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Ribnitz-Damgarten Amt beantragt Finanzspritze für Schulabriss
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Amt beantragt Finanzspritze für Schulabriss
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17:05 28.02.2019
Die Dahlien-Grundschule Bad Sülze ist ein Plattenbau aus den 1980er-Jahren und sehr marode. Er wird durch einen Neubau ersetzt. Quelle: Anika Wenning
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Bad Sülze

Für den Ersatzneubau der Grundschule mit Hort Bad Sülze hat das Amt Recknitz-Trebeltal als Schulträger Fördermittel aus dem EU-Topf zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (Ilerl) beantragt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellen Kostenschätzungen auf etwa 4,9 Millionen Euro. Bestandteil dieser Kosten ist unter anderem der Abriss des alten Schulgebäudes nach Fertigstellung des Neubaus. Das Landwirtschaftsministerium als Hauptzuwendungsgeber teilte mit, dass die Gesamtkosten für diese Investition nicht die Fünf-Millionen-Euro-Marke überschreiten dürfen. Ansonsten würde die Förderung über Ilerl entfallen. Aus diesem Grund will nun das Amt Recknitz-Trebeltal versuchen, Teile dieses Vorhabens herauszulösen und dafür weitere Fördermöglichkeiten zu erschließen. Hintergrund: Für den Abriss des Plattenbaus liegt die aktuelle Kostenschätzung bei 380 000 Euro, gegenüber dem Angebot vom März 2016 ist das eine Kostensteigerung um über 180 000 Euro.

Nachnutzungskonzept sieht Bau einer neuen Sporthalle vor

„Ein Abriss wird aber nur dann gefördert, wenn es ein Nachnutzungskonzept für die frei werdende Fläche gibt. Ohne dieses Nutzungskonzept bräuchten wir den Antrag erst gar nicht stellen“, so brachte es Anke Haß, leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Recknitz-Trebeltal, in der Sitzung des Amtsausschusses auf den Punkt. Aus diesem Grunde musste darüber ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Dem Beschlussvorschlag, der sowohl die Herauslösung der Abrisskosten aus der Gesamtmaßnahme und die Beantragung weiterer Fördermittel als auch das Nachnutzungskonzept beinhaltete, stimmten bei einer Enthaltung sechs Amtsauschussmitglieder zu, vier stimmten mit Nein. Das Nachnutzungskonzept sieht unter anderem die Errichtung einer Sport- und Mehrzweckhalle mit Außensportanlagen auf dem Gelände des jetzigen Schulgebäudes, einen Outdoor-Bewegungsparcours und die Schaffung von Parkflächen für die Nutzer der Schule und Turnhalle vor.

Zwar war die Herauslösung der Abrisskosten aus dem Gesamtvorhaben unstrittig. Wie das Abstimmungsergebnis jedoch zeigt, konnten nicht alle Ausschussmitglieder dem Nachnutzungskonzept etwas abgewinnen. Stefan Schmidt, Bürgermeister von Dettmannsdorf-Kölzow, sagte, dass er das Ganze für „völlig überzogen“ halte. Und meinte damit vor allem den ins Konzept aufgenommenen Neubau einer Einfeld-Sporthalle. Es gebe doch schließlich eine Sporthalle, „die funktioniert“, so Schmidt. Dr. Doris Schmutzer, Bürgermeisterin von Bad Sülze, entgegnete, dass dieses Nachnutzungskonzept zunächst einmal nur Vorschläge aufliste, was auf dem frei werdenden Gelände „passieren könnte“. Derzeit wisse doch niemand, was in drei, vier oder gar zehn Jahren sein werde, so Schmutzer.

Bauarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen

Die jetzige Bad Sülzer Grundschule ist ein Plattenbau aus den 1980er-Jahren und sehr marode. Es stand die Frage: Sanierung oder Neubau. Ein Wirtschaftlichkeitsvergleich ergab, dass ein Ersatzneubau die kostengünstigere Variante gegenüber der Sanierung des alten Plattenbaus darstellt. Besonders die Betriebskosten sprachen dafür, die machen nämlich einen ganz erheblichen Teil des Haushaltes aus und können nun durch einen Neubau minimiert werden. Zudem kann dadurch auch die Barrierefreiheit gewährleistet werden. Aus diesem Grunde hat das Amt Recknitz-Trebeltal auf Grundlage des Beschlusses des Amtsausschusses Fördermittel für einen Ersatzneubau mit Hort beantragt. Die Planungen haben 2018 begonnen. Mit den Bauarbeiten gestartet werden soll in diesem Jahr. Stehen soll der Neubau 2021, dann erfolgt der Umzug der Schülerinnen und Schüler in den neuen Schulkomplex. Dem schließen sich dann die Abrissarbeiten am alten Schulgebäude an.

In der neuen, zweigeschossigen Schule können 120 Jungen und Mädchen lernen. Der Bau der Grundschule erfolgt in Kombination mit dem Hort, der Bestandteil der Kindertagesstätte „Gut behütet“ ist. Träger ist der ASB Regionalverband Warnow-Trebeltal. Vorteil: Durch die Integration des Hortes in das neue Schulgebäude müssen viele Räume damit nicht doppelt geschaffen werden.

Edwin Sternkiker

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