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Ribnitz-Damgarten Bauarbeiten an Naturschutzstation gestartet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bauarbeiten an Naturschutzstation gestartet
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14:55 09.12.2018
Die Bauarbeiten an der Naturschutzstation Gruel haben begonnen. Quelle: Edwin Sternkiker
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Gruel

In Gruel haben die Bauarbeiten an einer Naturschutzstation begonnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 225 000 Euro. Bauherr ist die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow. Das Projekt ist Bestandteil einer im Sommer vorigen Jahres vom Kreistag abgesegneten Vereinbarung zwischen dem Landkreis Vorpommern-Rügen, der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow und der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe. Diese Vereinbarung beinhaltet neben der Errichtung der Naturschutzstation auch die Einrichtung eines „Pflegefonds unteres Recknitztal“. Ziel ist es, mit diesem gemeinsamen Projekt den Naturschutz in der Region noch stärker zu fördern.

„Fertiggestellt werden soll das Gebäude im Sommer nächsten Jahres“, teilte Hardo Wanke von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen mit. Im unmittelbaren Umfeld der Naturschutzstation, deren Träger der Nabu ist, sollen eine Streuobstwiese, eine naturnahe Wiese, eine Feldhecke und weitere Biotope angelegt werden.

Stiftung engagiert sich für Erhalt von Feuchtwiesen

Dass die Station am Rande des etwa 1470 Hektar großen Naturschutzgebietes Unteres Recknitztal errichtet wird, ist kein Zufall, denn das Flusstalmoor der unteren Recknitz zwischen Bad Sülze und Ribnitz-Damgarten ist von überregionaler Bedeutung, weil es vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. Neben der Recknitz und den Wäldern sind es vor allem die Feuchtwiesen zwischen Bad Sülze und Marlow sowie bei Freudenberg, Daskow, Pantlitz und Gruel, die das Gebiet prägen. Früher einmal waren im Recknitztal und anderen Flusstalmooren Mecklenburg-Vorpommern Feuchtwiesen weit verbreitet, doch durch großräumige Entwässerungen und intensive Landwirtschaft wurden sie immer weiter zurückgedrängt. Die Nabu-Stiftung engagiert sich neben anderen Naturschutzstiftungen bereits seit Jahren um den Erhalt der noch vorhandenen Feuchtwiesen.

Die Naturschutzstation wird Domizil einer Naturschutzfachkraft sein, die sich in den nächsten Jahren in enger Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Landwirt um die Pflege einer rund 35 Hektar großen Fläche kümmern wird. Vorgesehen ist auch ein naturschutzfachliches Monitoring auf dieser Fläche. „Diese setzt sich aus etwa 20 Hektar Feuchtwiese und 15 Hektar Trocken- und Magerrasen zusammen“, erläutert Wanke. Die Flächen befinden sich im Eigentum der Nabu-Stiftung oder sind über Dienstbarkeiten für Naturschutzzwecke zugunsten der Nabu-Stiftung oder des Landkreises rechtlich gesichert. Ein Arbeitsraum in dem Gebäude soll dem Nabu-Kreisverband zur Verfügung stehen.

Dauerausstellung zur Flora und Fauna des Recknitztals

Über die Nabu-Stiftung als Trägerin der Station werden nicht nur die Flächen betreut, die auf zunächst mindestens fünf Jahre angestellte Naturschutzfachkraft soll sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Dazu wird in Abstimmung mit der Gemeinde, der Nabu-Stiftung und mit fachlicher Unterstützung durch die untere Naturschutzbehörde des Landkreises eine Dauerausstellung in der Naturschutzstation aufgebaut werden. Mit deren Hilfe sowie über Vorträge und naturkundliche Führungen soll über die Flora und Fauna des unteren Recknitztals informiert werden. Angesprochen werden sollen mit diesen Angeboten neben interessierten Bewohnern der Region auch und vor allem Urlauber und Tagestouristen, die mit dem Rad in der Region unterwegs sind. Außerdem sind auch Schulklassen und Jugendgruppen eingeladen, die Angebote der Naturschutzstation im Rahmen der schulischen Bildung und Umwelterziehung zu nutzen. Um auch Wasserwanderern die Möglichkeit zu geben, die Naturschutzstation zu erreichen, soll im Bereich der alten Badestelle ein Zugang zur Recknitz geschaffen werden, informierte Wanke abschließend.

Edwin Sternkiker

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