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Ribnitz-Damgarten Beine hoch für mehr Gesundheit
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Beine hoch für mehr Gesundheit
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16:44 27.06.2018
Während der Eröffnung eines Fitness-Parcours in Zingst am Mittwoch betätigt sich Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) als Vorturner. Quelle: Richter Timo
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Zingst

Mit einem Fitness-Parcours im Kurpark stärkt das Seeheilbad Zingst ein Standbein der Tourismuskonzeption. Natur, Fotografie und Gesundheit sind die großen touristischen Themen in Zingst. Während Natur und Fotografie bestens besetzt sind, gibt es laut Christian Zornow, in Sachen Gesundheit noch ein „deutliches Potenzial“ nach oben. 80 000 Euro hat die Kommune nun investiert, um aus einem alten Spielplatz für Kinder im Kurpark einen Fitness-Park zu machen.

Mehr Fitness-Angebote

Aktiv und gesund – das steht bei Peter Krüger ganz oben auf der Liste des gewünschten Befindens der Urlauber. Der Geschäftsführer der Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst sieht den Fitness-Parcours als weiteres Angebot. Denn auch am Experimentarium gebe es schon vier Übungsstationen. Im Kurpark gibt es nun spielerische Angebote, beispielsweise den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Dazu kommen ausgewiesen sportliche Elemente. Mit plakativen Anleitungen können Interessierte Unterschiedliche Muskelgruppen trainieren.

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Bürgermeister teilt aus

Bevor sich Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) als Vorturner betätigte teilte er aus: Zingst habe den Fitness-Park ohne Fördergeld gebaut. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern geht an den Ostseebädern vorbei – das ist nicht in Ordnung“, sagt der Bürgermeister zur Eröffnung am Mittwoch. Schon beim Neubau der Turnhalle habe Zingst einen zögerlichen Förderwillen registriert. Für Kuhn nicht nachvollziehbar, sei Zingst doch ein Einzugsort für Bewohner vieler Gemeinden im Umland.

Gesundheit wichtiges Thema

Das Thema Gesundheit steht in Verwaltung und Kommunalpolitik weit oben, bestätigt der Bürgermeister. So wird derzeit im Zusammenhang mit dem Bau eines Gesundheitshotels in der Birkenstraße Druck auf den Investor aufgebaut. Seit Jahren dümpelt das Projekt – dort soll den Planungen zufolge ein Hotel entstehen, in dem Ostseewasser als Heilmittel Einsatz findet – vor sich hin. „Das ist eine tolle Sache“, sagt der Bürgermeister. Allein fehlt „Butter bei die Fische“. Sollte der Vorhabenträger kurzfristig nicht konkrete Planungen vorlegen, werde sich die Gemeindevertretung von dem Vorhaben verabschieden, die Bebauungsplanung per Beschluss aufheben. Ein entsprechender Grundsatzbeschluss werde im September auf die Tagesordnung kommen, sollte in der Planung des Themenhotels weiterhin Stillstand herrschen.

Gut aufgestellt

Gleichwohl sieht Andreas Kuhn das Seeheilbad gut aufgestellt, wenn es um Gesundheitsangebote geht. Der neue „Spielplatz“ komme der Gesundheit zugute. Gleichzeitig werde innerhalb der Verwaltung darüber nachgedacht , in Spielplätze für die ganz Kleinen zu investieren.

Status war in Gefahr

Dass zusätzliche Angebote in diesem Bereich mehr als gewünscht sind, hat das Seeheilbad in der Vergangenheit gespürt. Vor Jahren war kurzzeitig ein Aus des „Kurmittelcentrums“ im Gespräch. Bei Wegfall der Einrichtung wäre der Status Zingsts als Seeheilbad gefährdet. Das Thema Gesundheit ist infolge einer Expertise zu einem wichtigen Standbein des Tourismus in Zingst gekürt worden.

Richter Timo

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