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Ribnitz-Damgarten Mitarbeiter des Amtes Darß/Fischland wehren sich
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mitarbeiter des Amtes Darß/Fischland wehren sich
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17:01 14.05.2019
Mitarbeiter des Amtes Darß/Fischland widersprechen Vorhaltungen in einem offenen Brief des Bürgermeisterkandidaten Klaus-dieter Holtz (Unsere Heimat Born). Quelle: Timo Richter
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Born

Der Wahlkampf auf dem Darß trägt zuweilen bizarre Züge. Postwurfsendungen mit gegenseitigen Vorhaltungen verschiedene Wählergruppen gehören schon zum Alltag. Nun gab es einen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes Darß/Fischland und der Borner Kurverwaltung gerichteten offenen Brief vom Bürgermeisterkandidaten Klaus-Dieter Holtz (Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born). Mit einer Antwort wehrt sich die Mehrheit der Verwaltungsbeschäftigten gegen die Inhalte.

Durch den Bürgermeister und Amtsvorsteher Gerd Scharmberg würden Ängste geschürt, dass Mitarbeiter des Amtes und der Kurverwaltung ihre Jobs verlieren würden, sollte er Bürgermeister werden, schreibt Klaus-Dieter Holtz. Er wolle sich dagegen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Betriebsklimas einsetzen, heißt es in dem Schreiben. Im Vergleich mit anderen Ämtern sei in den vergangenen fünf Jahren ein sehr hoher Krankenstand zu verzeichnen.

„Die Ursache dafür sehe ich in der schlechten Amtsführung durch G. Scharmberg“, schreibt der Bürgermeisterkandidat. Viele Mitarbeiter litten unter der derzeitigen Situation, mehrere Beschäftigte hätten gekündigt, „weil sie unter Druck und entgegen ihrer Überzeugung handeln mussten“. Er werde die Mitarbeiter nie in die Lage bringen, ungerecht handeln zu müssen.

Keine politischen Marionetten

Das wollte die Mehrheit der Beschäftigten in der Verwaltung so nicht stehen lassen und verfassten eine Antwort. Sie nähmen die Arbeit, losgelöst vom jeweiligen Amtsausschuss und Amtsvorsteher sehr ernst und gewissenhaft wahr. „Wir sehen uns nicht als politische Marionetten der der derzeitigen Führung, wie es oft nach außen hin dargestellt wird.“

Der Amtsvorsteher unterstütze die Mitarbeiter bei der Umsetzung der in den Gemeinden demokratisch gefassten Beschlüsse. Dabei fungiere er nicht nur als Dienstvorgesetzter, sondern als rechtlicher Vertreter. „Der Amtsvorsteher trägt die Entscheidungen der Mitarbeiter des Amtes mit und seht sich für ein gutes Betriebsklima ein“, heißt es in dem Schreiben aus der Verwaltung. Er sei fair und lasse konstruktive Kritik zu. Gerd Scharmberg könne somit nicht nur Loyalität erwarten, er habe sie sich in den vergangenen Jahren verdient.

Absurde Unterstellungen

Angst um ihre Arbeitsplätze hätten die Mitarbeiter des Amtes nicht. Der Amtsausschuss habe sich im Zusammenhang mit dem Gemeindeleitbildgesetz für den Bestand des Amtes ausgesprochen. „Dies verteidigt Herr Scharmberg vehement.“ Es sei absurd, dem Amtsvorsteher die Drohung mit Jobverlust zu unterstellen oder ihn mit dem Krankenstand in Verbindung zu bringen, so die Mehrheit der Beschäftigten.

Vielmehr wurmt die Mitarbeiter etwas anderes: „Starken Einfluss auf unsere Sacharbeit haben der politische Umgang und die damit einhergehende Streitkultur in den Gemeinden.“ Davon sei keine Gruppierung ausgenommen. Viel wichtiger sei es, dass Fragen oder Beschwerden zum Verwaltungshandeln von Gemeindevertretern und Bürgern nicht am Amt vorbei an die Kommunalaufsicht oder gleich das Innenministerium gerichtet werden, wird in dem Schreiben betont. Die Fragen erst einmal „in unserem Amt“ zu klären, wäre eine wirkliche Wertschätzung der Arbeit. „Wir treiben einen immens hohen Aufwand, um uns immer wieder vor anderen Behörden oder Rechtsanwälten zu erklären.“ Ihre Zeit würden die Beschäftigten „gerne intensiver dem Bürger zugutekommen lassen“.

Timo Richter

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