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Ribnitz-Damgarten Ein guter Bekannter zieht in alte Oberförsterei ein
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ein guter Bekannter zieht in alte Oberförsterei ein
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00:18 11.04.2018
Holger Becker und Christopher Walther (re.) zeigen eine Mitte der 50er-Jahre entstandene Aufnahme Theodor Schultze-Jasmers. Quelle: Foto: Timo Richter
Born

Ein guter Bekannter zieht – zumindest vorübergehend – mit seinen Werken in die einstige Oberförsterei in Born ein. Malereien, Grafiken, Fotografien und Kunsthandwerk von Theodor Schultze-Jasmer sind ab 1. Mai in dem Haus zu sehen, das Teil des geplanten kulturellen Zentrums in dem Boddendorf ist. Die Wiederbelebung des einstigen Revierförsters Ferdinand von Raesfeld mit Bildern Geßners war so erfolgreich, dass nach Ende der Ausstellung intensiv nachgedacht wurde, der alten Oberförsterei weiteren Atem einzuhauchen.

Die Idee hatte schließlich Holger Becker, Gemeindevertreter und erklärter Bewahrer der Borner Historie. Mit auf den Blasebalg drückt der Wiecker Kunsthändler und -auktionator Christopher Walther.

Mehr als 50 Jahre lang lebte und arbeitete Theodor Schultze-Jasmer auf dem Darß. Der Maler und Grafiker wandte sich in den 50er-Jahren zunehmend der Fotografie zu. Stolz zeigt Holger Becker Aufnahmen Schultze-Jasmers, die Vorfahren auf Zeesbooten zeigen.

Überhaupt war Theodor Schultze-Jasmer quasi ein Nachbar. In Prerow war er zu Hause, gemalt habe er aber an jeder Ecke, wie Holger Becker von Berichten von Älteren aus Born zu berichten weiß. Später war der Künstler praktisch Stammgast auf den Booten der Borner Fischer, mit denen er regelmäßig hinausfuhr. Etliche Fotos entstanden zu dieser Zeit, von denen Holger Becker viele aufgetrieben hat.

Anders als beispielsweise in Ahrenshoop hat sich in Born keine Künstlerkolonie entwickelt. Wohl aber waren in dem Boddendorf regelmäßig später bekannte Maler und Grafiker lange aktiv. Dazu gehört auch Theodor Schultze-Jasmer, der vielen Bornern als alter Bekannter gilt. Die Ausstellung in der alten Oberförsterei soll nach Vorstellung der Organisatoren nicht nur die bekannten Windflüchter zeigen, sondern auch bislang wenig betrachtete Seiten des „Nachbarn“.

Die hat Christopher Walther vor allem in Stralsunder Museum aufgetan. Dort wird der Nachlass Theodor Schultze-Jasmers verwaltet. Während die großen Bilder zu Lebzeiten den Besitzer gewechselt haben, werden am Sund die eher unbekannten Schätze aufbewahrt. Christopher Walther hat für die Ausstellung eine Aktzeichnung sowie ein Stillleben aus dem Museumsfundus geholt – zwei bislang nahezu unbekannte Seiten des Künstlers. Und dann ist da noch der Kunsthandwerker Theodor Schultze-Jasmer. Vor allem Spielzeug für Kinder ist unter seinen Händen entstanden. Auch das soll während der Schau vom 1. Mai bis 30. Juni in der alten Oberförsterei gezeigt werden.

Dankbar sind die Organisatoren für jeden weiteren Hinweis zum Schaffen des Künstlers auf dem Darß. Auch wird ausdrücklich um Leihgaben gebeten. Hinweise werden in der Kurverwaltung Born unter ☎ 038234/50421, von Holger Becker unter ☎ 038234/30098 oder von Christopher Walther unter ☎ 0160/98594004 entgegengenommen.

Die alte Oberförsterei soll in Born zu einem kulturellen Zentrum werden. Das Forst- und Jagdmuseum soll in den einstigen Pferdestall umziehen, die denkmalgeschützte Remise zu einer gastronomischen Einrichtung umgebaut werden. Das Vorhaben ist ins Stocken gekommen, weil beim Umbau des Pferdestalls Waldabstände nicht eingehalten wurden.

Timo Richter

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