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Ribnitz-Damgarten Bürgermeisterwahlen: Weichen stellen für die Zukunft
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bürgermeisterwahlen: Weichen stellen für die Zukunft
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07:01 01.02.2019
Am 26. Mai findet in Mecklenburg-Vorpommern die Kommunalwahl statt. Quelle: Friso Gensch/dpa
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Ribnitz-Damgarten

Am 26. Mai hat Mecklenburg-Vorpommern die Wahl, genauer gesagt sogar die Wahlen. In diesem Jahr endet die aktuelle Wahlperiode der Stadt- und Gemeindevertretungen und der Kreistage. Und auch die der ehrenamtlichen Bürgermeister werden für die nächsten fünf Jahre neu gewählt. Wir haben im Amtsbereich Ribnitz-Damgarten sowie im Süden der Region einmal bei den Amtsinhabern nachgefragt, ob sie weitermachen wollen oder nicht. Dabei möchten einige die Weichen für die Zukunft stellen.

Hartmut Kolschewski, Bürgermeister der Gemeinde Lindholz. Quelle: Juliane Schultz

So wie Hartmut Kolschewski, Bürgermeister der Gemeinde Lindholz. „Ich werde noch einmal zu Wahl antreten. Trotz des schwierigen letzten Jahres: Mir macht es nach wie vor Spaß“, sagt der 65-Jährige. Allerdings werde er voraussichtlich zum letzten Mal kandidieren, um „für einen geordneten Übergang zu sorgen“, also einen möglichen Nachfolger zu finden und aufzubauen. Darüber hinaus gebe es in der Gemeinde noch einiges zu tun. Das Gemeindehaus in Breesen ist renovierungs-, die Straße von Böhlendorf nach Schabow sanierungsbedürftig. Kolschewski seit mehr als 24 Jahren Bürgermeister. „Im Mai werden es genau 25 Jahre sein. Dann feiere ich Silberhochzeit mit der Gemeinde Lindholz“, sagt er. 2014 trat Kolscheski als einziger Kandidat für den Bürgermeisterposten der Gemeinde Lindholz an.

Stefan Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Dettmannsdorf. Quelle: Peter Schlag

Auch für Stefan Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Dettmannsdorf, werde es die Letzte Kandidatur für das Bürgermeisteramt sein. „Ich werde kandidieren. Eine Aufgabe ist dann, wenn ich wiedergewählt werde, mich aktiv um die Nachfolge zu kümmern“, sagt der 68-Jährige. Auch Schmidt ist seit mehr als 20 Jahren Bürgermeister, war bei der letzten Wahl der einziger Bewerber. „Es bleibt noch einiges zu tun“, begründet Stefan Schmidt seine Entscheidung. Der Neubau einer Sporthalle und der Neubau einer Kita sind Projekte, die in der aktuellen Legislaturperiode angeschoben worden sind. „Das möchte ich weiter begleiten“, so der Dettmannsdorfer Bürgermeister.

17 Jahre ist Bad Sülzes Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer mittlerweile im Amt. „Ja, ich werde wieder kandidieren. Es gibt noch viel zu tun“, sagt die 60-Jährige. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Sanierung des Kurparks. Außerdem soll in den

Bad Sülzes Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer. Quelle: Robert Niemeyer

nächsten Jahren neuer Wohnraum in der Dahlienstadt geschaffen werden. Doch auch für Schmutzer sei, sollte sie am 26. Mai gewählt werden, es die letzte Legislaturperiode. „Ich möchte die Stadt in sicheres Fahrwasser bringen und versuchen, einen Nachfolger aufzubauen.“

„Ich liebe meine Heimat und schätze die gute Zusammenarbeit mit den Gemeindevetretern, Bürgern , Vereinen, Betrieben und der Kirche“, sagt Andrea Eichler. Grund genug also, um abermals für den Posten der Bürgermeisterin der Gemeinde Semlow zu kandidieren.

