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Ribnitz-Damgarten Borner Tourismusausschuss will ganzjährig einheitliche Kurtaxe beibehalten
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Borner Tourismusausschuss will ganzjährig einheitliche Kurtaxe beibehalten

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18:00 17.01.2020
Die Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born hatte im zurückliegenden Jahr die Rückkehr zu zwei Reisezeiten sowie geringere Abgabesätze beantragt, das wurde zur Beratung in den Ausschuss übergeben. Dort sprachen sich die Ausschussmitglieder dagegen aus. Quelle: Stefan Sauer
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Born

Keine lautstarken Kommentare, keine persönlichen Angriffe – Born kann auch anders. Unter Leitung der Vorsitzenden Antje Hückstädt (Wählergemeinschaft Borner Alternative) haben die Mitglieder des Tourismusausschusses der Gemeindevertretung in ruhiger und sachlicher Atmosphäre getagt und das das erste Mal öffentlich. Themen waren Kurabgabe, Fremdenverkehrsabgabe oder Eintritt in den Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst – alles Themen, die zuletzt innerhalb der Gemeindevertretung regelmäßig zu Zerwürfnissen der politischen Gruppierungen geführt hatten.

Ausführlich tauschten die Mitglieder des Gremiums ihre Argumente für und wider einer einheitlichen Kurabgabe übers ganze Jahr aus. Die Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born hatte im zurückliegenden Jahr die Rückkehr zu zwei Reisezeiten sowie geringere Abgabesätze beantragt, das wurde zur Beratung in den Ausschuss übergeben.

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Ausgaben des Kurbetriebes sollen nicht gekürzt werden

Unter anderem verwiesen sowohl Mandy Krüger-Falk (Wählergemeinschaft Bürger für Born) als auch Yves Scharmberg, Betriebsleiter der Kurverwaltung, auf die Kalkulation. Auf deren Basis sei die Abgabe berechnet worden. Geringere Einnahmen würde mit einer Leistungsreduzierung einhergehen. Marc Fiege, Geschäftsführer des Gut Darß, ist als sachkundiger Einwohner in dem Ausschuss vertreten, er plädierte für ein Beibehalten einer einheitlichen Kurabgabe über das ganze Jahr hinweg. So kämen beispielsweise mit dem Mobilitätskonzept finanzielle Unwägbarkeiten auf Born zu.

Auch andere Einnahmequellen, etwa aus Mieten und Pachten oder den Parkplatzgebühren fließen laut Antje Hückstädt in die Kalkulation ein. Für den Vorstoß aus Schwerin, landesweit eine einheitliche Kurabgabe zu erheben, seien noch dicke Bretter zu bohren. Wenig Zustimmung erhielt die Vorsitzende für ihren Vorschlag, möglicherweise Ausgaben des Kurbetriebs zu verringern. Janine Dieckmann (Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born) betonte, die Kurabgabe sei für die Nebensaison „richtig viel Geld“. Eine breite Mehrheit empfahl, den Antrag der Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born in der Gemeindevertretung abzulehnen.

Mehreinnahmen durch Campingplätze

Private Vermieter bei der Fremdenverkehrsabgabe entlasten, Campingplatzbetreiber mehr belasten – das ist Ziel der Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born mit einer Änderung der entsprechenden Satzung. Janine Dieckmann forderte mehr Gleichbehandlung. Statt umgerechnet rund 1,20 Euro je Stellplatz auf dem Regenbogen-Camp bei Prerow anzusetzen, sollten 15 Euro je Stellplatz erhoben werden.

Das würde allein von dem Campingplatz jährliche Mehreinnahmen von rund 17 000 Euro bringen. Private Vermieter sollten statt 25 Euro je Bett nur noch 20 Euro pro Bett entrichten. Antje Hückstädt konnte die vergleichsweise geringe Belastung nicht nachvollziehen. „Der Campingplatz ist eine Goldgrube.“

Bei bestehender Regelung bleiben – Klagen vermeiden

Mit dem Campingbetreiber sollten laut Marc Fiege Gespräche über einen freiwilligen Beitrag, etwa bei der Unterstützung von Veranstaltungen geführt werden. Auch um Klagen zu vermeiden, sollte erst einmal bei der bestehenden Regelung geblieben werden. So lautete denn auch die mehrheitliche Empfehlung an die Gemeindevertretung.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten sich die Wählergemeinschaft Bürger für Born und die beiden stellvertretenden Bürgermeister gegen eine Absenkung der touristischen Einnahmen ausgesprochen. „Die Gefährdung der finanziellen Basis des Tourismusbetriebes“ würde nicht mitgetragen.

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Von Timo Richter

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