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Ribnitz-Damgarten Die Linke hält an Haus des Gastes fest
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Die Linke hält an Haus des Gastes fest
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16:12 13.05.2019
Horst Schacht (l.) und Eckart Kreitlow treten mit sieben weiteren Kandidaten für die Linke zur Wahl der Stadtvertretung an. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten

Neun Kandidaten schickt die Partei Die Linke am 26. Mai ins Rennen um Sitze in der Ribnitz-Damgartener Stadtvertretung. Eine Mischung aus fünf Partei-Mitgliedern und vier parteilosen Kandidaten. Zuletzt sei zudem versucht worden, jüngere Mitstreiter zu finden, wie Horst Schacht, einer von drei aktuellen Stadtvertretern, betont. Unter anderem sei mit Henry Neumann ein Kandidat Anfang 20 gefunden worden. Das Ziel für die Kommunalwahl: mindestens wieder drei Mandate in der Stadtvertretung zu erreichen.

Harbig-Schule erweitern

Ein Schwerpunkt sei für die Linken dabei die Entwicklung des Bildungsstandortes Damgarten. Unter anderem müsse aufgrund der Raumprobleme die Rudolf-Harbig-Schule ausgebaut werden. Ob dabei für allein für die Regionalschule eine Lösung gefunden werden soll oder das Gymnasium sowie die Grundschule mitbetrachtet werden, „muss man dann sehen“, so Schacht.

Eine wesentliche Forderung ist der Bau des Hauses des Gastes. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass dies Bestandteil der Hafenentwicklung in Ribnitz sein soll“, so Schacht. Mit einem größeren Veranstaltungshaus – die ursprüngliche Planung sah seinerzeit ein Fassungsvermögen für Events von bis zu 450 Menschen vor – könne die Kultur in der Bernsteinstadt gestärkt werden. Auf der Freifläche am Damgartener Hafen sei dagegen eine Entwicklung mit Ferienwohnungen denkbar.

Boddensanierung für den maritimen Tourismus

Darüber hinaus dürfe die sogenannte Boddensanierung, also die grundhafte Ausbaggerung des Boddens, nicht aus den Augen verloren werden. Im maritimen Tourismus liege laut Horst Schacht eine Menge Potenzial.

Im Zuge der möglichen touristischen Entwicklung der Halbinsel Pütnitz sei zu erwarten, dass angesichts der dann geschaffenen Arbeitsplätze mehr Wohnraum benötigt werde. Deshalb müsse der Fokus auf den sozialen Wohnungsbau gelegt werden. Fördermittel seien dafür vorhanden. „Und vorhandene Wohngebäude sollten alters- beziehungsweise behindertengerecht umgebaut werden“, sagt Eckart Kreitlow.

Außerdem sprechen sich die Linken ebenfalls für den Verzicht von Pestiziden auf landwirtschaftlichen Flächen der Stadt aus. Das müsse bei der Neuverpachtung vertraglich festgehalten werden.

Ehrenamtskoordinator

Während nach Ansicht der Linken die Vereinsförderung auf einem guten Niveau liege, das gehalten werden müsse, sollte darüber hinaus das Ehrenamt außerdem stärker gewürdigt werden. Eine Stelle in der Verwaltung, also eine Art Ehrenamts- bzw. Vereinskoordinator, könne Anlaufpunkt für Ehrenamtler sein, um Interessen zu bündeln.

Auch im Jugendbereich müsse etwas passieren. „Wir bieten den Jugendlichen nichts“, sagt Horst Schacht. Längere Öffnungszeiten im Begegnungszentrum, das Alternative Jugendzentrum „Kita“ oder Angebote im Stadtkulturhaus seien Möglichkeiten. Eine Idee, um Lösungen zu finden: Ein Jugendbeirat, der die Politik berät.

Um die Interessen der älteren Bevölkerung der Stadt zu vertreten, solle zudem ein Seniorenbeirat gegründet werden.

Im Fokus haben die Linken zudem die ärztliche Versorgung in der Bernsteinstadt. Die müsse auf untersucht werden. Zudem sollte laut Eckart Kreitlow die Stadt darauf hinwirken, den Zuschnitt für die Bewertung des Versorgungsgrades der Region zu ändern. Bislang wird auch die Hansestadt Stralsund in diese Betrachtung mit einbezogen. Und weil es dort viele Ärzte gibt, gilt Ribnitz-Damgarten als bestens versorgt, obwohl es Engpässe in der Bernsteinstadt gibt.

Die wirtschaftliche Entwicklung könne durch günstige Rahmenbedingungen gefördert werden, etwa durch den Abbau von bürokratischen Hürden für Ansiedlungswillige oder anfänglich geringere Pachten für Firmenneugründungen bzw. -ansiedlungen.

Die Kandidaten der Linken

Am 26. Mai wählt Ribnitz-Damgarten eine neue Stadtvertretung. Folgende Kandidaten treten für die Ortsgruppe der Partei die Linke an: Heike Völschow, Organisationsleiterin, Horst Schacht, Rentner, Eckart Kreitlow, selbstständig, Henry Neumann, Altenpfleger, Joachim Paul, Rentner, Hans-Edo Wiedenbeck, Diplom-Ingenieur, Frank Kasch, Diplom-Finanzwirt, Karin Kurze, Krankenschwester, Marliese Gereit, Rentnerin.

Robert Niemeyer

67 Kandidaten treten bei der Wahl der Stadtvertretung am 26. Mai an. Die OZ stellt die wichtigsten Ziele der Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber vor. Heute die Wählergruppe „Freie Wähler Barth“.

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