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Ribnitz-Damgarten Fördermittel-Frist fürs Wasserschloss fast verstrichen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Fördermittel-Frist fürs Wasserschloss fast verstrichen
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06:55 11.03.2014
Das Divitzer Wasserschloss ist in marodem Zustand. Vor allem das Dach muss dringend saniert werden.
Das Divitzer Wasserschloss ist in marodem Zustand. Vor allem das Dach muss dringend saniert werden. Quelle: Hannes Ewert
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Divitz

Knapp 1,1 Millionen Euro Fördergelder vom Land sollten in die Rettung des Divitzer Wasserschlosses fließen. Das Geld wird es wohl aber erst mal nicht geben, denn der Landkreis Vorpommern-Rügen und die Gemeinde haben das Herrenhaus noch nicht gekauft.

„Die Frist für die zugesagten Fördermittel läuft am Ende des Monats ab. Es gibt aber Probleme mit dem Grundbuch, die bis dahin nicht gelöst werden können. Damit ist das Projekt für diesen Förderzeitraum nicht mehr zu schaffen“, sagt Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises auf OZ-Anfrage.

Hintergrund: Der Kauf des maroden Wasserschlosses ist seit November 2013 beschlossene Sache.  Die Gesamtkosten für eine Notsicherung werden mit etwa 1,22 Millionen Euro veranschlagt. Kultus- und Innenministerium hatten bereits ihr Zustimmung signalisiert. Aber: Bevor der Landkreis das Schloss kauft, will er sicher gehen, dass nicht irgendwann Dritte Ansprüche auf das Objekt erheben. Um sich als Investor abzusichern, müssen die Einträge aus dem Grundbuch gelöscht werden. Das kann mitunter dauern.

Selbst wenn die Frist jetzt verstreichen sollte, ohne dass es zum Kauf kommt, will der Kreis an dem Projekt Rettung festhalten, betont Olaf Manzke. „Das Thema ist auf keinen Fall vom Tisch, wir bleiben dran“, sagt er.

Landrat Ralf Drescher (CDU) hatte sich 2013 unter anderem für die Notsicherung des Schlosses eingesetzt. Das Herrenhaus besäße „alle Merkmale eines Denkmals von nationalem Rang“.



Virginie Wolfram