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Ribnitz-Damgarten Bürgerentscheid: Hafen kann gebaut werden
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bürgerentscheid: Hafen kann gebaut werden
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05:54 27.04.2015
Bürgerentscheid über neuen Hafen in Prerow (Vorpommern-Rügen): Nick Seidler (v.l.), Peter Schneider, Paula Mildahn und Jens Hannemann haben mit der Stimmenzählung begonnen.
Bürgerentscheid über neuen Hafen in Prerow (Vorpommern-Rügen): Nick Seidler (v.l.), Peter Schneider, Paula Mildahn und Jens Hannemann haben mit der Stimmenzählung begonnen. Quelle: Timo Richter
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Prerow

Der Hafen in Prerow kann gebaut werden. In einem Bürgerentscheid stimmten am Sonntag 52,5 Prozent der 854 Wähler für den rund zwölf Millionen Euro teuren Neubau. „Es fällt eine Spannung ab“, sagte der parteilose Bürgermeister Rene Roloff. Das Ergebnis zeige aber, dass es noch Kritiker gebe. „Die sollen mit in das Projekt einbezogen werden.“ Sie sollten sich an der weiteren Umsetzung beteiligen. Wahlberechtigt waren 1370 Einwohner, die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent.

Der mit Steinwällen geschützte Inselhafen soll als Etappe für Segeltouristen dienen und zudem Liegeplätze für den Seenotrettungskreuzer, ortsansässige Fischer und ein Fahrgastschiff bieten. Gleichzeitig soll er den seit Jahrzehnten umstrittenen Nothafen Darßer Ort ersetzen. Dieser liegt mitten in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Die Landesregierung hatte vergangenen Dienstag die Finanzierung des Projekts beschlossen. Für den Bau am Ende der 530 Meter langen Seebrücke und den Unterhalt wäre das Land zuständig. Der Hafenbau könnte bis zum Jahr 2019/2020 abgeschlossen sein.

Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte in den vergangenen Wochen stark für das Projekt geworben. Es sei nicht akzeptabel, dass 25 Jahre nach der politischen Wende immer noch keine vernünftige Lösung für das Dauerproblem Nothafen gefunden sei, betonte er. Die Landesregierung möchte den Streit um die Nutzung des Hafens und ständige Ausbaggerung seiner Zufahrt beenden. Auch derzeit ist die Zufahrt durch Sandablagerungen blockiert.



dpa