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Ribnitz-Damgarten CDU setzt auf finanzielle Stabilität
Vorpommern Ribnitz-Damgarten CDU setzt auf finanzielle Stabilität
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15:30 16.05.2019
Jens Stadtaus, Kathrin Meyer und Jan Berg, drei von 20 Kandidaten, die für den CDU-Stadtverband Ribnitz-Damgarten zur Wahl der Stadtvertreung antreten. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

„Wir für Ribnitz-Damgarten“, mit diesem Slogan startet der CDU Stadtverband Ribnitz-Damgarten in den Kommunalwahlkampf. Mit insgesamt 20 Kandidaten in den beiden Wahlbereichen schicken die Christdemokraten die meisten Bewerber um einen Platz in der Stadtvertretung ins Rennen. Dabei treten alle neun aktuellen Stadtvertreter des CDU Stadtverbandes wieder an. „Wir haben eine offene Liste, einige sind CDU-Mitglied, einige parteilos, eine gute Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und neuen Gesichtern. Und wir haben es geschafft, mehr Kandidaten aufzustellen, als bei der letzten Wahl vor fünf Jahren“, sagt Katrin Meyer, Spitzenkandidatin der CDU-Liste und amtierende Stadtpräsidentin. Einziger Wermutstropfen aus ihrer Sicht: Der Frauenanteil. Nur zwei der 20 CDU-Kandidaten sind weiblich.

Keine Steuererhöhungen

Eines der wesentlichen Ziele der Christdemokraten ist die finanzielle Stabilität des städtischen Haushaltes. „Wir stehen für eine solide Finanzpolitik“, sagt Kathrin Meyer. In der auslaufenden Legislaturperiode sei ordentlich gewirtschaftet worden. „Das ist auch der CDU zuzuschreiben“, meint Jens Stadtaus, ebenfalls CDU-Kandidat für die Wahl zur Stadtvertretung. Hintergrund sei dabei, die sogenannten freiwilligen Leistungen mindestens auf dem aktuellen Niveau zu halten. Mit diesem Geld unterstützt die Stadt das kulturelle und soziale Leben in Ribnitz-Damgarten, etwa durch Zuschüsse an Vereine. „Die freiwilligen Leistungen sind der Kitt unserer Gesellschaft“, sagt Jan Berg, der erstmals für die Wahl zur Stadtvertretung kandidiert. Ziel sei es, das ehrenamtliche Engagement in Ribnitz-Damgarten noch stärker zu unterstützen.

Gleichzeitig spricht sich die CDU dafür aus, die kommunalen Steuern, also die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer, nicht anzufassen. „Mit uns wird es keine Steuererhöhung geben“, sagt Kathrin Meyer. Ziel dabei ist unter anderem die Wirtschaftsförderung.

Dabei geht es einerseits um die Neuansiedlung von Unternehmen in den Gewerbegebieten der Stadt, aber auch um die Belebung der Innenstadt. Hier spielt jedoch auch die verkehrliche Situation eine Rolle. Mit kleinen Maßnahmen könne die Situation in der Langen Straße entspannt werden.

Bildung und bezahlbarer Wohnraum

Darüber hinaus seien neue Ideen gefragt, um auch die Ortsteile verkehrstechnisch besser an Ribnitz-Damgarten anzubinden. Eine Möglichkeit seien sogenannte Mitfahrbänke, also eine Art Haltestelle für Mitfahrgelegenheiten.

Nachdem der Bildungscampus in Ribnitz auf den Weg gebracht wurde, soll sich der Blick in den nächsten Jahren nach Damgarten richten. Auch am dortigen Bildungsstandort gebe es Defizite. „Es wurde zu viele Jahre zu wenig gemacht“, meint Jan Berg.

„Ein großer Fokus liegt auch auf bezahlbarem Wohnraum“, sagt Kathrin Meyer. Mit der Gebäudewirtschaft, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, hätten Stadt und Politik selbst Möglichkeiten, zu gestalten. Die CDU wolle sich zudem für Fördermittel einsetzen, die für den Bau von Fahrstühlen in Wohnblöcke zur Verfügung stehen.

Um die Verwaltung bürgerfreundlicher zu machen, sei ein mobiler Bürgerservice denkbar, etwa für Meldeangelegenheiten. „Man muss auch in der Verwaltung neue Wege gehen“, so Kathrin Meyer.

Marketing stärken

Nachdem in den vergangenen Jahren sowohl die Kurabgabe als auch die Fremdenverkehrsabgabe auf den Weg gebracht worden sind, gehe es nun darum, die Qualität der touristischen Infrastruktur zu erhalten und zu steigern. „Das ist eine große Herausforderung. Aber der Gast darf Qualität und Leistung erwarten“, sagt Kathrin Meyer. Das bedeute unter anderem, das Marketing zu stärken, auch Angebote für jüngere Menschen zu schaffen oder auch die Marke Bernstein zu stärken. „Das Bernsteinfest soll auf neue, gute Füße gestellt werden“, sagt Jan Berg. Die Entwicklung des Fahrradtourismus sei ebenso wichtig wie die Entwicklung der Häfen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Umweltschutz. An den Feldern sollten „Oasen für Insekten“ geschaffen werden, so Jens Stadtaus. Auch die Bürger der Stadt sollten motiviert werden, ihre Gärten zum Blühen zu bringen. Beispielsweise könnte der Stadtbauhof Samen zum Selbstkostenpreis verteilen.

Die CDU-Kandidaten

Folgende Kandidaten hat der CDU-Stadtverband Ribnitz-Damgarten für die Wahl der Stadtvertretung aufgestellt: Kathrin Meyer (Betriebswirtin), Hans-Dieter Konkol (Polizeioberkommissar a. D.), Jens Stadtaus (Rechtsanwalt), Ralf Lindemann (Bankkaufmann), Axel Attula (Museumsleiter), Jan Berg (Historiker), Steffen Borsch (Kfz-Mechatroniker), Andreas Nehm (Schiffsführer), Holger Schmidt (Diplom-Ingenieur, Renter), Nikolaus Hanenkamp (Richter), Herbert Kammel (Rentner), Hans-Joachim Westendorf (Rentner). Nur Wahlbereich 1: Volker Bastian (Hallenwart, Hausmeister), Hannes Grunert (Wissenschaftlicher Mitarbeiter), Ralf Schneider (Landwirt), Uwe Brandenburg (selbstständiger Kfz-Schlosser). Nur Wahlbereich 2: Michael Baum (Pensionär), Udo Voß (Bauunternehmer), Birte Buchin (Schuhhändlerin), Wilfried Kollinger (Rentner, Paketzusteller).

Robert Niemeyer

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