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Ribnitz-Damgarten Bücher, Bilder und Trophäen - Schatz des Jagdmuseums wächst
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bücher, Bilder und Trophäen - Schatz des Jagdmuseums wächst
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15:03 11.07.2018
Christopher Walther und Nicola Nibisch begutachten Werke einer Sammlung von Horst Juhl. Das Forst- und Jagdmuseum in Born hat rund 1000 Bücher und Zeitschriften sowie etliche Bilder und Skizzen aus dem Nachlass des Gründungsmitglieds des Freundeskreises des Museums in Born erhalten. Quelle: Richter Timo
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Born

Mit rund 1000 Büchern und Zeitschriften sowie etlichen Bildern und Zeichnungen ist der Mitbegründer des Freundeskreises des Forst- und JagdmuseumsFerdinand von Raesfeld“, Horst Juhl, in „sein“ Museum zurückgekehrt. Auf dem Weg von seinem Wohnort Bad Segeberg nach Born ist er vor 20 Jahren tödlich verunglückt. Hinterbliebene haben dem Museum in Born nun den Nachlass geschenkt. Aus Wiesbaden haben Mitarbeiter der Borner Kurverwaltung den umfangreichen Schatz auf den Darß geholt.

Museumsleiterin holte Trophäen in Berlin ab

Derweil reiste die Museumsleiterin Nicola Nibisch nach Berlin. Von dort brachte sie rund 35 auf dem Darß geschossene Trophäen mit. Die Stücke stammen aus dem Nachlass von Eckhart Seiler, stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises. Der Berliner hatte maßgeblichen Anteil daran, dass das Forst- und Jagdmuseum überhaupt in die Alte Oberförsterei einziehen konnte.

Alter Schreibtisch vervollständigt Büroausstattung

Und nun soll auch noch der Schreibtisch, an dem der einstige Oberförster Ferdinand von Raesfeld arbeitete, an den einstigen Standort in Born zurückkommen. Ein Patenkind der zweiten Ehefrau des einstigen Oberförsters hatte das gute Stück zur Hochzeit erhalten. Derzeit, so Nicola Nibisch, stehe der Schreibtisch in Ratzeburg. Weil die damals Beschenkte nun in eine kleine Wohnung umziehen will, fehle der Platz für den Schreibtisch. Die Museumsleiterin freut sich schon darauf, bald das einstige Büro Ferdinand von Raesfelds in der Alten Oberförsterei neu erstehen zu lassen. Stühle, Tische und einen Bücherschrank hat die umtriebige Museumsleiterin bereits im Inventar.Ins Hauptgebäude, so erste Überlegungen solle dann auch die Bibliothek einziehen. Mit Durchsicht der Bücher und Zeitschriften und deren Erfassung hat Nicola Nibisch eine umfangreiche „Winterarbeit vor sich. Noch wisse sie gar nicht, was sie alles aus den zig Karton holen werde. Zusammen mit dem bereits vorhanden Bestand an Literatur zu den Themen Forstwirtschaft und Hege werde es eine umfangreiche Bibliothek werden. Die könne möglicherweise fachlich Interessierten geöffnet werden.

Karikaturen Juhls wurden in Programmzeitschrift veröffentlicht

Die Bilder und Zeichnungen – dabei handelt es sich unter anderem um Karikaturen, die nicht nur in Fachzeitschriften, sondern auch in der Programmzeitschrift „Hör zu“ veröffentlicht wurden – will die Museumsleiterin zu neuen Ausstellungen zusammenstellen. Anders als für den Bücherschatz gibt es nicht die Auflage, die Bilder und Zeichnungen Horst Juhls zusammenzuhalten. Denkbar sei eine Verkaufsausstellung, deren Erlös dem Forst- und Jagdmuseum zugute kommen werde.

Kunsthändler nahm Bilder in Augenschein

Der Kunsthändler und -auktionator Christopher Walther hatte die Werke vor dem Transport auf den Darß in Augenschein genommen. Sie wiesen eine ansprechende Qualität auf, sagt der Wiecker. Nicola Nibisch ist bei den Vorhaben schon weiter. So könnten Postkarten mit den Karikaturen produziert werden, die Bilder in thematischen Sonderausstellungen gezeigt, dazu die neuen Trophäen, die auch erst einmal gesichtet werden müssen.

Nach Baugenehmigung Umzug des Museums für 2020 anvisiert

Bis das alles geschieht, wird das Jahr 2020 geschrieben. Denn erst dann rechnet Nicola Nibisch mit einem Umzug des Forst- und Jagdmuseums vom derzeitigen Standort in der Remise in den dann umgebauten einstigen Pferdestall auf der gegenüberliegenden Seite des Ensembles. Nach einem vor drei Jahren verhängten Baustopp unter anderem wegen einer fehlenden Erlaubnis zur Umnutzung des des einstigen Stalls und zu großer Nähe zu Bäumen, die früher eine Hecke bildeten, liegt die Baugenehmigung nun vor. Derzeit wird mit den seinerzeit beauftragten Unternehmen über den Weiterbau gesprochen, so Nicola Nibisch. Im September soll die Fenster eingesetzt werden, so ein erster fester Termin. Allein für den Umbau des alten Stallgebäudes rechnet die Kommune mit Kosten in Höhe von rund 600 000 Euro. Die Summe wird über einen Kredit finanziert.

Richter Timo

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