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Ribnitz-Damgarten Born will in „kleinen Zweckverband“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Born will in „kleinen Zweckverband“
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00:08 24.03.2018
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Born

Ungeachtet des mittlerweile endgültig beschiedenen Aus des Zweckverbandes Maritimer Lückenschluss Warnemünde – Stralsund keimt auf dem Darß der Wunsch nach kommunaler Zusammenarbeit. Prerow und Wieck haben bereits eine touristische Kooperation mit Zingst beschlossen. Auch Born will in der vom Wiecker Bürgermeister Bernhard Evers als „kleiner Zweckverband“ bezeichneten Kooperation mitmachen. Einstimmig votierten die Gemeindevertreter für einen in Wieck und Prerow gleichlautend abgestimmten Beschluss. Einhellig wählten die Mitglieder des Gremiums Mandy Krüger-Falk (Bürger für Born) und Jürgen Schneider (Borner Alternative) in den Arbeitskreis. Vertreter sind Carsten Ludwig-Grosse und Yvonne Semmler. Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) und seine beiden Stellvertreter sind als Mitglieder in der neuen Runde gesetzt. Gegen die Stimmen von Klaus-Dieter Holtz und Jürgen Schneider (beide Borner Alternative) wurde am Donnerstagabend auch der Haushalt der Kommune für das laufende Jahr beschlossen. Cornelia Prehl vom Sachgebiet Finanzen im Amt Darß/Fischland betonte, der Etat sei ausgeglichen. Das Tilgen von Schulden könne planmäßig erfolgen. Kredite würden in diesem Jahr nicht aufgenommen, es solle aber eine Umschuldung erfolgen. Mit Stand Ende des zurückliegenden Jahres war laut Cornelia Prehl in Born eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1537 Euro zu verzeichnen.

Der Sozialausschuss ist wichtig für die spätere Vergabe von Wohnungen im BMK-Gebäude.Mandy Krüger-Falk, Bürger für Born Quelle: Foto: Timo Richter

Planungskosten im Plan

1537 Euro beträgt mit Stand Ende vergangenen Jahres die Pro-Kopf-Verschuldung in Born.

120 000 Euro stehen im mehrheitlich beschlossenen Haushalt für die Planung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses bereit. Gebaut werden soll im nächsten Jahr.

Einer der größeren Ausgabeposten in diesem Jahr ist die Planung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses. Dafür stehen 120000 Euro bereit. Scharmberg ging von einem Baubeginn im kommenden Jahr aus.

30000 Euro sind für Arbeiten am Feuerwehrgebäude vorgesehen. Das Geld wurde bereits im vergangenen Jahr für die Maßnahme festgelegt. Zudem soll auf der Erlebniswiese bis zur Saison wieder ein neues Spielschiff in Form einer Kogge aufgebaut werden. Einhellig warben Vertreter von Bürger für Born und Borner Alternative für den Fortbestand des Sozialausschusses der Borner Gemeindevertretung.

Jürgen Schneider forderte nach Ausscheiden Antje Hückstädts aus der Gemeindevertretung die weitere Belebung des Ausschusses. Klaus-Dieter Holtz bezeichnete den Sozialausschuss als wichtiges Gremium.

Mandy Krüger-Falk sah den Ausschuss beispielsweise bei der Vergabe von Wohnungen nach einem Ausbau des einstigen BMK-Gebäudes neben dem Sitz des Amtes Darß/Fischland gefragt.

Eigenen Worten zufolge nach Hinweisen von mehreren Mitgliedern der Gemeindevertretung hatte der Bürgermeister die Abberufung von Klaus-Dieter Holtz aus dem Betriebsausschuss der Gemeindevertretung beantragt. In geheimer Abstimmung votierten fünf Gemeindevertreter für den Beschlussvorschlag, drei stimmten dagegen, es gab eine Enthaltung. Die Abberufung kam somit nicht zustande, weil dafür eine sogenannte qualifizierte Mehrheit erreicht werden muss. Die Gemeindevertretung besteht regulär aus elf Mitgliedern, es wären somit sechs Stimmen für den Antrag Scharmbergs erforderlich gewesen.

Als „lebensfremd“ bezeichnete Scharmberg Vorstellungen zu einer Kurabgabe von bis zu fünf Euro je Gast und Tag, um somit einen kostenfrei zu nutzenden öffentlichen Personennahverkehr in der Region zu finanzieren. Die Idee war während einer Regionalkonferenz zum Thema Verkehr aufgekommen. Sollte einmal die Darßbahn fahren, so der Borner Bürgermeister, werde über die Linie 210, der „Brot- und Butterlinie“ der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen, zu reden sein.

Timo Richter

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