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Ribnitz-Damgarten Eine Zukunft für Ahrenshoop
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Eine Zukunft für Ahrenshoop
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18:34 14.12.2018
Roland Völker, Alexandra Partale und Karsten Palme (v.l.) präsentierten am Freitag die Ergebnisse aus einem Einwöchigen Kreativprozess zur Verbesserung des Kurortes Ahrenshoop. Quelle: Moritz Naumann
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Ahrenshoop

Am Freitag wurden die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Ahrenshoop in der Strandhalle vorgestellt. Wie bei der Auftaktveranstaltung vom Montag kamen etwa 50 Menschen aus dem Ort und Nachbargemeinden um sich anzuhören, was die Marketingberater gemeinsam mit den Bürgern und Experten des Kurortes zur Verbesserung von Verkehr, Tourismus und Wohnqualität erarbeitet haben.

„Wir haben Strategien mit jungen Leuten aus dem Ort entwickelt, die aus verschiedensten Bereichen kommen. Das sind Hoteliers, Unternehmer, Dienstleister, Künstler oder auch Vereinsmitglieder“, sagt der Kurdirektor von Ahrenshoop, Roland Völcker. Warum vorzugsweise junge Leute? „Weil sie in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklung des Ortes prägen werden.“

Klar definierte Potenziale

Nach der Auftaktveranstaltung haben sich die 20 jungen Experten mit den Marketingberatern Alexandra Partale von Benchmark Services und Karsten Palme von der Compass GmbH zusammengesetzt und in zwei vierstündigen Sitzungen konkrete Überlegungen angestellt was und wie sich etwas in Ahrenshoop verändern kann. „Es gibt zunehmend Potenzialfelder wie Fachkräftemangel, Verkehr und Kapazität. Aber auch der digitale und demographische Wandel spielt eine Rolle“, sagt Alexandra Partale im Vorfeld der Ergebnispräsentation.

Die Ziele sind ambitioniert: Verbesserung der Lebensqualität, eine Limitierung des Massentourismus, klare Profilierung der Region oder die Stärkung des Künstlerstandortes. Um gerade die touristische Zielsetzungen, wie eine Verlängerung der Verweildauer von Urlaubern oder das Ansprechen jüngerer Leute zu realisieren, wurden Zielgruppen definiert. Höchste Priorität haben demnach Kultur- und genussorientierte Paare. Das sind in der Regel Gäste, die aus gehobenen Niveaus stammen, im Schnitt 58 Jahre alt sind und etwa sieben Tage im Kurort verweilen.

Maßnahmen für Ahrenshoop

Anschließend folgte die Vorstellung des Maßnahmenplans, auf den die Anwesenden lange warteten. Für jeden der hier aufgeführten elf Punkte wurde ein sogenannter Kümmerer definiert, der auch nach der Werkstatt das definierte Ziel voran treiben soll. So zeigt sich Kurdirektor Völcker etwa zuständig für ein neues Nutzungskonzept der Strandhalle. „Das soll eine Begegnungsstätte werden“, sagt er. Hotelier Oliver Schmidt möchte mit weiteren Unternehmern aus der alten Apotheke einen Treffpunkt in Form einer Kneipe oder einer Lounge machen, um die Lebensqualität für Bewohner des Ortes zu steigern.

Die Kunst und die Kultur soll durch bessere Netzwerkarbeit gefördert und die öffentlichen Grünflächen zum Beispiel durch neue Obstbäume ökologisch umgestaltet werden. Besonders kontrovers wurde die Ideen zur Mobilität diskutiert. Der Individualverkehr soll durch höhere Parkgebühren reduziert und durch häufigeren öffentlichen Nahverkehr ergänzt werden. Das Schlagwort E-Mobilität sei darüber hinaus ein wichtiger Faktor für die Repräsentation des Kurortes.

Weitere Ideen sind die Schaffung eines digitalen Mitarbeiter-Portales, neue Aktivitätsangebote in der Strandnutzung, die Prüfung von Bebauungsplänen und eine engere Verzahnung von Gastronomie und Hotelwesen. Im Jahre 2019 sollen viele der Ideen konkretisiert werden. Von den Ergebnissen ist Völcker überzeugt: „Wenn wir die Prozesse in Bewegung bringen, braucht uns um Ahrenshoop nicht Bange zu werden.“

Moritz Naumann

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