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Ribnitz-Damgarten Bootshalle wird Graffiti-Kunstwerk
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bootshalle wird Graffiti-Kunstwerk
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14:15 09.05.2019
Graffiti-Künstler Mathias Oppen vor der alten Bootshalle im Ribnitzer Hafen. Der ehemalige Bernsteinschüler wird gemeinsam mit Jugendlichen die Halle neu gestalten. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Bevor die Bootshalle am Ribnitzer Hafen abgerissen wird, wird sie noch einmal schick gemacht. Anlässlich einer Themenwoche zum Schuljahres-Abschluss widmen sich die 7. Klassen der Bernsteinschule dem Thema Wasser und werden dabei die Halle unter anderem mit Graffiti-Kunstwerken verschönern. Vom 12. bis 14. und vom 17. bis zum 19. Juni finden in und an der Halle dabei verschiedene Workshops statt, die sich mit dem Kernthema beschäftigen.

Höhepunkt wird der sogenannte Ribnitzer Hafen Jam am Freitag und Samstag, 14. und 15. Juni. Graffiti-Profis aus Rostock, Leipzig, Lübeck und Berlin werden dann gemeinsam mit Schülern bzw. Jugendlichen sprayen. Geplant ist am Samstag auch ein sogenannter Battle, bei dem Graffiti-Künstler im Wettkampf um das schönste Bild gegeneinander antreten. Die Veranstaltung ist für jedermann zugänglich. „Wir versuchen mit der Veranstaltung eine etwas andere Zielgruppe anzusprechen und ein Thema zu transportieren, das sonst eher am Rande steht“, sagt Silke Kunz, Leiterin des Büros für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. Kooperationspartner des Hafen Jams sind der Segelclub Ribnitz, das Christliche Jugenddorfwerk, die Kitemafia aus Saal sowie die Stadtverwaltung.

In der Vergangenheit immer wieder Ziel von Sprayern, die Ribnitzer Klostermauer. Quelle: Edwin Sternkiker

Mit der Veranstaltung soll auch eine legale Möglichkeit für Graffiti-Sprayer angeboten werden. Seit Langem sind Schmierereien in der Bernsteinstadt ein Thema, dem sich vor allem Bürgermeister Frank Ilchmann gewidmet hat. Über den Hafen Jam hinaus sei angedacht, weitere Möglichkeiten zu schaffen. Unter anderem seien die Eigentümer der Garagen am Mittelweg angefragt worden, ob sie die Wände zum besprühen mit Kunstwerken zur Verfügung stellen. Gleichzeitig könnte daraus angesichts der Diskussion um fehlende Treffpunkte für Jugendliche in Ribnitz ein Angebot für Freizeitaktivitäten abseits des Marktplatzes sein.

„Solche Möglichkeiten nehmen wir dankbar an“, sagt Matthias Oppen, ehemaliger Bernsteinschüler. Neben seinem Beruf als Altenpfleger hat er sich mittlerweile als freischaffender Graffiti-Künstler ein zweites Standbein aufgebaut. Oppen hat unter anderem im Auftrag der Stadt oder auch der Wohnungsgenossenschaft am Bodden zahlreiche Wände oder auch Stromkästen künstlerisch gestaltet.

Bei einem Graffiti-Projekt an der Bernsteinschule im vergangenen Jahr entstand in Zusammenarbeit mit Lehrerin Susanne Ratajczak und dem Rostocker Graffiti-Künstler Alexander Kalfa die Idee zur Themenwoche und zum Hafen Jam. „Ich finde es wirklich gut, dass die Stadt legale Flächen sucht“, sagt Oppen. Die einzige Fläche, auf der sich Graffiti-Sprayer legal verewigen können, ist derzeit der Fahrradunterstand an der Bernsteinschule.

Je nachdem, wie die Veranstaltung Mitte Juni angenommen werde, sei eine Verstetigung denkbar, so Silke Kunz. So könnten Graffiti-Battles regelmäßig stattfinden. Die entstanden Kunstwerke könnten auf dem Marktplatz in Ribnitz ausgestellt werden.

Im Begegnungszentrum gibt es laut Christina Bonke, Schulleiterin der Bernsteinschule, auch – passend zum Thema Graffiti – bereits einen Breakdancekurs für Kinder. Ein zweiter für Jugendliche soll folgen. Beim Hafen Jam präsentiert der Breakdancer Mario Zschornack ab 18 Uhr „Breakdance made in Rostock“.

In der Vergangenheit hatten illegale Graffiti-Schmierereien immer wieder für Ärger gesorgt. Unter anderem war im Sommer vergangenen Jahres die Klostermauer in Ribnitz großflächig beschmiert worden.

Robert Niemeyer

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