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Ribnitz-Damgarten Barther gründen Spielplatz-Initiative
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther gründen Spielplatz-Initiative
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00:00 18.12.2014
Der Spielplatz am Holzreiterwall. Die Initiative will die Spielplatz- Situation in Barth verbessern.
Der Spielplatz am Holzreiterwall. Die Initiative will die Spielplatz- Situation in Barth verbessern. Quelle: Detlef Lübcke
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Barth

Barther Eltern, Bürger und Stadtvertreter haben die „Initiative zur Verbesserung unserer Spielplätze“ gegründet. Jetzt haben sie Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus ihren ersten Zusammenkünften vorgestellt.

Die Mitglieder haben ihre Aufmerksamkeit auf den Zustand aller Barther Spielplätze gerichtet. „Nicht der Neubau von Spielplätzen ist vorrangig gewollt, sondern die Aufarbeitung von Vorhandenem, die Schaffung von mehr Sitzmöglichkeiten sowie die Kombination von Angeboten für mehrere Generationen“, erklärt Stadtvertreterin Christa Klingner-Ahlert (SPD).

Ausgehend von den Standorten der städtischen Spielplätze in der Goethestraße, in der Badstüberstraße, am Bleicherwall, im Kenzer Landweg, am Brink, im Weidenweg sowie an der ehemaligen Zirkuswiese/Liebknechtstraße soll überlegt werden, welche von ihnen besonders erhaltenswert sind. Als wichtigstes Kriterium soll die Anzahl der in der Nähe lebenden Kinder hinzugezogen werden.

Einig sind sich die Spielplatzförderer über den Standort Barth-Süd. Konkret könnten sie sich den Innenhof hinter der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber als geeigneten Platz vorstellen. Drei Hauptgründe sprächen für diesen: So die frühere Existenz eines Spielplatzes an dieser Stelle, die Anzahl der Kinder im Umfeld sowie die mögliche Integration von Asylbewerberkindern. „Der einstige Spielplatz wurde wegen der ständigen Verunreinigungen abgebaut“, antwortete Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) auf eine Anfrage und fügte hinzu: „Man könnte es einem Auswärtigen kaum erklären, dass es im ganzen Stadtteil keinen Spielplatz gibt“. Als Idee für eine kostengünstige Realisierung wurde die Umsetzung der Spielgeräte von der Zirkuswiese an diesen Standort geäußert.

Stadtvertreter Holger Friedrich (SPD) äußerte sich positiv zur Einrichtung eines Mehrgenerationen-Platzes bzw. eines Fitness-Parcours für Senioren. Stadtvertreter Ernst Branse (CDU) hatte ein Faltblatt mit Abbildungen robuster und altersgerechter Freiluftgeräte mit verschiedenen Fitnesseffekten zur Verfügung gestellt. „So etwas sollte aber der zweite Schritt sein“, schränkte Holger Friedrich ein.

Allen Beteiligten ist klar, dass der Erhalt der Spielplätze mit einer nachhaltigen Ausstattung zeitgemäßer und wertbeständiger Geräte eine Menge Geld kosten würde — Mittel, die die Stadt nicht besitzt und auch nicht einfach so nebenbei aufbringen kann. Sie hoffen aber auf eine, zumindest teilweise, Lösung. Zum Beispiel durch die Einwerbung von Spenden und Sachleistungen bei Unternehmen, durch ein eventuelles Engagement der größeren Vermieter sowie über die Beantragung von Fördermitteln bei öffentlichen Trägern.

Ihren eigenen Beitrag wollen die Mitglieder der Initiative, darunter auch einige Schulkinder, auf jeden Fall leisten, auch wenn der aufgrund der bescheidenen Möglichkeiten und der hohen Kosten eher symbolischen Charakter trägt. So wurde schon im Clubraum des Heimatvereins mit dem Basteln bunter Spendenboxen begonnen. Sie liegen mittlerweile in Geschäften, Arztpraxen, Apotheken, Autohäusern und Einkaufsmärkten sowie in Gaststätten und Cafés aus. „Größere Spenden von Betrieben können prinzipiell auf das Konto der Stadt eingezahlt werden, wofür es dann auch eine Spendenbescheinigung gibt“, sagt Stadtvertreter Mario Galepp (parteilos).

Stand aufgebaut
Am Weihnachtsmarkt vom 19. bis 21. Dezember in Barth wird sich die
Initiative mit einem Verkaufsstand beteiligen. Der Erlös der verkauften Produkte, unter anderem eigene Basteleien und selbst gefertigte Babylätzchen, soll den Barther Spielplätzen zugute kommen.
Nicht der Neubau von Spielplätzen ist vorrangig gewollt.“ Stadtvertreterin
Christa Klingner-Ahlert (SPD)



Volker Stephan