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Ribnitz-Damgarten Barther Schulen starten Demokratie-Projekt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Schulen starten Demokratie-Projekt
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12:57 01.10.2019
Nike (v.l.), Paula, Angelina, Riccardo, Ole, Fabienne und Leonie erarbeiteten die Regeln für ihre eigene Gesellschaft. Quelle: Anika Wenning
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Barth

131 Schüler des Regionalschulteils des gymnasialen Schulzentrums in Barth nahmen am Montag an der Auftaktveranstaltung des Demokratieprojektes „Warm up!“ der Mecklenburger AnStiftung teil. Seit 2013 gehen die Referenten an Schulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern, um für Demokratie und ein respektvolles Miteinander zu werben. Sie kämpfen gegen Vorurteile, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Ziel sei es, ohne gehobenen Zeigefinger Demokratiebewusstsein zu stärken und demokratische Werte zu fördern. Das Projekt läuft insgesamt über drei Jahren und richtet sich an die Klassenstufen 8 bis 10.

Und nicht nur die Barther Regionalschüler nehmen an dem Projekt teil, am Dienstag fand die Auftaktveranstaltung in der Förderschule statt. Hier waren knapp 50 Schüler dabei. „Wir haben, wie sicherlich jede Schule, bei uns Schüler, die Auffassungen haben und Meinungen vertreten, die diskussionswürdig sind. Wir wollen damit offen umgehen. Wenn man es verschweigt, lodert es im Hintergrund“, sagte Dr. Matthias Schöpa, stellvertretender Schulleiter des gymnasialen Schulzentrums Barth.

Nulltoleranzstrategie

Beim Thema Fremdenfeindlichkeit verfolge die Schule eine Nulltoleranzstrategie. „Wir schauen nicht darüber weg“, stellte der stellvertretende Schulleiter klar. Das dreijährige Projekt sei eine gute Möglichkeit, um das Thema außerhalb des Unterrichts zu behandeln. Die Lehrer seien bei den Veranstaltungen ganz bewusst nicht dabei. „Die Schüler sollen ganz offen ihre Meinung äußern und darüber diskutieren“, erklärte Dr. Matthias Schöpa. Dabei gehe es nicht nur um die Themen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, sondern unter anderem auch um Sexismus und Cybermobbing.

Bei dem ersten Projekttag am Montag ging es zunächst darum, sich in den Workshops kritisch mit den Themen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung auseinanderzusetzen. Die Schüler sollten erklären, wie sie sich ein gutes Miteinander in einer Gesellschaft vorstellen und selbst beurteilen, ob das auch ein demokratisches Miteinander ist.

Regeln für eine Gesellschaft

Die beiden Referenten Marieluise Drewniok und Florian Pinnow arbeiteten mit den Schülern der Klasse 9b. Quelle: Anika Wenning

Jeweils zwei Referenten, Studierende der Universität Rostock, arbeiteten mit einer Klasse zusammen. In kleinen Gruppen erarbeiteten die Jugendlichen die Regeln für ihre eigene Gesellschaft. Fabienne und ihre Mitschüler waren sich einig. Gleichberechtigung und ein zivilisierter Umgang gehören zu einer gut funktionierenden Gesellschaft dazu. „Außerdem sollte niemand diskriminiert werden“, sagte die Neuntklässlerin. Ganz egal, ob er eine andere Hautfarbe oder Religion habe. Außerdem sollten die Schüler festlegen, wie sie in ihrer Gesellschaft dafür sorgen wollen, dass die aufgestellten Regeln auch eingehalten werden. „Die Arbeit mit der Klasse läuft sehr gut“, freute sich die Referentin Marieluise Drewniok. Einen festen Plan, welche weiteren Workshops in den kommenden drei Jahren angeboten werden, gebe es nicht. „Wir haben gewisse Kernangebote, aber ansonsten gehen wir individuell auf die einzelnen Schulen ein“, erklärte Projektmanager Mattes Heyde. Neben der politischen Bildung gehe es bei dem Projekt „Warm up!“ auch um kulturelle, soziale und persönliche Bildung. Musikworkshops, Exkursionen zu Gedenkstätten, ein Gespräch mit einem Aussteiger aus der Neonazi-Szene oder auch Anti-Cybermobbing-Seminare – all das sei möglich. „Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit den Schulen, welches Angebot für die jeweiligen Klassen sinnvoll ist“, sagte Mattes Heyde.

Wichtig sei aber auch, dass die Themen auch nach dem dreijährigen Projekt an den Schulen weiter diskutiert würden. „Wir vermitteln Referenten und helfen auch bei Anträgen, damit die Schulen finanzielle Unterstützung für weitere Projekte bekommen“, sagte Mattes Heyde.

Von Anika Wenning

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