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Ribnitz-Damgarten Buch zeigt alte und neue Ansichten von Barth
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Buch zeigt alte und neue Ansichten von Barth
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05:48 16.03.2019
Heimatforscher Mario Galepp zeigt eine historische Aufnahme der Marienkirche Mitte der 80er Jahre. Quelle: Anika Wenning
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Barth

Seit fast 20 Jahren sammelt der Barther Mario Galepp historische Fotos und Postkarten. „Die Fotos kann ich schon gar nicht mehr zählen. Es sind Tausende. Ansichtskarten habe ich mittlerweile etwa 1500. Es kommen immer Neue hinzu. Die Karten habe ich alle nach Straßennamen sortiert, um einen Überblick zu behalten“, sagt der passionierte Heimatforscher. Während es von bestimmten Motiven, wie der Marienkirche, dem Markt, dem Hafen oder der Langen Straße, zahlreiche Karten gebe, seien andere Motive schon eine Seltenheit. Doch auch wenn sich die Motive doppeln, kleine Unterschiede gebe es immer.

Da seine Leidenschaft in der Stadt bekannt sei, komme es auch immer wieder vor, dass er im Briefkasten alte Fotos und Postkarten finde. „Manchmal weiß ich noch nicht mal, von wem sie sind und kann mich nicht bedanken“, sagt der Barther. Viele Fotos und Karten würden aus Nachlässen stammen. Doch auch bei E-Bay und Antiquariaten wird der Barther regelmäßig fündig. Dabei muss er für besondere Stücke schon mal tiefer in die Tasche greifen. „90 Euro war das Höchste, was ich für eine Ansichtskarte bezahlt habe. Wenn man überlegt, dass sie vor 80 Jahren fünf Pfennig gekostet hat, ist das schon immens“, sagt Mario Galepp. Beim Preis spiele es natürlich vor allem eine Rolle, wie hoch die Nachfrage ist. Bei Ansichtskarten würden verschiedene Gruppen von Sammlern angesprochen. Diejenigen, die wie er an der historischen Aufnahme interessiert sind, Sammler, die sich vor allem für eine bestimmte Zeit, meist die NS-Zeit, interessieren und solche, für die der Stempel auf der Karte am Interessantesten ist.

Lieblingsfach Geschichte

Schon in der Kindheit habe ihn die Geschichte interessiert. „Das war auch in der Schule mein Lieblingsfach. Es hat mich schon damals interessiert, was früher war. Ich würde so gerne mal eine Zeitreise machen“, sagt der Barther und lacht. Seit elf Jahren ist Mario Galepp auch Vorsitzender des Heimatvereins und engagiert sich dort in allen Bereichen. Privat sammelt er nicht nur Postkarten und Fotos von Barth. „Ich sammle alles, was mit Barth zu tun hat, unter anderem auch alte Siegel und Bücher. Ich habe alles im Original“, sagt der Barther. Bei den Fotos seien für ihn auch nicht nur ganz alte, historische Aufnahmen interessant, sondern auch Fotos, die kurz nach der Wende entstanden sind. „Ich fotografiere die Orte dann aus derselben Perspektive“, sagt Mario Galepp. So könne man sehr gut sehen, wie Barth sich entwickelt hat.

Individueller Kalender für Barth

Vor etwa zehn Jahren habe er angefangen, für Freunde und bekannte Kalender mit Fotos von Barth von früher und heute zu bekleben. „Ich habe immer so zehn bis 15 Stück gemacht. Eigentlich hatte ich immer ein Exemplar für mich zurückgelegt, aber das war dann auch jedes Jahr schnell weg.“ Als die Nachfrage immer größer wurde, habe er den Barther Christian Mähl von CMidesign mit ins Boot geholt und das Ganze auf professionelle Beine gestellt. Christan Mähl übernahm die Gestaltung und das Layout und aus den selbstbeklebten Kalendern wurden gedruckte Exemplare. „Wir machen immer eine 200er Auflage, aber die ist ruckzuck weg“, sagt Mario Galepp. Dass Schöne sei, dass in den Kalendern auch die Barther Feste vermerkt seien. „Es ist eben ein ganz individueller Kalender für Barth“, sagt Mario Galepp.

Als der Sutton-Verlag mit einer Buch-Idee auf den Heimatforscher zukam, war er gleich Feuer und Flamme. Das Buch mit dem Titel „Barth Gestern & Heute“ soll Ende Mai erscheinen. Gezeigt werden 55 Bildpaare, die die Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten dokumentieren. Zu jedem Bildpaar gibt es auch eine Erklärung. „Dass ist das, was bei den Kalendern fehlt. Ich wurde oft im Nachhinein gefragt, wo die Fotos aufgenommen wurden“, sagt Mario Galepp.

Serie „Barth damals und heute“

Die OSTSEE-ZEITUNG startet in der kommenden Woche mit der Bilder-Serie „Barth damals und heute“ und präsentiert historische Fotografien aus dem Archiv des Heimatforschers Mario Galepp. Dem gegenübergestellt werden aktuelle Aufnahmen aus derselben Perspektive. Die Bildpaare zeigen eindrucksvoll die Entwicklung der Stadt am Bodden.

Die Serie„Barth damals und heute“ erscheint immer sonnabends in der OSTSEE-ZEITUNG.

Anika Wenning

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