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Ribnitz-Damgarten Feuerwehr musste 111-mal ausrücken
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Feuerwehr musste 111-mal ausrücken
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15:44 01.02.2019
In der Baustraße in Barth brannte am 10. Mai ein Wohnhaus. Die Bewohner konnten über die Drehleiter gerettet werden. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Barth
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Barth

111-mal rückten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Barth im vergangenen Jahr aus. 2017 waren es insgesamt 89 Einsätze. Während die Zahl der Brände nur leicht gestiegen ist – von 31 im Jahr 2017 auf 34 im vergangenen Jahr – gab es bei der Technischen Hilfeleistung einen deutlicher Anstieg, von 58 Einsätzen auf 77. „Als Technische Hilfeleistung bezeichnet man alle Einsätze, bei denen es nicht brennt“, erklärt Mathias Thämlitz. Tragehilfen, Verkehrsunfälle, Beseitigung von Sturmschäden oder Überschwemmungen zählen unter anderem dazu.

Ärgerlich sei es, wenn die freiwillige Feuerwehr Aufgaben übernehmen müsste, für die eigentlich andere zuständig seien. So seien die Feuerwehrleute am 6. April auf der Kreisstraße Richtung Michaelsdorf nach einem Sturm einen Tag lang im Dauereinsatz gewesen, weil unter anderem Äste auf die Straße gefallen seien und diese beseitigt werden mussten. „Eigentlich wäre es Aufgabe der Straßenmeisterei gewesen. Sie müssen dafür sorgen, dass diese Äste schon vorher abgenommen werden und dass der Baumbestand gepflegt wird“, meint Mathias Thämlitz. Der 53-Jährige ist stellvertretender Wehrführer in Barth und übernimmt bis zur Wahl eines neuen Wehrführers im März auch dessen Aufgaben. Die Neuwahl ist notwendig, da der bisherige Wehrführer Martin Maak zurückgetreten war.

Feuerwehrleute gut ausgebildet

Da eine Drehleiter zur Ausstattung der Barther Feuerwehr gehöre, sei das Einsatzgebiet für solche Arbeiten sehr groß. „Die nächste Drehleiter ist in Stralsund und Grimmen“, berichtet Mathias Thämlitz. Und nicht nur technisch sei die Feuerwehr gut ausgestattet, auch die Kameraden seien gut ausgebildet. Fünf Rettungsassisten und ein Notfallsanitäter sind unter den Barther Feuerwehrleuten. Ein Grund, warum die Barther Feuerwehr im September zu einer Reanimation gerufen wurde, weil der Rettungsdienst eine weitere Anreise hatte. „Wir haben die Zeit überbrückt, bis der Rettungsdienst vor Ort war. Da wir gut ausgebildete Leute haben, war das möglich. Ein Gastlieger an der Bootswerft war auf seinem Boot zusammengebrochen“, sagt Mathias Thämlitz. Und auch wenn Rettungsdienst und Feuerwehr so schnell wie möglich vor Ort seien, seien auch die Ersthelfer sehr wichtig. „Das Allerwichtigste in so einem Fall ist die Herzdruckmassage. Aber viele haben Angst und wissen nicht, was sie tun sollen“, sagt der stellvertretende Wehrführer. Aber nichts sei schlimmer, als wegzusehen und einfach weiterzugehen, wenn Hilfe benötigt werde.

Dass die Zahl der Brände trotz des heißen Sommers 2018 nicht deutlich gestiegen sei, sei Glücksache. In Barth und Umgebung habe es keine Einsätze gegeben, die Barther seien lediglich als Unterstützung im Amtsgebiet zu zwei, drei Flächenbränden gerufen worden. Und auch die Wohnhausbrände, unter anderem am 10. Mai in der Baustraße, seien glimpflich abgelaufen. Alle Bewohner konnten über die Drehleiter gerettet werden. Eine Herausforderung für die ehrenamtlichen Helfer seien Zeiten, in denen es vermehrt zu Einsätzen komme. So habe es im September eine Woche gegeben, in der die Brandschützer mehrere Tage hintereinander und teilweise auch zwei Mal am Tag ausrücken mussten. Da von den 43 aktiven Feuerwehrleuten, mit der Reserveabteilung zusammen sind es 52, nur wenige in Barth arbeiten, sei vor allem die Einsatzbereitschaft am Tag ein Problem.

Im vergangenen Jahr bekam die Barther Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug. Quelle: Robert Niemeyer

Damit die Feuerwehr auch weiterhin technisch auf einem guten Stand bleibe, sei es wichtig, nachzurüsten. So konnte im vergangenen Jahr ein neues Tanklöschfahrzeug angeschafft werden. „Vom ersten Gedanken bis zum Abholen des Fahrzeuges hat es fünf Jahre gedauert“, berichtet Falk Matthies, Mitglied der Barther Feuerwehr. In diesem Jahr verkaufe die Gemeinde Zingst ihren alten Einsatzleitwagen an die Barther. Zudem bräuchte die Barther Feuerwehr in naher Zukunft einen neuen Gerätewagen Logistik.

Anika Wenning

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