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Ribnitz-Damgarten Getreidespeicher II in Barth: Dachstuhl ist aufgesetzt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Getreidespeicher II in Barth: Dachstuhl ist aufgesetzt
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11:51 25.03.2019
Der hölzerne Dachstuhl und die stählerne Stützkonstruktion des Getreidespeichers II in Barth sind neu angebracht worden. Quelle: Volker Stephan
Barth

Mit dem Aufsetzen des Dachstuhls auf den ehemaligen Siloturm des Getreidespeichers II ist nun für jedermann die endgültige Silhouette des traditionsreichen Gebäudes am Barther Osthafen erkennbar. Die Umbauarbeiten hatten Mitte 2016 begonnen. Im Speicher entstehen insgesamt 71 Ferienappartements unterschiedlicher Größen sowie ein Restaurant. Ergänzt werden sie durch ein nebenstehendes Parkhaus.

Nachdem bis Mitte der Woche das stählerne Grundskelett des Dachstuhls montiert worden war, erweiterten es Zimmerleute in den vergangenen beiden Tagen um die Holzkonstruktion, die das Ziegeldach tragen wird. Auch das oberste Segment des Fahrstuhlschachtes unter dem Dachstuhl stellt ein markantes Merkmal der Baustelle in luftiger Höhe dar. Im Grunde genommen wird sich die wasserseitige Gebäudesilhouette des Barther Hafens in diesem Bereich nicht wesentlich ändern, außer dass der Turm um ein halbes Geschoss sowie die übrigen Gebäudeteile um ein abgestaffeltes Geschoss in Holzrahmenbauweise höher sein werden.

30 Tonnen Stahl verbaut

Gefertigt und montiert worden ist die stählerne Tragekonstruktion durch den Barther Metallbaubetrieb TAB. Zusammen mit dem inneren Stützkorsett des Siloturms (Grundfläche von 13 x 11 Metern; Höhe 14 Meter) wären hier etwa 30 Tonnen Stahl verbaut worden, informierte TAB-Geschäftsführer Peter Thum. Weil die einstmals selbsttragende Konstruktion des Neunkammersilos nach dem Abriss ihrer Zwischenwände die statische Sicherheit verloren habe, sei die stählerne Hilfskonstruktion zur Abstützung des entstehenden Hohlkörpers unumgänglich gewesen. Mittlerweile jedoch wären die Stahlträger und -streben in den neu geschütteten Betonzwischenwänden und Geschossdecken verschwunden und garantierten ihnen zusätzliche Stabilität.

Stützkonstruktion für den Siloturm des Getreidespeichers in Barth. Quelle: Volker Stephan

Wegen der andauernden Arbeiten am Siloturm ist dieser als einziger Teil des in drei Bauabschnitte gegliederten Gebäudekomplexes noch eingerüstet. Jedoch lässt der ungehinderte Blick aus der südwestlichen und südlichen Perspektive auf die bereits freiliegenden Fassadenteile eine durchaus gelungene, denkmalgerechte und stilvolle Sanierung erahnen. Sogar die alten eisernen Gitterfenster sind im TAB aufgearbeitet und angepasst worden. Von außen vor die neuen Holzfenster gesetzt, sollen sie den Industriestil der Fassade bewahren - so wie vom Denkmalschutz gefordert.

Bau noch in diesem Jahr fertig

Während im nördlichen III. Bauabschnitt die Rohbauarbeiten abgeschlossen seien, gäben sich im südwestlichen und südlichen Gebäudeteil die beim Innenausbau tätigen Gewerke die Klinken in die Hand, berichtete Bauleiter des Bauherren. Im Bauabschnitt I sei zudem schon die Heizungsanlage in Betrieb. „Die Betonsanierung der früheren Förderbrücke mit dem Verladehäuschen an der Hafenkante ist ebenfalls abgeschlossen.“

„Trotz eines durch die Behörden verhängten neunmonatigen Baustopps (u.a. aus Gründen des Vogelschutzes, wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls sowie wegen DDT-Befall) wird das Vorhaben in diesem Jahr abgeschlossen, zeigte sich der Investor zuversichtlich.

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