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Ribnitz-Damgarten Burkhard Schade neuer Amtsvorsteher
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Burkhard Schade neuer Amtsvorsteher
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16:00 10.07.2019
Burkhard Schade, neuer Amtsvorsteher des Amtes Ribnitz-Damgarten, dankte Christel Kranz für ihren langjährigen Einsatz. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Vor zwei Jahren hatte er sich in den Ruhestand verabschiedet, nun ist er wieder mittendrin im Geschehen. Burkhard Schade ist am Dienstagabend von den Mitgliedern des Amtsausschusses des Amtes Ribnitz-Damgarten zum Amtsvorsteher gewählt worden. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und gehe mit großem Respekt an diese Aufgabe heran“, sagte der 67-Jährige zu den Ausschussmitgliedern nach der Wahl. Schade war vom Ribnitz-Damgartener Stadtvertreter Hans-Joachim Westendorf (CDU/FDP-Fraktion) und Ahrenshagens Bürgermeisterin Sandra Schröder-Köhler (CDU) für das Ehrenamt des Amtsvorstehers vorgeschlagen worden.

Schade ist damit Nachfolger der langjährigen Schlemminer Bürgermeisterin und Amtsvorsteherin Christel Kranz. Kranz wurde mit Blumen und Geschenken während der Amtsausschusssitzung am Dienstag verabschiedet. „Vielen Dank für die vielen offenen und ehrlichen Gesprächsrunden, die immer offenen und ehrlichen Worte“, sagt Semlows Bürgermeisterin Andrea Eichler.

25 Jahre lang Bürgermeisterin

„Ich hatte reichlich Zeit, mich darauf einzustellen. Irgendwann ist einmal Schluss“, sagte Christel Kranz. Beim Neujahrsempfang von Stadt und Amt Ribnitz-Damgarten in diesem Jahre hatte sie verkündet, bei der Kommunalwahl nicht mehr anzutreten. Es sei ein gutes Gefühl, aufzustehen, und der Terminkalender sei nicht mehr so voll. „Es war eine spannende Zeit, aber auch viel Verantwortung“, so Christel Kranz weiter. 25 Jahre lang war sie Bürgermeisterin der Gemeinde Schlemmin, fast 15 Jahre Amtsvorsteherin. Ihr neu gewonnene Freizeit wolle sie vor allem mit Reisen verbringen. Der Kommunalpolitik wolle sie sich jedoch nicht verschließen. „Ich werde mich nicht einmischen, aber wenn jemand meinen Rat benötigt, bin ich natürlich da“, so Kranz.

Ihr Nachfolger sei vor allem aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Mitarbeiter der Verwaltung für als Amtsvorsteher bestens geeignet, meinte Hans-Joachim Westendorf. Burkhard Schade war bis 2017 Leiter des Ordnungsamtes Ribnitz-Damgartens. Von Juni 1990 bis September 1991 war er Geschäftsführer der Gemeinde Ahrenshagen, von Oktober 1991 bis Dezember 2004 Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes des Amtes Ahrenshagen. 2005 folgte der Anschluss der Gemeinden Schlemmin, Semlow und Ahrenshagen-Daskow an die Verwaltung der Bernsteinstadt.

Nun sitzt er als Gemeindevertreter Ahrenshagen-Daskows quasi der Verwaltung gegenüber, als Amtsvorsteher ist er Vermittler zwischen den Gemeinden und der Verwaltung sowie Repräsentant des Amtsbereiches. Schade wurde zudem zum Vertreter des Amtsausschusses im Städte- und Gemeindetag gewählt, der Interessenvertretung der Kommunen im Land Mecklenburg-Vorpommern. Der Städte- und Gemeindetag formuliert unter anderem Forderungen gegenüber der Landesregierung, beispielsweise im Bereich der finanziellen Unterstützung der Städte und Gemeinden durch das Land.

Zusammenhalt fördern

„Ich habe auf meinem Gehöft zwar viel zu tun. Aber es hat mir schon ein bisschen was gefehlt“, begründet Burkhard Schade seine Motivation, als Gemeindevertreter zu kandidieren und auch das Amt des Amtsvorstehers anzunehmen. Im Vorfeld beider Wahlen sei er gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, anzutreten. „Die Entscheidung ist mir zwar nicht ganz so leicht gefallen. Aber wenn ich etwas beitragen kann, um die Gemeinde und die Region zu gestalten, bin ich natürlich gerne bereit dazu“, so der 67-Jährige.

Er kenne die Mitarbeiter der Verwaltung, die bürokratischen Abläufe, die Gesetze. „Aufgrund meiner Erfahrung kann ich das Amt auch gut ausfüllen.“ Hauptanliegen sei, den Zusammenhalt der Gemeinden zu fördern. Auch solle die gute Infrastruktur erhalten bleiben und der Zuzug gefördert werden. Dabei wolle er die Gemeinden unterstützen. Außerdem soll die Eigenständigkeit der Gemeinden erhalten bleiben. „Das ist immer eine Frage der finanziellen Ausstattung. Und Ahrenshagen-Daskow, Schlemmin und Semlow sind in der Lage, eigenständig zu agieren.“

Robert Niemeyer

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