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Ribnitz-Damgarten Vom Winterlager ab ins Wasser
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Vom Winterlager ab ins Wasser
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15:56 24.03.2019
Die Yachtservice-Mitarbeiter Uwe Heyer (am Lift) und Oliver Rothe (vorn) kranen die Axopar 37 "Ilsebill" nach dem Winterlager ins Wasser. Quelle: Volker Stephan
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Barth

Beim Barther Yachtservice hat das alljährliche Einsetzen der über den Winter eingelagerten Boote und Yachten begonnen. Als erstes Boot wurde auf Eignerwunsch die Motoryacht „Ilsebill“, ein 11,20 langer Gleiter des finnischen Herstellers Axopar, gekrant. Weil die Wassersportsaison eigentlich erst Ende März beginnt, musste ein größerer Aufwand betrieben werden, um an den Standplatz der Motoryacht heranzukommen. Zuvor mussten die Mitarbeiter des BYS nämlich eine Reihe anderer, auf standardisierten Lagerböcken ruhender Motor- und Segelyachten aus der Lagerhalle schieben.

Als die „Ilsebill“ erst einmal im Freien stand, dauerte es nur noch Minuten, bis sie unter Zuhilfenahme des kleineren Travellifts des maritimen Serviceunternehmens im Wasser des Slipgrabens schwamm. Vor der etwa achtstündigen Überführung der mit 2 x 350 PS motorisierten Yacht in ihren Heimathafen Großenbrode/Schleswig-Holstein - mit 730 Litern Benzin im Tank nonstop möglich - musste sie durch einen Mitarbeiter des BYS gründlich aufpoliert werden. „Für solch ein Refit von Booten, wie deren professionelle Aufbereitung genannt wird, haben wir 2018 einen qualifizierten Mitarbeiter eingestellt, berichtete Torsten Brandt, der Geschäftsführer des Barther Yachtservice.

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Travellift bringt es auf 180 Tonnen

Als Alleinstellungsmerkmal seines Unternehmens nannte er die Möglichkeit, auch Mehrrumpfboote mit einer Länge bis zu 15 Metern und einer Breite bis zu 7,90 Metern mit stehenden Mast an Land zu hieven. Der 180-Tonnen-Travellift der Schiffswerft Barth macht’s möglich. Im zu Ende gehenden Winter hatte der BYS als größte Objekte drei Yachten von etwa 27 Metern Länge für Arbeiten am Unterwasserschiff eingelagert. Eigentlich versuche man, aufwändige Arbeiten und Sonderwünsche bereits vor der Hallenbelegung im Herbst einzuplanen, doch leider benötigten einige Eigner längere Bedenkzeit für ihre Entscheidung, bedauerte Torsten Brandt. Daraus resultierten dann Rangieraktionen wie im Fall der Axopar 37.

Den Barther Yachtservice gibt es jetzt seit 24 Jahren, angefangen hatte alles mit dem Yachtausrüstergeschäft in einer zum Geschäfts- und Wohnhaus umgebauten Werkshalle der früheren Bootswerft Barth. Torsten Brandt ist neben Sebastian Kunsch, dem heutigen Geschäftsführer der Schiffswerft, von Anbeginn dabei. Heute arbeiten bei ihm zwei Mitarbeiterinnen in Geschäft und Büro sowie vier Mitarbeiter im Servicebereich. Angeboten werden 150 Wasserliegeplätze sowie 120 Winterlagerplätze in Hallen und 100 weitere im Freilager. Als Investitionen sind ausschließlich Modernisierungen älterer Technik, wie des Travellifts sowie des Staplers, vorgesehen.

Schon jetzt Anfragen für den Winter 2019/2020

Allein mit den bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorhandenen Aufträgen ist der BYS bis Mitte Juni ausgelastet.„Unser Winterlager war ausgebucht und jetzt schon haben wir Anfragen für den Winter 2019/2020“, so die erfreuliche Information des Geschäftsführers. Auch die Nachfrage nach den Sommerliegeplätzen sei, trotz einer geringfügigen Fluktuation, gestiegen. „Das verdanken wir vor allem unseren Aktivitäten auf den Fachmessen in Hamburg und Düsseldorf sowie während der In-Water-Boat-Show Neustadt. Darunter ist aus unserer Sicht die letzte ‘Boot Düsseldorf’ Ende Januar die beste Messe seit Jahren gewesen.“

Wegen der großen Außenwirkung der maritimen Wirtschaft der Stadt Barth über Messen, die Fachpresse, das Internet und die Kunden wünscht sich Torsten Brandt von der neuen Tourismusmanagerin eine bessere Bündelung und Koordination der Marketingaktivitäten aller Beteiligten als in der Vergangenheit.

Volker Stephan

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