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Ribnitz-Damgarten Großeinsatz der Bundespolizei und Zoll: Schlag gegen gewerbsmäßige Schleuser in Wustrow
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Großeinsatz der Bundespolizei und Zoll: Schlag gegen gewerbsmäßige Schleuser in Wustrow
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15:52 25.04.2019
Am Donnerstag durchsuchte die Bundespolizei die ehemalige Seefahrtschule in Wustrow. Quelle: Timo Richter
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Wustrow

Großeinsatz der Polizei in Wustrow: Auf dem Gelände der ehemaligen Seefahrtschule fanden am Donnerstag Durchsuchungsmaßnahmen der Bundespolizei und des Zolls statt. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Schwarzarbeit und Urkundenfälschung. Die Aktion ist Teil eines groß angelegten Schlags gegen mutmaßlich gewerbsmäßige Schleuser.

Die Bundespolizei Stralsund ermittelt gegen drei Verdächtige. Die sollen Ausländer nach Deutschland eingeschleust und zur Arbeit auf Baustellen eingesetzt haben. In diesem Zusammenhang wird auch wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermitteln, sagte Manina Puck. Die Sprecherin der Bundespolizei Stralsund bestätigte, dass in Mecklenburg-Vorpommern zeitgleich weitere Objekte durchsucht würden.

Landesweit 200 Beamte im Einsatz

In den Vormittagsstunden durchsuchten rund 200 Beamte der Bundespolizei, der Zollverwaltung sowie der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg insgesamt acht Objekte in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei handelte es sich um Baustellen sowie Wohn- und Geschäftsräume in Wustrow, Rostock, Neubrandenburg, Greifswald sowie in Burg Stargard. In Rostock stand die Baustelle im Stadtteil Gehlsdorf im Visier der Beamten. Wie im Falle der einstigen Seefahrtschule steht auch hinter dem Projekt in Rostock der Diplom-Ingenieur Fred Muhsal.

Etwa 100 Polizisten sowie ein Polizeihubschrauber waren in Wustrow im Einsatz. Den Durchsuchungsbeschluss hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erlassen. Ein Großteil der Einsatzkräfte der Bundespolizei wurde aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein zum Einsatzort beordert. Sämtliche Zugänge zum Gelände der einstigen Seefahrtschule wurden am Donnerstag gegen 10 Uhr gesperrt. Die Beschäftigten auf der Großbaustelle mussten sich ausweisen und ihre Arbeitsberechtigung vorlegen.

Ermittlungen gegen drei Verdächtige

Die Durchsuchungsmaßnahmen erfolgten im Rahmen eines seit Ende 2018 durch die Bundespolizeiinspektion Stralsund geführten umfangreichen Ermittlungsverfahrens gegen zwei 33 und 42 Jahre alte montenegrinische und einen 34-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen. Die drei Männer stehen im Verdacht, für unerlaubt eingereiste ukrainische Staatsangehörige den Aufenthalt und die illegale Arbeitsaufnahme im Handwerksgewerbe organisiert zu haben. Zudem sollen sie die Drittausländer zur Vortäuschung eines sowohl rechtmäßigen Aufenthaltes im Bundesgebiet als auch der legalen Arbeitsaufnahme mit gefälschten Ausweisdokumenten ausgestattet haben, teilte die Bundespolizei am Nachmittag mit.

Im Ergebnis des Einsatzes konnten einzelne Verstöße gegen bestehende Sozialvorschriften festgestellt und umfangreiche Beweismittel wie Geschäftsunterlagen, Bescheinigungen, Mobiltelefone sowie Computertechnik sichergestellt werden. Diese Beweismittel werden jetzt ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in das laufende strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein.

„Überfallartige Aktion“

Projektmanager Gösta Falkenberg bestätigte auf Nachfrage die polizeilichen Maßnahmen in den beiden Objekten der Muhsal-Gruppe. Sie seien als Projektträger in die „überfallartige Aktion“ weder involviert noch zuvor informiert worden. Laut Gösta Falkenberg sind auf beiden Baustellen zum Teil dieselben Subunternehmer tätig. Hier soll es nach dem Fehlen amtlicher Dokumente in deren Verantwortungsbereich zu dem Großeinsatz gekommen sein.

Seefahrtschule wird zu Ferienanlage

Die ehemalige Seefahrtschule in Wustrow wird derzeit umgebaut. 120 Ferienappartements sollen dort für rund 30 Millionen Euro entstehen.

Im August 2018 hatte die Großbaustelle zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als ein Teil des Dachstuhls einstürzte. Daraufhin wurde ein vorübergehender Baustopp erlassen. Laut des Projektmanagers liegt der Umbau der einstigen Seefahrtschule grundsätzlich im Plan.

100 Kräfte von Bundespolizei und Zoll waren am Donnerstag an der Seefahrtschule in Wustrow im Einsatz. Auf Beschluss der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden drei Verdächtige gesucht, die Ausländer zur Arbeit auf Baustellen nach Deutschland eingeschleust haben sollen. Zeitgleich wurden in Mecklenburg-Vorpommern zwei weitere Objekte durchsucht.

Timo Richter und Robert Niemeyer

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