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Ribnitz-Damgarten Dierhagen lässt Raucher Kippen selbst aus dem Sand sieben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Dierhagen lässt Raucher Kippen selbst aus dem Sand sieben
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16:17 12.06.2019
Gabi Pagel präsentiert die neuen Strandaschenbecher in Dierhagen. Quelle: Timo Richter
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Dierhagen

Rauchende Badeurlauber sieben ihre Kippen nun selbst aus dem Sand – ein neuer Strandaschenbecher macht es möglich – und: Kinder und Erwachsene sind zum Spielen eingeladen, im Winter kann in Dierhagen auch gerodelt werden. Der umtriebige Kurdirektor des Ostseebades hat 200 000 Euro in die Erweiterung des touristischen Angebots gesteckt. Ein anderer Landkreis hat schon Interesse bekundet, es Stephan Fellmann nachtun zu wollen.

1500 eigens angefertigte Aschenbecher für den Strand hat die Kurverwaltung bestellt. Das ist die Antwort des Dierhäger Kurdirektors auf die jüngst von der OSTSEE-ZEITUNG initiierten Debatte um ein Rauchverbot am Strand. Das nämlich will Stephan Fellmann in seinem Zuständigkeitsbereich nicht durchsetzen.

Eiswaffelform

Während der Landes-Umweltminister Till Backhaus (SPD) rund neun Prozent des gesamten am Strand aufgefundenen Unrats zu Zigarettenkippen zählt, sieht der Dierhäger Kurdirektor für den Abschnitt zwischen Neuhaus und Wustrow kein ausgemachtes Problem mit den Kippen.

Trotzdem ist er vorgeprescht. 1500 der Strandaschenbecher in Form einer Eiswaffel sind bestellt. Die lassen sich mit Sand befüllen, in dem die Stummel ausgedrückt werden. Durch ein Sieb rieselt der Sand heraus, die Kippen bleiben in dem verschließbaren Behältnis und können in dann in Abfallbehältern landen. Unter anderem bei der Strandkorbvermieterin Gaby Pagel sind die aus recyceltem Kunststoff hergestellten Strandaschenbecher für einen Euro zu bekommen. Und dass schon eine Anfrage eines anderen Landkreises eintraf, bestätigt den Dierhäger Kurdirektor in dem Vorgehen.

Umgestaltung

Das größere derzeit begonnene Vorhaben ist aber die Umgestaltung des Bereichs an der Waldbühne zu einem Mehrgenerationenspielplatz. Dort sollen künftig nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene Angebote für Aktivitäten vorfinden. Am Mittwoch begann die Umgestaltung des Areals mit dem Aufbau eines Rutschenturms.

Nun werden die neuen Spiel- und Bewegungsgerätschaften aber nicht wie einst einfach in die Landschaft gestellt. Projektiert wurde das Vorhaben vom Garten- und Landschaftsarchitekten Dierk Evert, der in Dierhagen bereits einige Spuren hinterlassen hat – etwa am Hafen in Dändorf oder schon ganz früh mit der Gestaltung des Parks an der Kurverwaltung.

Attraktivitätssteigerung

Kevin Zschauer bereitet eine Leuchtturmrutsche für den Aufbau vor. Quelle: Timo Richter

Unter den schattenspendenden Kiefern wird es zuerst den neuen Rutschenturm geben. Es folgen unter anderem ein Balancier-Pfad, zudem wird eine Boule-Bahn ausgewiesen. Eltern sollen ihrem Nachwuchs nicht nur beim Spielen zusehen, sondern selbst aktiv werden.

Der Spielplatz an der Waldbühne in Dierhagen ist schon sehr beliebt bei den Gästen. Nun wird die Attraktivität weiter steigen, ist der Kurdirektor überzeugt. So haben die Mitarbeiter des Bauhofs einen Wall zur Waldbühne hin angeschoben. Das ist nicht nur eine Trennung der beiden Bereiche, sondern bietet die Gelegenheit, gut 100 zusätzliche Sitzplätze vor der Bühne zu schaffen. Der Wall wird begrünt, sodass auch ein zwangloser Aufenthalt dort möglich ist. Und im Winter gibt es einen Rodelberg, frohlockt der Kurkirektor.

Der soll mit dem Ausbau der Digitalisierung noch angenehmer werden, sagt Stephan Fellmann. Vorstellbar ist für den Dierhäger Kurdirektor ein sich wiederholendes Programm auf einem Monitor, auch Fußballspiele könnten gezeigt werden. Und dann sind da noch die früheren Kino-Abende, die möglicherweise eine Renaissance erfahren könnten.

Ersatzpflanzung

Der Spielplatz an der Waldbühne, die offiziell gar nicht in einem Wald steht, wurde vor dem Aufbau des Rutschenturms erst einmal sicherer gemacht. Eine Kiefer hing schon bedenklich schräg über dem Aufstellort. Der Baum wurde kurzerhand gefällt, um die Sicherheit für die künftigen Nutzer zu erhöhen. Laut Stephan Fellmann werden für jeden gefällten Baum zwei neue gepflanzt.

Timo Richteren

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