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Ribnitz-Damgarten Filet-Grundstück zum Ramschpreis: Born startet Neuanlauf
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Filet-Grundstück zum Ramschpreis: Born startet Neuanlauf
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05:33 22.05.2019
Das BMK-Gelände in der Gemeinde Born am Darß. Die 10 000 Quadratmeter große Fläche heißt so, weil darauf zu DDR-Zeiten das Schulungs- und Erholungsheim des VEB Bau- und Montagekombinat (BMK) in Frankfurt/Oder untergebracht war. Sie soll 2019 verkauft und neu bebaut werden. Quelle: Stefan Sauer
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Born

Am Mittwochabend sollen die Gemeindevertreter in Born auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erneut über den umstrittenen Verkauf des BMK-Geländes im Ort an den Investor und Immobilienmakler Robert Wellner abstimmen. „Es deutet alles darauf hin, als solle der Beschluss im Nachhinein legalisiert werden“, sagte ein Insider vorab der OZ.

Dem Vernehmen nach plant die Kommunalaufsicht des Landkreises Vorpommern-Rügen, einem entsprechenden Beschluss aber erneut zu widersprechen, wenn der Versuch unternommen werden sollte, den Verkauf zu den gleichen Konditionen über die Bühne zu bringen wie im März. Ein weiterer Grund dafür könnte zudem ein mögliches Mitwirkungsverbot von Bürgermeister Gerd Scharmberg (FDP) an der Sache sein. Scharmberg hatte bereits während der Sitzung am 19. März versucht, das kommunale Gelände weiter unter dem erzielbaren Marktwert an Wellner zu verkaufen, wie er im Anschluss selbst eingeräumt hatte. Nach Angaben des Landratsamtes laufen gegen ihn zurzeit zwei Disziplinarverfahren parallel.

Gemeinde soll auf über eine halbe Million Euro verzichten

Am 19. März hatten die Gemeindevertreter in Born über den Verkauf eines lukrativen 10 000 Quadratmeter großen Grundstückes am Bodstedter Bodden abgestimmt. Es handelt sich dabei um die Fläche des früheren Schulungs- und Erholungsheims des VEB Bau- und Montagekombinat (BMK). Während der Sitzung stimmte die Gemeindevertretung mit der Mehrheit der Scharmberg zugewandten Fraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Born dafür, das BMK-Gelände Wellner zu verkaufen – zum Preis von knapp 2,1 Millionen Euro, obwohl zeitgleich ein höheres Angebot von 2,7 Millionen vorlag. Ein Verkauf unter Wert wäre nur aus bestimmten Gründen möglich, die Scharmberg der Kommunalaufsicht gegenüber bisher nicht ausreichend erörtert haben soll.

Dass das Gelände angesichts seiner Lage und des Entwicklungspotenzials mehr Wert ist als 180 Euro pro Quadratmeter hatte zwischenzeitlich auch der Gutachterausschuss des Landkreises erkannt, der alle zwei Jahre die Bodenrichtwerte der Gemeinden überprüft. Für die BMK-Fläche in Born hoben die Gutachter den Wert Ende April auf einen Schlag um 70 Euro auf einen Quadratmeterpreis von 250 Euro an, was einem Gesamtpreis von 2,5 Millionen Euro entsprechen würde. Scharmberg soll dennoch weiter einen Verkauf der Fläche für weniger Geld durchsetzen wollen.

Benjamin Fischer

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