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Ribnitz-Damgarten 1000 Besucher kamen zu den 18. Barther Kammermusiktagen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten 1000 Besucher kamen zu den 18. Barther Kammermusiktagen
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17:51 24.03.2019
Am Freitag debütierte die zwölfjährige Geigerin Jorinde Völker bei den diesjährigen 18. Barther Kammermusiktagen im Hotel Speicher. Quelle: Uwe Roßner
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Barth

  Konzertsaal, Salon, gemütliches Wohnzimmer, Tangoloft oder Nachwuchspodium – der Saal des Hotel Speicher Barths hält als Spielstätte viele Facetten bereit. In der Zeit der Kammermusiktage ist er der Ort der Begegnung, des gepflegten Austausches und eines unausgesprochenen Einverständnisses. Letzteres lautet: Klassische Musik gemeinsam in vollen Zügen genießen. Dafür ist der Violinist, Dirigent und Komponist Martin Panteleev seit Jahren zusammen mit seiner Familie und den eingeladenen Kollegen ein Garant.

Dies bestätigt erneut die diesjährige Festivalbilanz: Nach 2018 liegt die Auslastung der Kammermusiktage wieder bei einhundert Prozent. „Wir sind zufrieden“, äußert Beatrice Boeck vom Art-Club Martin Panteleev. Der Mittwoch habe sich als Abend für ein junges Publikum etabliert. Nicht nur. Denn am diesjährigen Abschlusswochenende gab es einige frische Gesichter. Ganz aktiv brachte sich dabei Jorinde Völker ein. Die zwölfjährige Kenzerin eröffnete den Freitagsreigen mit einer Sonate von Georg Friedrich Händel, Riedings Concertino Allegro sowie dem eingängigem „Rock A Bow Baby“. Jüngst errang die talentierte Geigerin bei Jugend musiziert in Greifswald einen ersten Preis. „Es war aufregend und hat Spaß gemacht“, sagte die glückliche Debütantin in Anschluss. „So ein Auftritt motiviert“, fügte Kathrin Schelling-Buxot hinzu. Seit dem vierten Lebensjahr ist Jorinde ihre Schülerin. Die Violinlehrerin der Musikschule Vorpommern-Rügen empfand die Festivalstimmung als gemütlich und die Zuhörer aufmerksam.

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Innerhalb der breit gefächerten Abschlussgala nahmen sich Martin Panteleev und seine Frau Lida Zeit, die scheidende Martina Schaumann mit einem Lilienstrauß und Maurice Ravel „Tzigane“ herzlich für ihr Engagement im Vorstand seines Art-Clubs zu danken. Nach all den Jahren und der erspielten Publikumsgunst ist es trotzdem etwas verblüffend, wenn beim Künstlerischen Leiter nach dem letzten verklungenen Ton erleichtert ausatmet. Denn nicht nur nach Richard Wagners „Sigfried Idyll“ verharrten die Zuhörer in dieser Saison wie gebannt in einem Moment der Stille bevor ihr Beifallssturm losbrach.

Uwe Roßner

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