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Ribnitz-Damgarten Brandruine in Löbnitz: Noch immer keine Entscheidung zum Abriss
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Brandruine in Löbnitz: Noch immer keine Entscheidung zum Abriss

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09:01 18.03.2020
Am 9. November brannte in Löbnitz ein Wohnblock. Das Feuer war im Dachstuhl ausgebrochen. Quelle: Robert Niemeyer
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Löbnitz

Am 9. November 2018 brannte in der Gartenstraße in Löbnitz ein Wohnblock mit sechs Wohnungen, zwei Bewohner wurden bei dem Feuer verletzt. Die Brandruine steht noch. Eine Entscheidung der Gemeindevertreter für oder gegen den Abriss musste am 16. März vertagt werden. Denn der zuständige Mitarbeiter des Amtes Barth, Enrico Keller, kam nicht zur Gemeindevertretersitzung.

„Das lag in der derzeitigen Situation im Ermessen eines jeden Einzelnen, ob er an der Sitzung teilnimmt oder nicht“, erklärte Bürgermeister Manfred Zemke, der die Gemeindevertretersitzung nicht abgesagt hatte.

„Das Amt Barth hat den Bürgermeistern die Entscheidung überlassen, ob die Sitzungen stattfinden“, sagte der Löbnitzer Bürgermeister. Die Stadt selbst hatte am Montag angekündigt, alle politischen Sitzungen erst einmal zu vertagen, um das gesellschaftliche Leben soweit wie möglich herunterzufahren und einer Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.

Gemeinde will den Wohnblock abreißen

„Herr Keller sollte uns als Experte das Brandschutzgutachten näher erläutern und erklären. Wir als Laien haben keine Ahnung davon“, erklärte Manfred Zemke. Der Wunsch der Gemeinde sei es, den Block komplett abzureißen. Zumal in den Blöcken in Löbnitz sowieso Leerstand herrsche. „Wir wissen aber nicht, ob die Abrisskosten mit der Versicherungssumme abgedeckt sind“, sagte Manfred Zemke, der den Punkt „weitere Verfahrensweise Brandschaden Wohnhaus Löbnitz“ von der Tagesordnung nehmen musste. Bei dem Brand im November 2018 war ein Schaden von rund 250 000 Euro entstanden.

Das Feuer war im Dachgeschoss des Wohnhauses, in einer der Wohnungen, ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Dachstuhl schon lichterloh. In dem Haus standen vier Wohnungen leer, die beiden Dachgeschosswohnungen waren bewohnt.

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Von Anika Wenning

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