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Ribnitz-Damgarten Party-Premiere: House im Hafen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Party-Premiere: House im Hafen
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13:16 27.07.2019
Am Freitagabend trat das DJ-Duo „Gestört aber GeiL“ am Zingster Hafen auf. Quelle: Susanne Retzlaff
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Zingst

Das war eine tolle Überraschung für Anna-Lena. Zuhause hatte die 15-jährige Zwickauerin keine Karte mehr für den Auftritt des DJ-Duos „Gestört aber GeiL“ bekommen, die Urlaubsvorbereitungen nach Prerow hatten zu sehr abgelenkt. Und nun am Urlaubsort tuschelten ihre Eltern Manuela und Jörg heimlich mit der Vermieterin. Die hatte sie nämlich auf das Sommerkonzert in Zingst aufmerksam gemacht, das ausgerechnet diese House-Formation im dortigen Hafen bestreiten sollte. „Den Hafen haben wir uns angeguckt“, verrät der Papa, „und konnten uns nicht vorstellen, dass das geht!“

Und ob das ging. Bereits 2018 war Zingst im Gespräch mit den Erfurter DJs, die einmal etwas auf der Halbinsel machen wollten. Und das Ostseeheilbad wollte schon lange auch etwas für jüngere Gäste und besonders auch für Einheimische tun. Es gibt hier ja nicht einmal einen Club für die Jugendlichen, erklären von der Kur- und Tourismus-GmbH Geschäftsführer Matthias Brath und Markus Weiß die Entstehung des Pilotprojektes, für das sie auch in der Gemeindepolitik Unterstützung fanden. 2800 Gäste Familien mit Kindern, Jugendliche und Junggebliebene feierten die Party-Premiere und außerhalb des Festivalgeländes säumten Hunderte Lauschlustige den angrenzenden Deich und das Hafenbecken.

2012 gelang der Durchbruch

„Gestört aber GeiL“ sind die beiden DJs Marcel Stephan (Jahrgang 1990), bekannter als Spike*D, und Nico Wendel (Jahrgang 1984), die sich in einer Sangershausener Diskothek kennenlernten und 2010 zum gemeinsamen Projekt zusammenfanden. Zwei Jahre später gelang ihnen der Durchbruch, sie waren auf Festivals wie dem Sputnik Spring Break, dem Sonne Mond und Sterne, dem Helene Beach und dem Berlin Summer Rave zu Gast. Ob moderne Popsongs, bekannte Schlager, Party-Hits oder Evergreens, das gefragte DJ- und Produzenten-Duo mixt daraus elektronische Tanzmusik mit vibrierenden Bässen, rasendem Rhythmus, einem Takt, der immer schneller scheint, als der Puls und Melodien, die man wiedererkennt und mitsingen kann.

Am Freitagabend trat das DJ-Duo „Gestört aber GeiL am Zingster Hafen auf. 2800 Besucher kamen zu der Party-Premiere und feierten ausgelassen.

So lag es nicht nur an den sommerlichen Temperaturen und spektakulären Feuereffekten, dass am Zingster Hafen bald die Luft brannte und die Stimmung gen Siedepunkt stieg. „Einfach nur super“, fanden das die Urlauberinnen Nadine, Julia und Michaela aus Berlin, während Nadines zehnjähriger Sohn Leopold über den Tanz der Damen auf der Deichkrone staunt. „Der Mix, den die machen ist einfach gut“, für Carola, Madleen, Maren und Steffi, ebenfalls aus der Hauptstadt, waren die DJs zwei gute Gründe mehr, ein ganzes Wochenende in Zingst zu verbringen.

Den Nerv getroffen

House im Hafen? Genau das richtige Ambiente für Julianes Junggesellinnenabschied, meinten Nadine, Maxi, Caro, Carolin Sandra und Susi, 25 bis 30 Jahre aus Rostock, Binz und Stralsund und feierten ausgelassen tanzend ihre letzten Tage „in Freiheit“. Bis dahin haben Paul, Steven, Nina und Leara noch etwas Zeit. Die 16-Jährigen aus Barth und Born hatten früher gern die Beach-Partys besucht, mit „Gestört aber GeiL“ haben die Veranstalter ihren Nerv getroffen. „An denen ist alles toll, Texte, Melodien gut, das ist etwas für unsere Generation, die Musik macht Freude“, erklärten sie.

Und wie gefällt Anna-Lena das Überrschungskonzert, heizen die DJs genügend ein? „Die sind cool, die machen tolle Stimmung“, strahlt die Urlauberin. Und wie geht es ihren Eltern mit den wummernden Bässen im rasenden Takt? „Techno fing ja schon in den 1990er Jahren an, und das war genau unsere Zeit“, bleiben die Anfangvierziger sehr entspannt und loben die Veranstalter, die ihr Versprechen gehalten haben, um 22 Uhr die Nachtruhe zu respektieren. „Da haben die was Ordentliches für die Leute auf die Beine gestellt. Das Gelände ist gut genutzt, die vielen Menschen verlaufen sich.“

Susanne Retzlaff

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