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Ribnitz-Damgarten Barther Kornspeicher kommt unter den Hammer
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Kornspeicher kommt unter den Hammer
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12:06 29.08.2019
Der Speicher in der Badstüberstraße. Für das Barther Denkmal wird am Freitag bei einer Auktion in Rostock ein neuer Besitzer gesucht. Quelle: Mario Galepp
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Barth

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Der Barther Kornspeicher wird versteigert. Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Badstüberstraße soll am Freitag ein neuer Besitzer bei einer Auktion der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG in Rostock gefunden werden. Das architektonische Kleinod wird für ein Mindestgebot von 58 000 Euro aufgerufen.

Fast 300 Jahre alt

Das Fachwerkgebäude symbolisiert ein Stück Barther Geschichte. Es wurde bereits 1727 vom Barther Kaufmann Joachim Meincke als Kornspeicher errichtet. Zur Straße hin überragt ein übergiebeltes Zwerchhaus in der Mitte das Dach, in dem der Lastenaufzug untergebracht ist. Der Hafenspeicher wurde nach einer Bauinschrift vermutlich 1748 um zwei Fünftel erweitert und ist einer der wenigen, die in Barth weder Spitzhacke noch Feuer zum Opfer fielen.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt

Obwohl das Erdgeschoss zu Anfang des 20. Jahrhunderts grundlegend erneuert wurde, sind wesentliche Teile der barocken Struktur des Gebäudes noch erhalten. Als Zeugnis der städtischen Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen ist es nicht zuletzt durch die erhaltenen Korntransportsysteme von Bedeutung. Bis in die 50er Jahre hinein betrieb die Firma Carl Bamberg aus Ribnitz (dort gegründet 1874) einen Zweigbetrieb ihres Getreide-Großhandels in dem alten Bauwerk. Gegenwärtig befindet es sich in Privatbesitz und wurde liebevoll saniert. Solche Erhaltungsmaßnahmen fanden um 2001 zum Beispiel am Dach und Holztragwerk und 2003 an Fassade, Fenster und den Außentüren statt, heißt es im Exposé zur Versteigerung. Daraus geht auch hervor, dass der Speicher im Barther Sanierungsgebiet liegt, der neue Besitzer die erhobenen Sanierungsbeiträge nicht mehr zahlen muss, weil sie bereits beglichen sind. Allerdings müssen potenzielle Interessenten am Freitag mindesten 58 000 Euro berappen, um neuer Eigentümer des Speichers zu werden.

Zehn Objekte aus Vorpommern-Rügen kommen unter den Hammer

Der Barther Speicher ist nicht das einzige Objekt aus Vorpommern-Rügen, dass am Freitag zur Versteigerung aufgerufen wird. Zehn Objekte aus dem Landkreis stehen im Auktionskatalog. Die Palette reicht von einer ehemaligen Volkshochschule über eine Ferienanlage bis hin zu einem reetgedeckten Wohnhaus in Vitte auf der Insel Hiddensee.Aus ganz Norddeutschland sind es insgesamt 52 Immobilien mit einem Auktionslimit von rund 5,2 Millionen Euro.

Von Udo Burwitz

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