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Ribnitz-Damgarten Cheforganisator wird zum Triumphator
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Cheforganisator wird zum Triumphator
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11:54 31.01.2019
Michael Dinse, hier an der Seite seiner Frau Anja Hoppert-Dinse, wurde in seiner Heimatstadt dreifacher Landesmeister. Er hatte gemeinsam mit seinem Bruder Andreas die Veranstaltung in Barth organisiert. Quelle: Rajko Grawert
Barth

Michael Dinse strahlt über das ganze Gesicht, reißt die Hände in die Höhe, schreit seine Freude heraus. Wenig später wird er von seinem Bruder Andreas in die Arme genommen. Es sind emotionale Momente, die sich in der Vineta-Sportarena von Barth abspielen. Michael Dinse hat triumphiert. Und das nicht nur einmal. Gleich drei Goldmedaillen sicherte sich der 42-Jährige bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften der Senioren. „Hätte mir das vorher einer gesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt“, sagt der frische gebackene Titelträger. Und der war nicht nur als Spieler aktiv, sondern gemeinsam mit seinem Bruder Andreas (47) Cheforganisator der Veranstaltung. „In meiner Heimatstadt zu triumphieren, macht den Erfolg noch umso schöner“, sagt Michael Dinse.

Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Tischtennis beim Verein Luftfahrt Barth. „Mein großer Bruder ist schuld daran. Er hat mich kleinen, unsportlichen Moppel zum Training mitgenommen und sich ganz viel um mich gekümmert. Ich erinnere mich vor allem an etliche Konditionseinheiten unter ihm im Seilspringen“, erzählt Michael Dinse und lacht. Sein erster Trainer bei Luftfahrt war Ernst ­Bothe. 1998 wechselte Dinse zum TSV Rostock Süd, dem erfolgreichsten Tischtennis-Verein des Landes. „Ich hatte Ambitionen, wollte höherklassig spielen und war dann in der Oberliga aktiv“, berichtet er von seinem sportlichen Werdegang.

In der Hansestadt betreibt Dinse eine Firma in der Telekommunikationsbranche. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt ist aber nie abgerissen. „Meine Familie und viele Freunde leben dort.“ Zudem betreibt er gemeinsam mit seinem Bruder in der Vinetastadt eine Pension mit Restaurant.

Und nun haben die Brüder gemeinsam die Landesmeisterschaften im Tischtennis für Seniorinnen und Senioren „nach Hause“ geholt. „Wenn wir die Chance bekommen, diese Titelkämpfe zu organisieren, dann denke ich sofort an Barth. Die tolle Sporthalle bietet sich an. Hotels und Pensionen profitieren in der Winterzeit von dem Besuch der Sportler. Zudem lernen diese unsere schöne Stadt Barth etwas näher kennen“, sagt Michael Dinse.

Und auf die Unterstützung des heimischen Publikums konnte er sich in seinen Turnieren der Altersklasse Ü 40 verlassen. „In meinem Einzel-Finale (gegen den Greifswalder Martin Hinterseer, d. Red.) haben die Zuschauer voll hinter mir gestanden. Ich kann mich an meinen Punktgewinn zum 9:3 im fünften Satz erinnern. Mir standen die Haare zur Berge. Ich hatte Gänsehaut und einen ordentlichen Flattermann bei meinem nächsten Aufschlag“, gesteht Dinse. Doch es reichte zum Titelgewinn. Mit seinem Vereinskameraden Mathias Wähner siegte er zudem im Doppelwettbewerb, an der Seite seiner Frau Anja Hoppert-Dinse auch im Mixed. Sie gewann übrigens ebenfalls ihre Einzelkonkurrenz und holte im Doppel mit Heike Milhahn die Silbermedaille. Damit blieben vier von fünf Titeln in der Altersklasse Ü 40 bei der Familie Dinse.

„Das ist vielleicht nicht besonders gastfreundlich“, meint der ­Organisator augenzwinkernd. „Aber schön war es doch, zumal ich in den beiden vorangegangenen Jahren im Einzel-Endspiel verloren habe“, fügt er hinzu. Sein Bruder Andreas belegte in seiner starken Vorrundengruppe Rang zwei, musste sich dann aber in der ersten k.o-Runde geschlagen geben.

„Ich denke, dass wir gemeinsam ein tolles und reibungsloses Turnier mit mehr als 200 Teilnehmern in Barth auf die Bein stellen konnten“, resümiert Michael Dinse rundum zufrieden. Dank der Sponsoren und vielen fleißigen Helfer habe sich das Organisatoren-Duo hervorragend auf die Spiele konzentrieren können. „Die Stimmung war grandios.“ Und bei so vielen emotionalen Momenten ist eine Wiederholung in Barth nicht ausgeschlossen. „Das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, wenn sich die Gelegenheit dazu wieder bietet“, sagt Michael Dinse.

Marco Schwarz

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