiderständer hängen schwere, lange Fellmäntel, Umhänge, Hemden aus derben Stoffen und einige schlichte Kleider. „Alles aus dem Fundus der Vorpommerschen Landesbühne“, erklärt Ulrike Gehle. Sie ist für die Kostüme der Darsteller und die Ausstattung der Bühne zuständig. 20 Personen, Schauspieler, Eleven der Theaterakademie und Laien, muss sie für das neue Sommer-Open-Air einkleiden. In einem dicken Skizzenheft hat sie sich Gedanken zu den verschiedenen Charakteren notiert, Fotos von Menschen in Wikingerkostümen und Requisiten eingeklebt. Annika Nippoldt (21) spielt eine Einheimische, die Tochter der Herzogin. „Du bist die einzige Frau in dem Stück, die ein Kleid trägt“, erklärt ihr Ulrike Gehle. Ein edler Mantel und üppiger Schmuck ergänzen das Kostüm. Das Kleid ist etwas eng. „Da müssen wir wohl den Knopf versetzen“, sagt Ulrike Gehle zu Schneiderin Martina Witt.

Die Barther Bodden Bühne startet mit den Proben für das neue Open-Air-Stück. In diesem Jahr landet eine Horde Wikinger an der Küste von Vorpommern an. Rund 20 Personen spielen mit. Es geht um Drachenboote, starke Frauen, wilde Wikinger, Intrigen und natürlich Liebe. Bevor die Proben beginnen, bat Ausstatterin Ulrike Gehle zur Kostümprobe.

Starke Frauen bestimmen das Stück

Hannah Ostermeier, Elevin der Theaterakademie, spielt eine der Hauptrollen – Freya ist die Chefin der Wikingerfrauen – starke, selbstbewusste Frauen, die mit Äxten und Sperren bewaffnet sind und großartige Drachenboote bauen, auf die es eine Horde wilder Wikinger abgesehen hat. Die 23-Jährige spielt schon das dritte Jahr an der Bodden Bühne. Als taffe Freya trägt sie eine schwarze Bluse und schwarze Korsage. „Passt! Da kommen dann noch ein grauer Rock und Stulpen dazu“, erklärt Ulrike Gehle zufrieden.

Neuer Intendant

Die Vorpommersche Landesbühne in Anklam hat seit Anfang Mai einen neuen Intendanten. Der 35 Jahre alte Martin Schneider folgte auf Wolfgang Bordel (68), der die Bühne 36 Jahre lang leitete. Bordel war damit der dienstälteste Intendant Deutschlands gewesen. Schneider ist dem Theater zufolge der jüngste Intendant Deutschlands.

Er wurde in Altdöbern in der Lausitz geboren. Von 2004 bis 2009 studierte er an der Theaterakademie Vorpommern und wurde im Anschluss Leiter der Barther Bodden Bühne. Schneider ist auch als Schauspieler und Regisseur tätig. Für das neueste Stück der Bodden Bühne fungiert er als Autor und Regisseur.

Das Stück „Die Wikinger kommen“ hat der neue Intendant der Vorpommerschen Landesbühne, Martin Schneider, geschrieben. Er führt auch Regie und freut sich, dass es endlich losgeht. Im Anschluss an die Kostümprobe ist die sogenannte Konzeptionsprobe. „Das Stück wird einmal gelesen, alle Darsteller lernen es kennen. Wir besprechen das Bühnenbild, den Probenablauf und stimmen die Termine“, erklärt er.

Knapp acht Wochen Probezeit

Acht Wochen wird dann intensiv geprobt. Das Stück spielt zu Zeiten der Wikinger, die auf der Suche nach ihrem verschollenen König, dem Yarl von Haitabu, vor mehr als 1000 Jahren an der Küste Vorpommerns anlanden. Dort treffen sie auf eine Schar Frauen, die auch mit einem Schiff über das Mare Balticum kam, sich niedergelassen hat und Drachenboote baut, schnelle, wendige Boote mit weiß-roten Segeln. Freya, die Anführerin, ist stets auf der Hut. Die Einheimischen beäugen die Fremdlinge argwöhnisch. Außerdem taucht da noch ein junger Mann auf, der sich Ari nennt und bei den Bootsbauerinnen in die Lehre gegen will.

Vorstellungen vom 13. Juli bis 30. August, immer mittwochs, freitags und samstags um 19.30 Uhr. Am 2. und 3. August gibt es keine Vorstellungen. Karten bei der Vorpommerschen Landesbühne unter Telefon 03971/2688800 und im Internet unter www.vorpommersche-landesbuehne.de

Simone Hamann

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