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Ribnitz-Damgarten Bezirkstonnenabschlagen mit Kaiserwetter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bezirkstonnenabschlagen mit Kaiserwetter
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12:57 10.06.2019
Andreas Levien aus Wustrow schlug die letzte Stäbe ab. Quelle: Elke Erdmann
Born

Die Original Mecklenburg-Vorpommersche Blaskapelle spielte am Pfingstsonntag um 10 Uhr zum Bezirkstonnenabschlagen in Born auf. Auserwählte Reiter und Wibke Michaelis, aktuelle Vizekreismeisterin in der Dressur von Vorpommern-Rügen, saßen auf ihren Rossen, um die auswärtigen Tonnenbünde gebührend zu empfangen. Das übernahm Hauptmann Stefan Ehrke im Federhut. „Schnaps, das war sein letztes Wort“, erklang jeweils zum Begrüßungstrunk. Zuerst kamen weiß bemützt die Reiter aus Wieck, Hauptmann Andreas Krüger mit Federhut. Es folgten die Ahrenshooper mit Alt- und Niehagen in Schiffermütze mit roter Rose. Die schlagkräftige Truppe brachte den amtierenden Bezirkstonnenkönig Andreas Völkner mit, der sich bereits zwölf Würden erkämpft hatte. „Alle sind heiß“, versicherte Bruder Thomas Völkner.

Die Prerower trugen unter ihren blau-weiß gestreiften Mützen Schutzhelme, Hauptmann Michael Mayer einen kleidsamen Zylinder. Sie führten die gertenschlanke Lisa Faulbaum mit. Zuletzt ritten die Wustrower an: rote Blume an weißer Schiffermütze, mecklenburgische Farben auf der Brust und fein bestickte Gürtel. Im Festzelt musizierte die Kaiserlich-Königliche Regimentskappelle, draußen die Kapelle Hochgräber. Holger Becker überreichte den Gästen ein schönes Buch, das aus den Fotos von 2014 zur Jubiläumsfeier 125 Jahre Borner Tonnenbund entstand, eine Sisyphusarbeit für ihn und Gestalterin Katharina Mau.

„Generationen komm un gohn,/ un all fiern sei er Tunnafschlogen./ Up’n Darß, up Fischland is dat so, /so schön as nirgens annerswo“, rezitierte er daraus die Verse vom Althäger Hermann Saatmann. Pietätvoll gedachten die Tonnenbrüder in einer Schweigeminute an verstorbene Mitglieder, die mit Herzblut dabei gewesen waren. Eine Überraschung brachte ein acht Minuten kurzer Farbfilm vom Bezirksfest 1956, den der Urlauber Karl-Otto Wedemeyer drehte, als 63 Reiter ziemlich ungeordnet durch die Reiterbahn galoppierten.

33 Reiter zogen durchs geschmückte Dorf

33 Reiter, acht Wagen und eine offene Kutsche mit der Jury machten sich auf den Weg durch das prächtig geschmückte Dorf, um die Bezirkskönige des Vorjahres abzuholen. Für den Althäger Andreas Völkner öffneten Annett und Gunnar Grolik gastlich ihr Haus und den schön gestalteten Garten, in dem sich alle sichtlich wohlfühlten. Das wiederholte sich am Haus Saatmann, wo der Stäbenkönig Marcus Trapp seine Reiterfreunde empfing und bewirtete. Da er wegen einer verletzten Hand nicht reiten konnte, schickte er Ben Seidler in die Bahn. Traditionsgemäß holten Kinder und Tonnenbrüder hier die von Henri Weimann gebauten Tonnen ab. Der Bodenkönig Olaf Fretwurst aus Niehagen empfing bei der Gastfamilie Philipp Schubert den gesamten Tross, der sich vor seinem Haus wie in einer großen Arena aufstellte. „So etwas sieht man im Fernsehen nicht“, meinte Monika Tzschirch aus Görlitz.

Erst nach 15 Uhr traf der Zug auf der Erlebniswiese ein, wo Bürgermeister Gerd Scharmberg die vielen Gäste unterhielt und amüsierte. Er kommentierte sämtliche Schläge. Als Richard Hahn (6) aus Rostock König wurde, feierten die Reiter den doppelten Bodenkönig Tom Konow. Der war gleich zu Beginn vom Pferd gestürzt und versetzte alle in Schrecken. Doch er stand wieder auf und erkämpfte sich den Orden. Es dauerte nicht lange bis Andreas Levien aus Wustrow die letzte Stäbe der Tonne abdonnerte. Das letzte Stück des Kreuzes erwischte Tobias Krüger, der in Born wohnt und für den Wiecker Tonnenbund reitet. Zuschauerin Tina Streicher aus Talheim am nahen Bodensee sagte: „Dieses Fest ist spannend und aufregend.“

Am Pfingstsonntag traten in Born die Tonnenbünde der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gegeneinander an. Tobias Krüger vom Wiecker Reiterbund wurde Bezirkstonnenkönig.

Elke Erdmann

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