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Ribnitz-Damgarten Elf Tonnen Gutes für Tschernobyl-Gebiete
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Elf Tonnen Gutes für Tschernobyl-Gebiete
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16:19 29.04.2018
Die Helfer bildeten eine Ladekette zum Lkw. Quelle: Volker Stephan
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Marlow

Mit vereinten Kräften packten etwa 30 Mitglieder, Freunde und Helfer des Tschernobylvereins aus Marlow (Vorpommern-Rügen) am Samstagnachmittag zu, um die diesjährige Hilfslieferung für ein Kinderheim, ein Altenpflegeheim und die Sozialstation des weißrussischen Gebietes Mozyr in einem Sattelauflieger zu verstauen. Die nach vielen Jahren sehr erfahrenen Stauer des Vereins nutzten jede noch so kleine Lücke auf der Ladefläche aus – trotzdem reichte der Platz am Ende nicht für alle Artikel, die im Laufe eines Jahres gesammelt worden waren. Die Klappe ließ sich gerade noch schließen.

Das Wichtigste, dringend benötigte Hilfsmittel und Pflegebedarf wie Rollatoren, Rollstühle und Pflegebetten, aber auch Kinderbekleidung, Schulbedarf und Spielzeug, war da schon sicher verstaut. Der Rest wird bereits den Grundstock für den nächsten Transport bilden, außerdem unterstützt der Tschernobylverein die beiden jährlichen Hilfstransporte der Stadt in die polnische Partnergemeinde Czaplinek. Damit beim Zoll alles glatt läuft, hatten zwei Helferinnen beim Beladen eine Liste über die einzelnen Positionen geführt. Das spätere Wiegen in der Dettmannsdorfer Brennerei ergab ein Ladungsgewicht von 11 Tonnen.

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Mittlerweile dürfte der Lkw der Spedition BMA aus Smolensk fast am Ziel angelangt sein. „Die reine Fahrzeit beträgt etwa 20 Stunden, zuzüglich der Pausen“, erklärte Fahrer Vladzimir Pazdniakov, der seit zwölf Jahren mit seinem Laster in Europa unterwegs ist. „Wahrscheinlich muss ich noch mit einer sechsstündigen Abfertigungszeit an der polnisch-belorussischen Grenze rechnen“, räumte er ein.

Geldspende übergeben

Den Anlass der Beladung nutzten Andrea Köpke und Andrea Wegener, zwei der privaten Organisatorinnen der Marlower Flohmärkte für Kinderbekleidung und -spielzeug, um eine Spende in Höhe von 1177 Euro zu übergeben. „Das sind zehn Prozent der Einnahmen unseres 7. Flohmarktes“, berichtete sie. Das Geld ist für den kommenden Ferienaufenthalt belorussischer Grundschulkinder aus den verstrahlten Gebieten um Mozyr und Leltschitzy in Marlow bestimmt. „Damit können wir mit den Kindern fünfmal per Mietbus zum Strand fahren“, sagte Vereinsvorsitzende Sabine Druckrey erfreut – und bedankte sich bei allen Helfern vom Samstag.

Volker Stephan

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