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Ribnitz-Damgarten Christian Hoschek: Dieser Rettungsschwimmer wacht über Prerows Strand
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Christian Hoschek: Dieser Rettungsschwimmer wacht über Prerows Strand
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19:56 15.05.2019
Christian Hoschek (34) an seinem Lieblingsplatz, dem Strand. Schon in seiner Jugend war er als Rettungsschwimmer für die DLRG aktiv. Quelle: Robert Niemeyer
Prerow

Wie viele Stunden Christian Hoschek pro Jahr auf dem Wachturm verbringt, weiß er auf Anhieb nicht: „1000 sind es aber bestimmt“, sagt der Rettungsschwimmer. Seit 17 Jahren ist er in der Ortsgruppe Prerow der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aktiv und verbringt nahezu jedes Wochenende der Saison am Strand. Seine Leidenschaft zum Wasser wuchs bereits in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet. Schon dort hat er sich als Lebensretter engagiert.

Mit 17 Jahren kam Hoschek und Freunden die Idee, einen Sommer an der Küste zu verbringen. „Schon damals haben die Ortsgruppen hier Unterstützung aus ganz Deutschland gesucht“, erklärt er. Dass es nicht sein letzter Einsatz in Prerow sein würde, sei ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst gewesen. Heute ist der 34-Jährige hauptberuflich als Elektroingenieur im Rostocker Seehafen tätig und hat mit seiner Familie ein Haus in der Hansestadt gebaut. „Ich bin hier einfach hängen geblieben.“

Abzeichen in Silber und furchtlos im Meer

Der Hauptrettungsturm in Prerow ist nicht nur am Wochenende von 9 bis 18 Uhr sein Arbeitsplatz, auch seinen Sommerurlaub verbringt Hoschek dort. „Neben der Wachtätigkeit sorge ich für Stabilität“, sagt er. Gerade in der Hauptsaison kämen nach wie vor viele Helfer aus anderen Bundesländern angereist. Sie alle bringen mindestens das Rettungsschwimmabzeichen in Silber mit. „Und fühlen sich bestenfalls sehr wohl in freien Gewässern.“

Zur Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in MV gehören 32 Ortsgruppen. Die Prerower gehören mit 150 Mitgliedern zu den aktivsten im Landesverband. Quelle: DLRG

Die Aufwandsentschädigung für Rettungsschwimmer bei der DLRG beträgt 24 Euro pro Tag. „Mit diesem Taschengeld verdient man nichts, erhält dafür aber umsonst eine schöne Zeit“, sagt Hoschek. Oft verstünde man sich untereinander gut und würde auch noch die Abende miteinander verbringen. Und auch wenn es nicht immer leicht sei Familie, Arbeit und Ehrenamt in Einklang zu bringen, für Hoschek lohnt es sich: „Die Arbeit macht mir nicht nur unheimlich viel Spaß. Ich leiste auch Gutes.“

Eine Unterkunft werde den Rettungsschwimmern in der Regel kostenfrei gestellt. In Prerow zum Beispiel kämen die Helfer im „Rettungszentrum“ des Ostseebades in Zweibettzimmern unter. Oder aber sie ziehen wie Hoschek ins Regenbogen-Camp: „Ich bevorzuge einfach den Wohnwagen direkt am Meer.“

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