Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Benjamin Heinke neuer Amtsvorsteher: „Ich möchte dem Amt dienen“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Benjamin Heinke neuer Amtsvorsteher: „Ich möchte dem Amt dienen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:48 24.07.2019
Das Amt Darß/Fischland hat einen neuen Amtsvorsteher. Quelle: Timo Richter
Anzeige
Born

Benjamin Heinke (CDU) ist der neue Amtsvorsteher des Amtes Darß/Fischland. Mehrheitlich votierten die Mitglieder des Ausschusses am Dienstagabend für den Ahrenshooper Bürgermeister, in geheimer Wahl mit acht Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Christiane Müller, Bürgermeisterin von Dierhagen, hatte Heinke vorgeschlagen. „Jugend voran“, sagte sie.

Brücken bauen

„Wir haben einige Aufgaben zu lösen“, sagte Benjamin Heinke nach seiner Wahl. Das Amt solle erhalten bleiben. Er wolle Brücken bauen. Wichtig dabei sei, mit einander zureden. „Ich möchte mit allen gemeinsam den Weg gehen“, so der Ahrenshooper Bürgermeister.

Benjamin Heinke (CDU), Bürgermeister von Ahrenshoop und Amtsvorsteher des Amtes Darß/Fischland. Quelle: Privat

„Ich möchte keine Feindbilder aufbauen. Ich möchte dem Amt dienen“, sagt Benjamin Heinke. 2014 wurde er erstmals zum Gemeindevertreter gewählt. 2015 wurde er erster Stellvertreter des damaligen Bürgermeisters von Ahrenshoop, Hans Götze. Seit 2014 ist Heinke zudem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrenshoop.

Nach dem Erfolg bei der Kommunalwahl, bei der Heinke zum Ahrenshooper Bürgermeister und in den Kreistag gewählt worden war, habe sich in der Gemeinde Ahrenshoop die Frage gestellt, wie es mit dem Amt weiter gehen könne. „Einiges muss ein bisschen anders laufen“, sagt Benjamin Heinke. Die Verwaltung müsse stabilisiert werden, die Arbeit zu einem vernünftigen Alltag zurückkehren. „Ich möchte den Mitarbeitern das Gefühl geben, dass sie sicher sind“, so der 30-Jährige.

Amtsleitung klären

Eine wichtige Aufgabe sei, die Leitung der Verwaltung zu klären. Derzeit ist Birgit Drews lediglich amtierende Leitende Verwaltungsbeamte, nachdem im September 2017 die damalige Verwaltungsleiterin Katrin Kleist durch den Amtsausschuss von dem Posten abberufen worden war. „Alle Abteilungen im Amt sollen so arbeiten, wie sie arbeiten müssen“, so Benjamin Heinke.

Dabei gehe es nicht nur um die Führung des Amtes, sondern unter anderem auch um das Bauamt. Es sei zu prüfen, ob möglicherweise die eine oder andere Stelle neu geschaffen werden müsse bzw. könne. In der Vergangenheit war immer mal wieder der Vorwurf aufgekommen, das Bauamt sei für die Fülle an Arbeit, die in dem Tourismusgebiet unweigerlich anfällt, nicht angemessen aufgestellt. In einem eigenen Personalausschuss sollen laut Heinke diese Themen besprochen werden. Dabei soll größtmögliche Transparenz herrschen.

Heinke zum Swap-Deal: „Schaden von allen abwenden“

Eine mögliche Diskrepanz in den Funktionen Heinkes könnte die Auseinandersetzung zwischen dem Amt und der Gemeinde Ahrenshoop in Bezug auf das sogenannte Swap-Geschäft entstehen. Ein Verlust in Höhe von 570000 Euro zuzüglich Zinsen steht im Raum. Offen ist nach wie vor, ob und wer diesen Verlust aus diesem riskanten Währungsdeal zahlen soll. Das Geschäft war offenbar auf die Gemeinde Ahrenshoop abgeschlossen worden. Die Gemeindevertretung jedoch habe nie einem Beschluss dafür gefasst, hieß es zuletzt immer wieder aus Ahrenshoop. Der Abschluss des Geschäfts sei über das Amt getätigt worden.

Heinke, nun gleichzeitig Bürgermeister von Ahrenshoop und Amtsvorsteher des Amtes Darß/Fischland, ist beiden Seiten verpflichtet. Er sagt: „Für mich ist es wichtig, dass Schaden von allen abgewendet wird.“ Ziel also: Weder das Amt, noch die amtsangehörigen Kommunen sollen in irgendeiner Weise zahlen müssen.

Ob das funktionieren kann, können jedoch aufgrund der Komplexität der Materie nur Juristen herausfinden. Ein für den Juli vorgesehener Gütetermin sei laut Heinke in das nächste Jahr verschoben worden.

Scharmberg: „Ich hatte keine Ambitionen“

Heinke wird damit Nachfolger von Gerd Scharmberg. Fünf Jahre lang hatte der Borner Bürgermeister den Posten des Amtsvorstehers inne. Trotz Personalkrise im Amt und Swap-Zoff sagt er: „Es war eine schöne Zeit, es hat sich einiges bewegt“, sagte Scharmberg.

Gerd Scharmberg, Bürgermeister von Born, war zuletzt von 2014 bis 2019 Amtsvorsteher des Amtes Darß/Fischland. Quelle: Privat

Dass er eine Kandidatur als Amtsvorsteher angestrebt hatte, dementierte Scharmberg auf Nachfrage. „Ich hatte keine Ambitionen.“ Bereits im Vorfeld der Sitzung am Dienstag hätte sich herauskristallisiert, dass der Ahrenshooper Bürgermeister den Amtsvorsteher-Posten deutlich ambitionierter anstrebte.

Scharmberg – als zu diesem Zeitpunkt Noch-Amtsvorsteher – habe zu Beginn der Woche zwar ein Erörterungsgespräch mit einigen Mitgliedern des Amtsausschusses geführt. Dabei sei es jedoch vor allem um die Zukunft des Amtes und des Amtsausschusses mit einem neuen Amtsvorsteher Benjamin Heinke gegangen. „Ich bin gespannt. Auf jeden Fall werde ich nicht gegen ihn arbeiten, sondern ihn unterstützen. Es ist unser Amt, das auch meine Gemeinde verwaltet“, so der Borner Bürgermeister.

Müller und Roloff Stellvertreter

Erste Stellvertreterin von Benjamin Heinke ist Christiane Müller. Neun Ja-Stimmen erhielt sie von den Ausschussmitgliedern. Lediglich Gerd Scharmberg stimmte gegen sie. Zweiter stellvertretender Amtsvorsteher ist Prerows Bürgermeister René Roloff. Nur das zweite Ausschussmitglied aus Born, Mandy Krüger-Falk, stimmte gegen Roloff.

Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten DLRG Trophy wird in Prerow ausgetragen - 200 Rettungsschwimmer treten zum Wettstreit an

Rund 200 Rettungsschwimmer werden am 3. August in Prerow um den Sieg kämpfen. Das Ostseebad ist Austragungsort für den zweiten Wettbewerb der diesjährigen Trophy der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

24.07.2019

Auf 300 Quadratmetern werden in der Sundischen Straße 16 in Barth über 600 Exponate gezeigt.

23.07.2019

Ein 40-Jähriger war mit seinem Auto in Fuhlendorf in den Gegenverkehr geraten und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen.

23.07.2019