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Ribnitz-Damgarten Ribnitzer Bahnhof wird ICE-tauglich gemacht
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ribnitzer Bahnhof wird ICE-tauglich gemacht
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15:56 12.11.2018
Der Bahnhof Ribnitz-Damgarten (West). Damit hier ab 9. Dezember ICE-Züge halten können, muss der Hausbahnsteig am Bahnhofsgebäude verlängert und erhöht werden. Quelle: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Auf dem Bahnhof Ribnitz-Damgarten (West) starten jetzt Bauarbeiten am Bahnsteig 1. Dabei geht es um eine provisorische Erhöhung des so genannten Hausbahnsteiges am Bahnhofsgebäude auf 55 Zentimeter über Schienenoberkante und eine Verlängerung des Bahnsteiges auf 185 Meter. Die DB Station & Service AG (Regionalbereich Ost) plant diese Arbeiten bis zum 7. Dezember abzuschließen. Die Veränderungen am Hausbahnsteig sind notwendig, um den Halt des Inter-City-Express (ICE) im Bahnhof Ribnitz-Damgarten (West) ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember zu ermöglichen.

Dass die Bernsteinstadt künftig ICE-Halt sein wird, hängt damit zusammen, dass die bisherige Intercity-Strecke (IC) Stralsund-Rostock-Hamburg-Hannover-Frankfurt- Karlsruhe weitestgehend auf ICE-Züge umgestellt werden soll. Darüber informierte die Deutsche Bahn AG im Sommer. Zwar wird es keine Veränderungen im Fahrplan geben und die Züge werden wie bisher viermal täglich in jeder Richtung verkehren. Da der ICE aber schneller unterwegs ist als der IC, besteht die Möglichkeit, einen Zeitpuffer herausfahren. Für die Reisenden bedeutet das, dass sie dadurch künftig mehr Zeit fürs Umsteigen haben werden.

Gebaut wird teilweise auch in der Nacht

Die Bauarbeiten auf dem Ribnitzer Bahnhof werden in der Zeit vom 12. November bis 7. Dezember teilweise auch zwischen 20 Uhr und 7 Uhr Uhr stattfinden, teilte Nancy Schumacher vom HTG Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH Schwerin mit. „Wir sind bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Beeinträchtigungen nicht gänzlich ausschließen“, sagte Nancy Schumacher weiter. Die Anwohner seien durch Wurfsendung über die geplanten Arbeiten informiert worden.

In der Zeit vom 19. bis zum 23. November wird das Gleis 1 voll gesperrt sein, die Züge fahren dann ausschließlich vom Gleis 2. Aus diesem Grund entfällt für diesen Zeitraum der Halt der vier IC 26/30 HamburgRostock – Ostseebad Binz in Ribnitz-Damgarten (West) sowie der Halt des RE 9 um 17.31 Uhr von Stralsund nach Rostock. Für den Wegfall dieses Haltes wird ein Zubringerbus von Ribnitz-Damgarten (Ost) nach Ribnitz-Damgarten (West) eingesetzt, wurde weiter mitgeteilt.

Shuttle-Bus zwischen Ribnitz und Damgarten

Da nach Beendigung der Bauarbeiten allerdings bis auf Weiteres nur ein Bahnsteig für den ICE auf dem Ribnitzer Bahnhof zur Verfügung stehen wird, müssen einzelne ICE-Halte nach Damgarten verlegt werden, wenn zwei Züge gleichzeitig in der Bernsteinstadt ankommen. In diesem Falle soll ein Shuttle-Bus die Fahrgäste von Damgarten nach Ribnitz transportieren. Dazu baut die Stadt mit Förderung des Landes neben dem Bahnhof in Damgarten eine Busaufstellfläche, informierte Bauamtsleiter Heiko Körner. Die Baustelle wird als Tagesbaustelle geführt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 30. November dauern, ergänzte Jan Moldenhauer vom Tiefbauamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten. Die von dieser Baustelle ausgehenden Störungen sollen so gering wie möglich gehalten werden, ganz ausschließen lassen sich Beeinträchtigungen aber auch hier nicht, so Moldenhauer. Bei Rückfragen steht er unter der Telefonnummer 03821/8934614 zur Verfügung.

Die jetzt stattfindenden Bauarbeiten auf dem Ribnitzer Bahnhof werden nicht die letzten sein. Oktober 2021 sollen erneut Bauleute anrücken. Laut Bahn sei dann der Neubau von Bahnsteigen geplant (OZ berichtete). Diese sollen künftig durch eine Unterführung zu erreichen sein. In Betrieb genommen werden sollen die neuen Anlagen dann im Dezember 2022.

In Ribnitz wurde Lok gewechselt

Am 1. Juni 1888 wurde die Eisenbahnstrecke Stralsund-Ribnitz für den Verkehr geöffnet, am 1. Juni 1889 folgte der Abschnitt zwischen Ribnitz und Rostock. Zum damaligen Zeitpunkt war Ribnitz noch Grenzbahnhof, da zwischen Ribnitz und Damgarten die Grenze zwischen Mecklenburg-Schwerin und Preußen verlief. Das hatte unter anderem zur Folge, dass in Ribnitz ein umständlicher Lokwechsel vorgenommen werden musste. Voraussetzung dafür war der Bau eines Lokschuppens und einer Drehscheibe. Erst spätere Verträge führten dann dazu, dass diese Lokwechsel nicht mehr nötig waren. Nachdem im Jahre 1950 die bis dahin selbstständigen Städte Ribnitz und Damgarten zu einer Stadt zusammengeschlossen worden waren, erhielt der Ribnitzer Bahnhof die Bezeichnung „Ribnitz-Damgarten West“ und der Damgartener Bahnhof die Bezeichnung „Ribnitz-Damgarten Ost“. Im Zusammenhang mit dem Aufbau des Faserplattenwerkes in Ribnitz auf dem Gelände des ehemaligen Flugzeugwerkes Walther Bachmann, Grundsteinlegung war im Dezember 1953, wurde der bereits aus der Zeit des Flugzeugwerkes stammende Gleisanschluss reaktiviert, dazu mussten die als Reparationsleistung nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion transportierten Schienen ersetzt werden. Mit der Aufnahme der Produktion im Faserplattenwerk erhöhte sich das Güteraufkommen des Ribnitzer Bahnhofs im Laufe der Jahre stetig. Vor allem Kohle und Baumstämme wurden hier für das Werk umgeschlagen, mehrmals pro Woche auch die fertigen Faserplatten.

Edwin Sternkiker

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