Andrea Eichler, Bürgermeisterin der Gemeinde Semlow. Quelle: Susanne Retzlaff

„Wir halten und gestalten zusammen. Das macht mich stolz“, sagt die 44-Jährige. Seit Juni 2011 ist Eichler, nach dem Rücktritt von Amtsvorgänger Siegfried Schulze zunächst kommissarisch, seit November 2011 schließlich gewählte Bürgermeisterin in Semlow. 2014 wurde Eichler wiedergewählt. Auch sie trat damals ohne Gegenkandidaten an.

„Es gibt noch viel zu tun. Selbstverständlich trete ich wieder an“, sagt André Bonitz, Bürgermeister der Gemeinde Eixen. Einkaufsmöglichkeiten, eine Kindertagesstätte in der Gemeinde, neue Baugebiete stehen auf der Wunschliste. 2009 wurde Bonitz zum Bürgermeister gewählt, zuvor war er bereits fünf Jahre Gemeindevetreter.

Eixens Bürgermeister André Bonitz. Quelle: Alexander Müller

2014 wurde er ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. „Es war immer eine spannende Zeit“, sagt der 48-Jährige. Kreisgebietsreform, Doppik, Gemeindefusion, es habe vor allem von außen immer wieder neue Herausforderungen gegeben. „Man darf sich nicht desillusionieren lassen“, so Bonitz. Mittlerweile sei die Gemeinde Eixen wirtschaftlich gut aufgestellt. „Jetzt läuft es. Es kann nur noch nach vorne gehen.“

Sandra Schröder-Köhler, Bürgermeisterin der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow. Quelle: Privat

Das wünscht sich auch Sandra Schröder-Köhler für die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow. Die 41-Jährige hatte quasi ein Jahr zum Reinschnuppern, nachdem sie Ende Mai 2018 als Nachfolgerin des zurückgetretenen, langjährigen Bürgermeisters Hagen Oehlkers gewählt wurde. „Es ist viel Arbeit, eine große Herausforderung. Aber wir haben diese gemeinsam bewältigt. Und ich trete wieder als Bürgermeisterkandidatin an, ohne Zweifel“, sagt Schröder-Köhler. 2009 wurde sie in die Gemeindevertretung gewählt. Außerdem ist Schröder-Köhler Mitglied des Kreistages, für den sie am 26. Mai ebenfalls kandidiert.

Christel Kranz, Bürgermeisterin von Schlemmin. Quelle: Virginie Wolfram

Christel Kranz, Bürgermeisterin von Schlemmin, wollte auf Anfrage keine Auskunft über ihre kommunalpolitsche Zukunft machen. In ihrer Gemeinde kenne bereits jeder ihre Entscheidung, die sie darüber hinaus beim Neujahrsempfang von Stadt und Amt Ribnitz-Damgarten am Freitagabend, 1. Februar, verkünden wolle.

In Marlow und Ribnitz-Damgarten wird in diesem Jahr kein Bürgermeister gewählt, da die Stadtoberhäupter hauptamtlich tätig sind. Norbert Schöler, seit 2007 Marlows Bürgermeister, wurde 2016 für weitere neun Jahre wiedergewählt. Die siebenjährige Amtsperiode von Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann endet im kommenden Jahr.

Wahlvorschläge bis 12. März möglich

Am Sonntag, 26. Mai, finden die Kommunalwahlen statt. Gewählt werden Gemeinde- und Stadtvertreter, Kreistagsmitglieder sowie ehrenamtliche Bürgermeister. Doch zuvor müssen die Kandidaten aufgestellt werden. Wahlvorschläge können Parteien, Wählergruppen und Einzelpersonen einreichen. Die Wahlvorschläge müssen bis zum 12. März eingegangen sein. Die Formulare dafür gibt es in den jeweiligen Amtsverwaltungen. In Ribnitz ist das im Rathaus in Zimmer 217. Wahlleiterin im Amtsbereich Ribnitz-Damgarten ist Hauptamtsleiterin Eleonore Mittermayer. Im Amt Recknitz-Trebeltal ist die Leitende Verwaltungsbeamtin Anke Haß Wahlleiterin.

Die Formulare für Wahlvorschläge gibt es auch im Internet unter www.laiv-mv.de/Wahlen/Formulare.

Robert Niemeyer

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